Test Citroën C4 Cactus: komfortabler, genauso mutig
Wir haben den neuen Citroën C4 Cactus 2018 mit Dreizylinder-Benzinmotor, 1,2 Liter und 110 CV getestet.
Der Citroën C4 Cactus 2018 ist ein mutiges und eigenständiges Auto, das seinem Vorgänger in vielen Punkten überlegen ist. Abgesehen von den zahlreichen Designänderungen überrascht vor allem die neue progressive hydraulische Federung, die dem Kompaktwagen einen Fahrkomfort verleiht, wie wir ihn bei diesem Modell noch nie erlebt haben. Im Innenraum finden wir hochwertigere Materialien, voluminösere Sitze und eine auf dem neuesten Stand der Technik befindliche Ausstattung. Bei Top 10 Motor haben wir den neuen Citroën C4 Cactus mit dem PureTech-Benzinmotor mit 110 CV , der ab 15.800 € erhältlich ist, ausprobiert. Das sind unsere Eindrücke:
Designänderungen außen: mutig, aber eleganter

Der neue Citroën C4 Cactus hat ein umfassendes Facelift erhalten, das ihn zu einem verfeinerteren Auto als sein Vorgänger macht. Zunächst bietet der französische Kompaktwagen eine länger gestreckte Silhouette als zuvor, dank seiner 2 Zentimeter zusätzlicher Länge (4,17 Meter). Der neue C4 Cactus gehört weiterhin zum C-Segment, doch je nach Blickwinkel lassen sich Formen einer Limousine erkennen.

Eines der markantesten Merkmale dieses Modells sind seine berühmten Airbumps, also Schutzelemente an den Türen, die die Karosserie vor Beschädigungen bewahren. Beim Vorgängermodell befanden sich die Airbumps im mittleren Bereich der seitlichen Türen, während sie nun im unteren Bereich der Türen angebracht sind, was dem Profil des Autos eine verfeinerte Linie verleiht; besonders durch den roten Farbakzent der Airbumps beim neuen C4 Cactus. Auch an der Front finden sich rote Akzente an den Nebelscheinwerfern, während das Heck neue Lufteinlässe erhält und neue Scheinwerfer mit 3D-LED-Effekt.

Einer der großen Vorzüge dieses Modells ist seine hohe Individualisierbarkeit: Das Auto ist in 31 Farbkombinationen erhältlich, verschiedenen (9 Karosseriefarbtöne und 4 Farbpakete), und kann mit 16- oder 17-Zoll-Felgen bestellt werden.
Verbessertes Fahrwerk: außergewöhnlicher Fahrkomfort

Die vorherige Version des Citroën C4 Cactus bot eine im Vergleich zur Konkurrenz eher mäßige Fahrdynamik (Ford Focus, Seat Leon, Peugeot 308 …). Auch wenn dieses neue Modell in diesem Punkt noch keine Referenz ist, ist eine deutliche Verbesserung spürbar.
Eine der großen Neuerungen des neuen Citroën C4 Cactus ist die progressive hydraulische Federung der PSA-Gruppe. Die PHC-Dämpfung verfügt über zwei hydraulische Anschläge (einen für Ausfedern und einen für Einfedern), die die Bewegungen der Federung über den gesamten Federweg verlangsamen. Anders gesagt: Die Dämpfung des neuen Citroën C4 Cactus vermeidet viele unangenehme Nachschwingungen und bietet einen höheren Fahrkomfort als eine herkömmliche Federung. In diesem Bereich nähert sich der französische Kompaktwagen den Premium-Fahrzeugen seines Segments an. Schlaglöcher meistert dieses Auto mit außergewöhnlicher Leichtigkeit, während Unebenheiten der Fahrbahn von der Federung außergewöhnlich gut abgefedert werden.

