Audi A5 Sportback 1.8 TFSI mit 160 CV, Test (Teil II)

Diego G. Moreira     14 January 2011     7 min.
Audi A5 Sportback 1.8 TFSI mit 160 CV, Test (Teil II)

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Wir setzen unseren Test des Audi A5 Sportback fort, ausgestattet mit dem 1.8-TFSI-Motor mit 160 CV, den wir außerdem in Kombination mit dem achtstufigen Multitronic-Automatikgetriebe gefahren sind. Im ersten Teil haben wir bereits alles zum Fahrverhalten des A5 Sportback betrachtet, wobei vor allem die Dynamik des Modells hervorzuheben ist, und wir haben auch über den Motor gesprochen. Am bemerkenswertesten ist dessen gutes Verhalten: Bei ruhiger Fahrweise ist er angenehm, und wenn man ihn höher dreht, zeigt er einen deutlich sportlicheren Charakter.

Der Schwachpunkt dieses Antriebs ist der Verbrauch, der im Segment zwar im Normalbereich liegt, aber da es sich um einen Benziner mit recht hoher Leistung handelt, schlägt sich das in diesem Bereich deutlich im Verbrauch nieder. Im zweiten Teil des Tests widmen wir uns nun, wie gewohnt, dem Außendesign des A5 Sportback sowie seinem Innenraum, wobei wir auf Gestaltung, Wohnkomfort, Platzangebot, Verarbeitung und Kofferraum sowie weitere Elemente achten.

Außendesign

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Zweifellos ist dieser Punkt beim A5 Sportback entscheidend, denn wir haben es hier nicht mit einem traditionellen oder typischen Design zu tun, ganz im Gegenteil. Wir haben uns ans Steuer eines Fahrzeugs aus einem sehr besonderen Segment gesetzt, in dem es nur wenige Konkurrenten gibt, nämlich viertürige Coupés. Der erste in dieser Kategorie war der Mercedes CLS, der sich jedoch in einem Segment großer Premium-Limousinen bewegt, deren Preis nicht gerade niedrig ist. Kurz darauf erschien der VW Passat CC mit exklusiverem Design und den typischen Coupé-Linien eines Viersitzers.audi_a5_sportback

Nun gibt es auch den Audi A5 Sportback, und seit Kurzem, um dem CLS Paroli zu bieten, auch den Audi A7. Der A5 Sportback liegt preislich und im Segment über dem Passat CC, ist aber immer noch deutlich erschwinglicher als der CLS oder der A7. Die Essenz des A5 Coupé findet man in jeder Linie dieses Sportbacks wieder, mit einer identischen Frontpartie und einer sehr gut gelösten Seitenlinie (die übrigens für eine besondere Gestaltung des Kofferraums sorgt).

Äußerlich empfinde ich ihn als Alternative zu den typischen Premium-Limousinen, die sich am besten verkaufen,audi_a5_sportback die man aber auch häufig auf unseren Straßen sieht, denn mit dem A5 Sportback setzt man im Design einen anderen Akzent und bietet zugleich etwas mehr Vielseitigkeit gegenüber der Coupé-Version.

Frontal ist er mit dem Coupé identisch. Unser Testwagen war mit Bi-Xenon-Scheinwerfern und LED-Tagfahrlicht (ein Extra) ausgestattet, die sehr empfehlenswert sind, nicht nur wegen des veränderten äußeren Erscheinungsbilds durch das LED-Tagfahrlicht, sondern weil die Scheinwerfer auch eine hervorragende Nachtausleuchtung bieten. Als Kuriosum: Wenn ich mich nicht irre, war der A5 der erste in der Modellpalette, der das charakteristische LED-Lichtband in der Front trug, und zu jener Zeit hatten nur wenige Marken die heute üblichen LED-Tagfahrleuchten.

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Die Seitenlinie bewahrt die Essenz des Coupés; besonders auffallend sind die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen (optional), die aber eindeutig zur Ästhetik des Modells passen. Schließlich gibt es die LED-Blinker, die in die Außenspiegel integriert sind. Alle vier Türen verfügen über rahmenlose Fenster, wieder ein Augenzwinkern in Richtung Coupé-Design.

Am Heck sieht man wiederum die LED-Leuchten, die auch als Bremslicht dienen, und das so eigenwillige Kofferraumdesign. Man sollte besonders auf die Heckklappe und ihre Höhe achten, denn sie öffnet sich recht weit, und in einer Garage kann man leicht gegen die Decke stoßen.

