Überleg es dir nicht zweimal: Für 2.000 Euro mehr als den 1.2 Turbo lohnt sich die e-Hybrid-Version des Jeep Avenger deutlich mehr.

Antonio Roncero    @roncero_antonio    13 May 2024     6 min.
Überleg es dir nicht zweimal: Für 2.000 Euro mehr als den 1.2 Turbo lohnt sich die e-Hybrid-Version des Jeep Avenger deutlich mehr.

Jeep erweitert das Avenger-Modellprogramm um die interessante e-Hybrid-Version mit einem leichten Hybridsystem MHEV mit 48 Volt, das Vorteile beim Verbrauch und beim Fahrkomfort bietet, außerdem die grüne Plakette ECO der DGT.

Jeep Avenger 1

Der Jeep Avenger ist das meistverkaufte Modell der Marke auf dem spanischen Markt und vereint rund 50 % der Verkäufe von Jeep auf sich, gegenüber 25 % beim Renegade und 22 % beim Compass. Das spricht für die gute Aufnahme des kleinen urbanen SUV von Jeep, das nun auch die interessante e-Hybrid-Version ins Angebot aufnimmt.

Damit kann man beim Jeep Avenger nun zwischen drei Antriebsarten wählen und den drei DGT-Plaketten: dem 1.2 Turbo mit Benzinmotor und 100 CV mit Plakette C; dem neuen e-Hybrid mit dem 1.2-Turbomotor, MHEV-System mit 48 V, ebenfalls 100 CV, aber mit Plakette ECO; und dem Avenger Elektro mit Plakette CERO. Zu diesen drei Versionen kommt noch in diesem Jahr der Avenger 4xe hinzu, der laut bisherigen Informationen auf dem Avenger e-Hybrid basiert, hier aber mit einem Verbrennungsmotor mit 136 CV und einem zusätzlichen Elektromotor an der Hinterachse ausgestattet ist, um einen sportlicheren, elektrifizierten Avenger mit Allradantrieb zu bieten.

Die Technik des Avenger e-Hybrid: eher Hybrid als leichter Hybrid

Technisch gesehen ist die e-Hybrid-Technik des Avenger nicht die eines konventionellen Hybrids wie etwa des Toyota Yaris Cross oder des Renault Captur E-TECH, die leistungsstärkere Elektromotoren und größere Batterien haben. Es handelt sich aber auch nicht um einen üblichen „leichten Hybrid“ oder Mild-Hybrid, bei dem der Elektromotor die Funktion des Anlassers übernimmt und den Verbrennungsmotor zusätzlich unterstützt und beim Beschleunigen „Extra-Energie“ liefert.

Jeep Avenger 3

Hier gibt es neben dem riemengetriebenen Elektromotor, der als Anlasser des Verbrennungsmotors dient, den Haupt-Elektromotor mit knapp 30 CV, der in das automatische Doppelkupplungsgetriebe e-DCS6 integriert ist, und der unter bestimmten Umständen das Fahrzeug allein antreiben kann, vor allem beim Anfahren oder bei Rangiermanövern mit niedriger Geschwindigkeit.

Theoretisch reicht das aus, um den durchschnittlichen Verbrauch im kombinierten Zyklus um 0,5 l/100 km zu senken, was bei stärkerer Stadtnutzung sogar noch mehr sein kann, nahezu doppelt so viel. Wie beim Opel Corsa Hybrid mit derselben Technik hat die Lithium-Ionen-Batterie unter dem Fahrersitz eine Bruttokapazität von 0,9 kWh. Das Zusatzgewicht des 48-Volt-Hybridsystems beträgt nur etwa 60 kg.

Am Steuer des Jeep Avenger e-Hybrid

Doch die Verbrauchssenkung und die grüne Plakette ECO der DGT sind nicht die einzigen Vorteile des Avenger e-Hybrid. Bei der Pressevorstellung in Madrid konnten wir ihn sowohl auf Autobahn und Landstraße als auch auf einer Geländestrecke fahren und, das Beste von allem, mit der Einstiegsversion, dem Avenger 1.2 Turbo, vergleichen. Und ich versichere dir: Wenn du den kleinen SUV von Jeep im Auge hast, sind die 2.000 Euro Aufpreis für den e-Hybrid die beste Investition, die du machen kannst.

