BMW überrascht uns erneut mit einem M4 CS, das perfekte Gleichgewicht zwischen Komfort und Radikalität
BMW M erweitert sein Angebot um den M4 CS, ein Modell, das im Alltag so komfortabel ist wie ein M4 Competition, aber ebenso radikal wie ein M4 CSL

Es ist nicht das erste Mal, dass BMW einen M4 CS im Programm hat. Um nur ein Beispiel zu nennen: Auch die vorherige Generation war bereits im Katalog vertreten, und auch der neue M4 CS folgt den Grundsätzen seines Vorgängers. Denn mit dem neuen M4 CS erhalten wir ebenfalls großzügige Annehmlichkeiten und einen Komfort ähnlich dem des M4 Competition, ohne dabei so spartanisch zu sein wie der M4 CSL. Dafür übernimmt er von diesem dessen Biss und Sportlichkeit.
Doch schauen wir uns den neuen M4 CS etwas genauer an, um zu verstehen, warum er ebenso radikal ist wie der M4 CSL und zugleich als Alltagsfahrzeug taugt wie der M4 Competition, sodass er vielleicht in jeder Hinsicht das perfekte Sportcoupé ist. Außen lässt sich der M4 CS leicht von seinen Geschwistern unterscheiden: Zum Beispiel entfällt bei der Niere der Rahmen, stattdessen gibt es Konturlinien in Rot, ein ähnlicher Effekt findet sich bei den M4-CS-Schriftzügen am Kühlergrill und an der Heckklappe.

Ein Detail, das mir ohne Zweifel besonders gefällt, sind die stilisierten Tagfahrlichter der Frontscheinwerfer, die in Gelb leuchten, eine Anspielung auf die GT-Fahrzeuge. Am Heck kommt dieselbe Laserlight-Technologie zum Einsatz, die erstmals beim M4 CSL verbaut wurde. Auch beim M4 CSL wurden bereits Bauteile aus Kohlefaser zur Gewichtsreduzierung verwendet, die nun auch beim M4 CS übernommen werden, etwa der Frontspoiler, das Dach, die Spiegelgehäuse oder der Heckspoiler. Erhältlich ist er in den Farben M Brooklyn Grey Metallic und Sapphire Black Metallic sowie in zwei weiteren, exklusiv für dieses Modell angebotenen Farben, dem BMW Individual Riviera Blue und Frozen Isle of Man Green Metallic.

Im Innenraum des BMW M4 CS zeigt sich, dass das Konzept dieses Modells ebenfalls ein gesteigertes Komfortgefühl vermitteln soll. Ein direktes Beispiel dafür sind die Rücksitze, die beim M4 CSL entfallen, um Platz für Helmablagen zu schaffen. Doch das ist nicht alles: Auf den Vordersitzen gibt es M Carbon Sitze mit Merino-Lederbezug, die die Farben Rot und Schwarz mit Kontrastnähten kombinieren. Außerdem sind diese Sitze mit elektrischer Einstellung und Sitzheizung ausgestattet. Hinzu kommen weitere Details wie Zierleisten aus Kohlefaser, das Lenkrad mit Alcantara-Bezug und das Dach in Anthrazit.

Das BMW Curved Display, bestehend aus einem 12,3 Zoll großen Kombiinstrument und einem 14,9 Zoll großen Display für das Infotainmentsystem, zeigt Anzeigen und Grafiken, die speziell für BMW M entwickelt wurden. Dazu kommt das M Drive Professional System mit Rennstreckenfunktionen wie dem M Drift Analyser oder dem M Laptimer. Außerdem gibt es ein Head-Up Display mit M-spezifischen Grafiken sowie Funktionen für den Alltag wie das Navigationssystem BMW Maps, Telefonie mit induktivem Laden und WLAN-Schnittstelle. Nicht zu vergessen sind Systeme wie Comfort Access, Alarmanlage, Zweizonen-Klimaautomatik, das Harman-Kardon-Soundsystem, Einparkhilfe, Parkassistent, Frontkollisionswarnung, Spurverlassenswarnung und ein System zur Anzeige von Geschwindigkeitsbegrenzungen, die alle serienmäßig an Bord sind.

Im mechanischen Bereich lässt der BMW M4 CS nichts aus. Sein Reihensechszylinder mit 3.000 cm³ und der M TwinPower Turbo-Technologie erhält exakt dieselben Verbesserungen wie der M4 CSL. Die Leistung bleibt daher bei 550 PS, zusammen mit einem Drehmoment von 650 Nm, das über das achtstufige M Steptronic-Getriebe und den intelligenten Allradantrieb M xDrive an alle vier Räder übertragen wird. Dies ist der große mechanische Unterschied zum M4 CSL, bei dem die Kraft ausschließlich an die Hinterachse ging. Der M4 CS hat dagegen Allradantrieb, wobei je nach gewähltem Fahrmodus die Hinterachse bevorzugt wird.

Bei der Leistung liegt er 20 PS über dem M4 Competition mit M xDrive, während er im Vergleich zum letzten M4 CS um 90 PS zulegt. Damit unterbietet er auch die Rundenzeit von 7 Minuten und 38 Sekunden, mit der sein Vorgänger den Nürburgring absolvierte, und fährt nun in 7 Minuten und 21,989 Sekunden für den M4 CS 2024. Diese Verbesserungen sind zum Teil dem Leistungsvermögen des Antriebs zu verdanken: Er beschleunigt in nur 3,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht 200 km/h nach 11,1 Sekunden, bevor er seine abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 302 km/h erreicht.

Abschließend ist noch zu erwähnen, dass der BMW M4 CS serienmäßig mit M Compound-Bremsen ausgestattet ist, mit lackierten Bremssätteln in Rot oder Schwarz. Optional sind die M Carbon-Keramikbremsen mit lackierten Bremssätteln in Rot oder mattem Gold erhältlich. Vorne sitzen serienmäßig 19-Zoll-Felgen an der Vorderachse und 20-Zoll-Felgen an der Hinterachse, bereift mit Rennreifen. Wer das Fahrzeug überwiegend im Alltag auf der Straße nutzen möchte, kann Hochleistungsreifen montieren, gegen Aufpreis sind auch Ultra-Track-Reifen erhältlich.
Der neue BMW M4 CS wird in limitierter Stückzahl gebaut. Die Marke hat bislang weder die Anzahl der verfügbaren Einheiten noch den Preis oder die Verfügbarkeit in Spanien bekannt gegeben; diese Informationen bleiben abzuwarten.
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