Lexus Safety System+ 3.0 – so heißt das aktualisierte Sicherheitssystem-Paket der japanischen Marke
Lexus rüstet ihre Fahrzeuge mit dem Paket für Fahrassistenz und Fahrhilfen Lexys Safety System+ 3.0 aus, das eine große Anzahl fortschrittlicher Systeme umfasst

Wenn man Lexus eines nicht absprechen kann, dann ist es der Ehrgeiz, in alle ihre Modelle fortschrittliche Sicherheits- und Fahrassistenzsysteme einzubauen. Diese sind unter dem Paket Safety System+ zusammengefasst, das inzwischen in der Version 3.0 vorliegt – ein Zeichen dafür, dass Lexus nicht aufhört, sie zu verbessern und weiterzuentwickeln.
Tatsächlich begann das Paket Safety System+ 3.0 im Jahr 2023 im Lexus RZ Einzug zu halten. Seitdem wurde es auch in weitere Modelle der Palette integriert, etwa in den UX, den LBX und den LM im Jahr 2024, während es in diesem Jahr 2025 schließlich auch in den NX und den RX kommen wird. Außerdem hat es den Vorteil, dass es sich über das Datenkommunikationsmodul DCM drahtlos aktualisieren lässt, ohne dass man die Werkstatt aufsuchen muss.

Das Paket Lexus Safety System+ 3.0 umfasst, wie ich bereits erwähnte, eine breite Palette an Sicherheits- und Fahrassistenzsystemen. Schauen wir uns an, welche das sind und wie sie sich jeweils weiterentwickelt haben:
- Präkollisionssicherheitssystem (PCS): Dank eines neuen Radars und einer neuen Kamera erreicht es einen größeren Erfassungsbereich, etwa bei der Gefahr eines Frontalzusammenstoßes mit Fahrzeugen, die sich beim Abbiegen an einer Kreuzung von links oder rechts nähern. Zudem kann es nun Motorräder, Radfahrer und Fußgänger erkennen. Dazu hilft die Notfall-Lenkassistenz, das Fahrzeug stabil und innerhalb seiner Spur zu halten, wenn der Fahrer ein Ausweichmanöver durchführen muss. So lassen sich Kollisionen mit einer leichten Unterstützung beim Bremsen und Lenken vermeiden; bei niedriger Geschwindigkeit kann sogar die Beschleunigung unterbunden werden, wenn ein plötzliches, unbeabsichtigtes Betätigen des Gaspedals erkannt wird.
- Dynamischer Radar-Tempomat (DRCC): Er bietet nun eine größere Auswahl an Abstandseinstellungen zum Vorausfahrenden und verfügt über neue Funktionen: Er verringert die Geschwindigkeit in Kurven und regelt bei Überholvorgängen die Geschwindigkeit so, dass auf einer mehrspurigen Straße nicht rechts an einem langsameren Fahrzeug vorbeigefahren wird. Außerdem kann der Fahrer die Tempomat-Geschwindigkeit problemlos wieder einstellen, um sich an Änderungen der Geschwindigkeitsbegrenzung anzupassen, die vom Verkehrszeichenerkennungssystem erfasst werden.

- Spurhalte-Warnassistent (LDA): Dieses System wurde verbessert, sodass es mehr Objekte erkennt, auch Straßenmobiliar wie Pfosten, Bordsteine und Leitplanken. Außerdem erkennt es, ob der Fahrer das Lenkrad dreht, um einer Person oder einem auf der Fahrspur geparkten Fahrzeug auszuweichen.
- Spurhalteassistent (LTA): Es erkennt die Fahrbahnmarkierungen, und selbst wenn diese verdeckt sind oder bei dichtem Verkehr orientiert sich das System am vorausfahrenden Fahrzeug. Neu ist, dass es auch dreidimensionale Objekte erkennen und seine Funktion entsprechend anpassen kann, um den passenden seitlichen Abstand zu Fahrzeugen auf benachbarten Spuren einzuhalten – und das auf eine möglichst unaufdringliche Weise.