Auf der Gegenseite steht, dass der neue Citroën C4 Cactus kein Auto ist, das bei dynamischer Fahrweise glänzt, auch wenn er sich gegenüber seinem Vorgänger verbessert hat. Die PHC-Federung ist weich abgestimmt, was bei anspruchsvollen Kurven gewisse Karosseriewankungen zulässt. Auch die Lenkung ist recht stark unterstützt. Das soll nicht heißen, dass dies schlecht ist, sondern nur, dass das Fahrwerk stärker auf komfortables Fahren ausgelegt ist.
Motorenpalette: Effizienz und Laufruhe
Wir haben den PureTech-Motor mit 110 CV mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe gefahren und können bestätigen, dass es sich um einen der effizientesten Antriebe der Palette handelt. Die Rede ist von einem Dreizylinder-Benzinmotor mit 1,2 Litern Hubraum, der 110 CV Leistung entwickelt. Besonders überrascht hat uns seine Laufruhe bei der Leistungsabgabe und sein gutes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen. Der offizielle Verbrauch liegt bei 4,7 Litern/100 km, und obwohl er nicht weit vom Durchschnitt entfernt ist, den wir im Alltag erreicht haben (5,5 – 6 Liter auf hundert Kilometer), ist zu berücksichtigen, dass der Verbrauch je nach Fahrweise stark schwanken kann. Bei einer entspannten Fahrweise belohnt uns der Antrieb mit Verbräuchen unter sechs Litern, doch wer das Gaspedal zu oft durchtritt, erlebt das Gegenteil: Verbräuche von bis zu 10 Litern. In diesem Sinne ist dieser Dreizylinder wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde … man sollte das Biest nicht unnötig herauslassen (verzeiht meinen billigen Humor =).

Das Sechsgang-Automatikgetriebe EAT6 arbeitet sehr sanft. Die Gangwechsel verlaufen fließend und tragen zum guten Fahrkomfort des Fahrzeugs bei.
Die Benzinmotorenpalette des neuen Citroën C4 Cactus wird durch einen Puretech mit 130 CV und einen Saugmotor mit 80 CV ergänzt. Bei der Dieselpalette bietet der C4 Cactus zwei Blue-HDi-Motoren mit 100 und 120 CV.
Innenraum: bessere Verarbeitung und sehr gute Dämmung

Im Innenraum finden sich hochwertigere Materialien, etwa das Piano-Black-Kunststoffelement am Armaturenbrett, ein neu gestaltetes Lenkrad und vor allem bequemere Sitze als in der Vorgängerversion. Die Advanced-Comfort-Sitze sind weicher gepolstert (die Dämpfungsschicht wurde von 2 auf 15 mm vergrößert) und bieten eine größere Sitzfläche, als man es in einem Kompaktwagen gewohnt ist.

Hervorzuheben ist außerdem die gute Platzverhältnisse auf den Rücksitzen, hier bietet der Citroën C4 Cactus mehr als seine Konkurrenten im C-Segment. Der Kofferraum bietet weiterhin eine Kapazität von 358 Litern, die sich bei umgeklappten Rücksitzen auf 1.170 Liter erweitern.

Einer der Punkte, bei denen dieser Citroën C4 Cactus gegenüber seinem Vorgänger am deutlichsten zugelegt hat, ist die gute Geräuschdämmung der Kabine. Citroën hat hier gute Arbeit geleistet: Im Innenraum sind kaum noch Außengeräusche zu hören (Abrollgeräusche, Motor, Aerodynamik …).
Das Neueste in Sachen Konnektivität und 12 Fahrassistenzsysteme
Der Citroën C4 Cactus ist technisch auf dem neuesten Stand. Das Auto ist mit drei Konnektivitätsstufen erhältlich: Connect Box, Connect NAV und Mirror Screen. Alle sind mit Android Auto und Apple CarPlay kompatibel, und die beiden letzten verfügen über ein Infotainmentsystem mit einem sehr intuitiven 7-Zoll-Touchscreen. Kurioserweise lässt sich das Bedienfeld für Klimaanlage und Heizung nur über den Touchscreen bedienen, was im Vergleich zu den klassischen Tasten auf der Mittelkonsole oder dem Armaturenbrett etwas umständlich ist.
Das Kombiinstrument ist komplett digital, und das Auto verfügt über bis zu 12 Fahrassistenzsysteme. Zu den wichtigsten zählen: Warnung bei unbeabsichtigtem Spurwechsel, die Rückfahrkamera und das System Grip Control. Alle Fahrassistenten lassen sich über das Infotainmentsystem einfach deaktivieren.
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