Mercedes-Benz GLK 220 CDI BlueEfficiency, Test (Teil I)

Wie wir euch gestern schon auf Highmotor angekündigt haben, wollten wir einen SUV testen, der sich von den Generalisten und vom Premium-Dreizack etwas entfernt. Deshalb haben wir uns für den Mercedes-Benz GLK entschieden, ein Modell, das 2008 entstand, als die Firma aus Stuttgart den GLK vorstellte, um gegen den bereits etablierten BMW X3 und den bevorstehenden (inzwischen längst Realität gewordenen) Audi Q5 anzutreten.
Zum Zeitpunkt der Markteinführung gab es nur zwei Benzinmotoren und einen einzigen Dieselmotor, den 320 CDI mit 224 PS. Dieser Motor bot sehr gute Leistungswerte, doch für einen fairen Vergleich mit dem Q5 oder X3 brauchte es einen schwächeren Motor. Daher wurde vor Kurzem der neue GLK 220 CDI mit 170 CV vorgestellt, der die Bezeichnung „BlueEfficiency“ trägt.
Motor und Fahrleistungen

Der Motor des GLK 220 CDI mit 170 CV war bisher nur in der Baureihe Mercedes C erhältlich, und er ist für den GLK zweifellos ein Volltreffer, vor allem wenn du einen Motor mit guter Leistung und gleichzeitig ausgewogenen Verbrauchswerten möchtest. Der GLK mit diesem 170-CV-Diesel ist mit dem Getriebe 7G-Tronic mit 7 Gängen kombiniert, das im Alltag ein wahrer Genuss ist. Ergänzt werden Motor und Getriebe durch den Antrieb 4Matic, der das Drehmoment intelligent auf alle vier Räder verteilt.
Mit diesen Komponenten erhält man einen SUV, mit dem das Fahren Freude macht: Der Motor reagiert kraftvoll, sobald wir mehr Leistung brauchen. Erwähnenswert ist außerdem, dass er ab 1.400 U/min ein maximales Drehmoment von 400 Nm bietet. Bei einem Gesamtgewicht von 1.845 kg bewegt er sich recht souverän und beschleunigt in 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h.
Wenn wir über den 220 CDI des GLK sprechen, darf man aber auch das siebengängige Automatikgetriebe nicht vergessen, das sehr gut anspricht. Anfangs, wenn man das Gaspedal noch nicht gewohnt ist, fällt es schwer, das Potenzial des Fahrzeugs auszureizen; doch sobald man sich eingewöhnt hat, merkt man die schnelle Reaktion. Das Getriebe hat drei Modi: Manuell, Komfort und Sport. Im manuellen Modus schaltest du über den Schalthebel oder die praktischen Schaltwippen am Lenkrad selbst, während der Modus Komfort den Verbrauch optimiert, indem er die Gänge länger ausfährt und gelassener reagiert.

Sein volles Potenzial entfaltet das Getriebe zusammen mit dem 170-CV-Motor aber im Modus Sport: Beim Durchtreten des Gaspedals schaltet es schnell und wechselt je nach Bedarf die Gänge, damit immer genug Kraft zur Verfügung steht. Der Mercedes GLK ist der einzige in seinem Segment mit einem siebengängigen Automatikgetriebe.
Was das Fahrverhalten betrifft, ist der GLK ein sehr stabiles Fahrzeug , und trotz seiner Form bleibt er jederzeit unter Kontrolle und lenkt präzise, egal auf welchem Untergrund. Zu dieser Stabilität tragen sicher auch die großen Scheibenbremsen an allen vier Rädern bei, die den GLK vorbildlich verzögern (siehe Detail).
Und seine Federung, die bei Mercedes schon fast ein Markenzeichen ist, ist auf Komfort ausgelegt und bietet den Insassen auch auf holprigen oder schwierigen Straßen Behaglichkeit. Die adaptive Federung AGILITY CONTROL passt sich dem jeweiligen Terrain an: straffer auf der Straße, weicher im Gelände. Sie ist beim GLK serienmäßig an Bord.
Beim Verbrauch gilt allerdings: Wunder gibt es keine. Es handelt sich um einen SUV, und der ist schwer. Obwohl Mercedes mit dem neuen 170-CV-Motor gute Arbeit geleistet hat, lag unser Durchschnitt bei 7,9 l/100 km (etwas über dem offiziellen Wert von 6,9 Litern auf 100 km). Dieser Durchschnitt setzt sich aus Stadt (10 %), Landstraße (60 %) und Autobahn (30 %) zusammen. In der Stadt lässt sich der Verbrauch leicht unter 10 Liter auf 100 km halten, und tatsächlich haben wir auf mehreren 50-km-Stadtstrecken einen Durchschnitt von 9,3 Litern auf 100 km erreicht. Am sparsamsten war er schließlich auf der Autobahn bei erlaubter Geschwindigkeit, mit einem Durchschnitt von 5,9 Litern.
Offroad-Fahren

Auch wenn es sich um einen Crossover und keinen echten Geländewagen handelt, schlägt sich der GLK in schwierigem Gelände recht gut. Er verfügt weder über ein Untersetzungsgetriebe noch über ein Sperrdifferenzial, doch dank des permanenten Allradsystems 4Matic von Mercedes haben die Räder jederzeit Traktion, sodass Traktionsverluste vermieden werden und man auch Wege und Passagen mit schlechtem Grip problemlos meistert.
Außerdem ist er aufgrund seiner Abmessungen der kompakteste unter seinen Konkurrenten, gehört aber zugleich zu den am besten für das Offroad-Fahren geeigneten Modellen, mit einem soliden Unterfahrschutz für schwierige Wege und einer Federung, die ihm auch hier entgegenkommt.
Zum Schluss sei noch erwähnt, dass der getestete Mercedes GLK keinerlei Offroad-Assistenzsysteme besaß. Es gibt aber ein Optionspaket (Offroad-Pro Technik-Paket) für alle, die den GLK abseits befestigter Straßen einsetzen möchten. Es umfasst unter anderem die Bergabfahrkontrolle und einen verbesserten Unterfahrschutz. Wenn man ihn als unser Testmodell außen ebenfalls so ausstatten möchte, muss man zusätzlich das Offroad-Exterieurpaket ordern.
Wie üblich widmen wir uns im zweiten Teil des Tests dem Design und dem Innenraum sowie dem Kofferraum und allem Weiteren. Denn der Innenraum des GLK bietet viele interessante Details.

Teil II | Design und Innenraum des GLK
Teil III | Ausstattung, Preise und Gesamtbewertung
Fotos | Diego G. Moreira
Danke an das RESA-Team für die Unterstützung.
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