- Spurwechselassistent (LCA): Er kann nur genutzt werden, wenn der LTA aktiviert ist. Der Fahrer setzt den Blinker für einen Spurwechsel, das System prüft, ob der Wechsel sicher ist, berechnet die Zielbahn und übernimmt die passende Lenkunterstützung. Nach Abschluss des Spurwechsels kehrt der LTA in seinen normalen Betriebszustand zurück.
- Gesichtserkennungssystem: Hierbei handelt es sich um eine neue Funktion, die über eine Kamera an der Lenksäule hinter dem Lenkrad jederzeit den Zustand des Fahrers überwacht. Reagiert der Fahrer nicht, kann das Fahrzeug seine Geschwindigkeit kontrolliert verringern und auf der aktuellen Fahrspur mit eingeschaltetem Warnblinklicht zum Stillstand bringen.

- Proaktive Fahrassistenz (PDA): Sie vereint die Hindernisantizipationsassistenz, die Verzögerungsassistenz und die Lenkassistenz, wobei sie nun auch bei niedrigeren Geschwindigkeiten arbeiten kann. Bei drohender Kollision greift sie so auf Bremse und Lenkung zu, dass das Hindernis umfahren wird und das Fahrzeug auf seiner Spur bleibt.
- Intelligente Fernlichtsteuerung (AHS): Dieses System kann die Frontscheinwerfer automatisch so justieren, dass eine optimale Frontbeleuchtung entsteht, ohne den Gegenverkehr zu blenden.

- Verkehrszeichenerkennung (RSA): Es erkennt und zeigt nun eine größere Vielfalt an Warn- und Verbotszeichen. In Verbindung mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer kann es bei Bedarf die Motorleistung reduzieren oder die Bremsen betätigen.
- Heckseitiger Querverkehrswarner mit Rückfahrkamera (RCTA): Wenn die Sichtlinien des Fahrers eingeschränkt sind, etwa beim Rangieren auf engem oder schmalem Raum, kommen Abstandssensoren und Kameras zum Einsatz. Diese können sowohl stehende Objekte als auch Fahrzeuge und Fußgänger erkennen, die sich bei niedriger Geschwindigkeit hinter dem Fahrzeug kreuzen. Wenn dies geschieht, ertönt ein akustisches Warnsignal, und im Kombiinstrument sowie auf dem Display des Multimediasystems erscheint eine Meldung, die sogar die Position des Risikos relativ zum eigenen Fahrzeug anzeigt und die Herkunft der Gefahr angibt.

- Elektrisches Türöffnungssystem e-Latch mit Assistent für sicheres Aussteigen (SEA): Dabei handelt es sich um ein elektronisches Türentriegelungssystem namens e-Latch, das mit dem Totwinkelassistenten zusammenarbeitet. Erkennt das Fahrzeug, dass sich von hinten ein Fahrzeug oder Motorradfahrer nähert, verhindert es das Öffnen der Türen. Dieses System lässt sich in drei Empfindlichkeitsstufen einstellen.
- Panorama-Überwachungssystem (PVM): Dank vier Kameras und 12 Sensoren kann dem Fahrer eine 360°-Rundumsicht auf das Fahrzeug geboten werden, außerdem eine zusammengesetzte Vogelperspektive.

- Warnblinklicht (FHL): Schließlich können die Warnblinkleuchten automatisch für nachfolgende Fahrzeuge aktiviert werden, um uns vor Auffahrunfällen zu schützen. Sie funktionieren bei Annäherungsgeschwindigkeiten zwischen 30 und 100 km/h. Kommt es zu einem Heckaufprall, wird automatisch eine Zusatzbremse aktiviert, die verhindert, dass unser Fahrzeug nach vorn geschleudert wird und auf ein anderes Fahrzeug prallt. So wird das Risiko einer Kettenreaktion minimiert.
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