Jeep Avenger 14

Für viele reicht allein die ECO-Plakette schon als Argument. Und beim Verbrauch musst du dir keine Gedanken über die Amortisation machen. Selbst wenn es keinen Verbrauchsvorteil gäbe, den es aber gibt, würde ich dir die e-Hybrid-Version wegen des angenehmen Fahrgefühls empfehlen. Während man beim 1.2 Turbo aus dem Stand „die Kupplung kommen lassen“ muss und oft auf ein Getriebe zurückgreifen muss, das nicht gerade durch Schnelligkeit oder Präzision auffällt, bietet das Doppelkupplungsgetriebe des e-Hybrid, das allein schon den Aufpreis fast rechtfertigt, Sanftheit und Fahrkomfort.

Hinzu kommt: Auch wenn die offiziellen Leistungsdaten das nicht widerspiegeln, verbessert der Elektromotor mit der e-Boost-Funktion, die beim Beschleunigen bis zu 55 Nm zusätzliches Drehmoment zum Verbrennungsmotor liefert, die Elastizität des kleinen Dreizylinders, der sich zudem angenehmer und wirkungsvoller zeigt, wenn es um seine Bodenfreiheit von 200 mm und seine guten Geländewerte geht, sobald man den Asphalt verlässt.

In dieser Hinsicht ist der Avenger keineswegs der fähigste Jeep, wenn es um schwieriges Gelände geht. Aber die Bergabfahrhilfe sowie die Programme Schlamm, Sand und Schnee des Fahrmodus-Systems, die zu den Programmen Normal, Eco und Sport hinzukommen, tragen ihren Teil dazu bei.

Jeep Avenger 4

Zum Preis gibt es wenig hinzuzufügen. Die e-Hybrid-Version wird in denselben drei Ausstattungslinien angeboten wie der 1.2 Turbo: Longitude, Altitude und Summit. Und in allen drei Fällen liegt der Preisunterschied bei gleicher Ausstattung bei rund 2.000 Euro. Der Preis des Jeep Avenger e-Hybrid beginnt bei 25.057 Euro, einschließlich des offiziellen Markenrabatts, der je nach Version zwischen 1.500 und 2.000 Euro liegt. Monatlich, wie es die Marken heute gern angeben, bekommst du einen Avenger e-Hybrid ab 149 Euro im Monat (35 Raten), dieselbe Rate wie beim 1.2 Turbo; allerdings liegt die Anzahlung hier bei rund 1.000 Euro mehr (6.648 Euro) und die Schlussrate fast 1.500 Euro höher (19.746 Euro).

Die e-Hybrid-Palette von Jeep: Avenger, Renegade und Compass

Der Avenger e-Hybrid kommt zu den Jeep Renegade und Jeep Compass mit derselben Hybridtechnik hinzu. Beim Renegade und beim Compass handelt es sich beim Verbrennungsmotor um einen 1.5 Turbo mit 4 Zylindern, der eine Leistung von 130 CV angibt.

Jeep Gama 1

Für 2024 hat Jeep bei beiden Modellen Änderungen vorgenommen. Der Renegade, der dem Außendesign der ersten, 2015 vorgestellten Generation treu bleibt, wird technologisch überarbeitet: mit einem neuen digitalen Kombiinstrument mit 10,25-Zoll-Display, neuem Lenkrad und einem neuen Infotainmentsystem mit 10,1-Zoll-Display und einer fünfmal schnelleren Rechenleistung als bei der Vorgängergeneration. Neu ist auch die Rückfahrkamera mit hochauflösenden Bildern, und die kabellose Konnektivität Apple CarPlay und Android Auto kommt hinzu.

Beim Compass gibt es neue 18- und 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, einen adaptiven Tempomaten im Angebot der Fahrassistenzsysteme und zudem verbesserte Konnektivität. Jeep bietet den Renegade e-Hybrid ab 199 Euro im Monat an und den Compass e-Hybrid ab 249 Euro im Monat.

Jeep Avenger e-Hybrid – Bildergalerie

Technische Daten dieses Autos


Deja un comentario