Innenraumdesign und Wohnkomfort

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Im Innenraum erwartet einen ein ordentlicher Fahrerarbeitsplatz mit guten Einstellmöglichkeiten und hochwertigen Materialien. Der einzige Kritikpunkt ist, dass (wie bei den übrigen Premiummarken) sich die Innenräume der Modelle stark ähneln, um nicht zu sagen, dass sie in manchen Fällen praktisch identisch sind. Das Auffälligste am Armaturenbrett des A5 ist, dass die Mittelkonsole schlicht gestaltet ist und nur den Navigationsbildschirm, den CD-Wechsler und die Klimaanlage aufweist, während der Mitteltunnel die Vielzahl an Tasten aufnimmt, mit denen das gesamte Multimediasystem, die Handbremse und weitere Funktionen des Modells bedient werden.

Dies ist die vorherrschende Linie beim Design des MMI von Audi (das Multimediasystem der Marke, das Audio, Bordcomputer, Telefon und Navigation vereint, alles optional). Überraschend fand ich, dass der Lautstärkeregler des Radios im Mitteltunnel auf der Beifahrerseite liegt (man kann ihn auch am Lenkrad bedienen), was für das MMI typisch und etwas eigenwillig ist.audi_a5_sportback

Die Bedienung des MMI-Systems, das in unserem Fall auch Telefon und Navigation integrierte, ist anfangs etwas kompliziert, bis man sich daran gewöhnt hat, da es viele Funktionen gibt, die alle über die Tasten und den Joystick im Mitteltunnel gesteuert werden. Im Kombiinstrument befindet sich ein Farbdisplay, über das man auch vom Lenkrad aus das Multimediasystem oder den Bordcomputer bedienen kann (das Multifunktionslenkrad ist ebenfalls optional).

Die Sitzposition ist sehr bequem, eher tief, und wird durch die vorderen Sitze verstärkt, die den Körper gut umfassen. Hervorzuheben ist vor allem der gute Seitenhalt, den sie bieten.

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Außerdem gefällt mir die Ausführung der Sitze, denn man hat auf Leder verzichtet (das optisch zwar sehr schön ist, aber im Alltag wenig praktisch), und die Alcantara-Kombination bietet eine ordentliche Optik ohne die Nachteile von Leder.

Der Platz auf den Rücksitzen ist ausreichend, doch die Kopffreiheit leidet unter dem Außendesign. Man hat wenig Kopffreiheit, dafür aber eine recht gute Beinfreiheit. Die Rücksitze gibt es nur als Viersitzer, auf denen zwei Erwachsene bequem reisen. Die hinteren Plätze verfügten über eine unabhängige Regelung von Luftmenge und Temperatur, allerdings als Extra, denn serienmäßig gibt es nicht einmal Luftausströmer für die Fondpassagiere.

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Insgesamt sind die Materialien ordentlich; es gibt praktisch keine harten oder unangenehm anzufühlenden Kunststoffe. Hervorzuheben sind die schlichte Gestaltung der Mittelkonsole und, im Gegensatz dazu, die Vielzahl an Tasten des MMI-Systems im Mitteltunnel. Was den Innenraum betrifft, ist er abgesehen von der Kopffreiheit und dem Kofferraum dem des Audi A4 sehr ähnlich.

Praktikabilität und Kofferraum

Kommen wir zum Thema Ablagen, was auch bei einer Limousine wichtig ist. Hier gibt es ein recht großes Handschuhfach, Ablagefächer in allen vier Türen und sogar Getränkehalter sowie mehrere Fächer im Mitteltunnel (zusätzlich unter der Armlehne). In diesem Punkt ist das Fahrzeug also ziemlich gut ausgestattet. Auch die Passagiere auf den Rücksitzen haben eine Armlehne mit Ablagefach und zwei Getränkehalter.

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Und schließlich bleibt der Kofferraum, der recht geräumig ist und dasselbe Volumen wie ein Audi A4 hat, nämlich 480 Liter. Die Kofferraumabdeckung ist zweigeteilt: ein kleineres Teil im Fahrzeug und ein größeres, fest an der Heckklappe montiertes Teil (das man abnehmen kann). Der Kofferraum hat recht regelmäßige Formen, sodass sich der gesamte Laderaum gut nutzen lässt.

Im dritten Teil des Tests widmen wir uns der Ausstattung, den Preisen und unserer Gesamtbewertung des Audi A5 Sportback.

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Fotos | David Taboada

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