Clubman MINI Kompaktwagen Tests
Test MINI Clubman Cooper, mit maximaler Ressourcennutzung
Der MINI Clubman wurde komplett überarbeitet. Wir nehmen ihn in unseren Testbereich auf, in der Benzinversion Cooper mit 136 PS.

Diese Woche haben wir im Testbereich von Highmotor ein originelles Angebot eines originellen Herstellers zu Gast.
Ja, wir sprechen von MINI und einem seiner besonderen Modelle, dem Clubman in der Version Cooper, angetrieben von einem Benzinmotor mit 136 PS.
Originelles Außendesign mit Persönlichkeit
Der Clubman der zweiten Generation bewahrt im Großen und Ganzen die Persönlichkeit und die charakteristischen Merkmale der ersten Generation. Die Front des Clubman ist typisch MINI, mit allen Elementen, die den Ausdruck jedes Modells der britischen Marke prägen.
Die Front wird von einem großzügig dimensionierten Kühlergrill dominiert, der von einer verchromten Zierleiste eingefasst ist und von einem schmalen, länglichen Lufteinlass begleitet wird. Die Hauptscheinwerfer, die bei diesem Fahrzeug über LED-Technik verfügen, sitzen wieder höher an der Front, fast auf Höhe der „Schultern“ der Radhäuser. Die Nebelscheinwerfer befinden sich an den Außenkanten und betonen so den Eindruck der Breite.

Der Clubman verleugnet seine MINI-Wurzeln nicht
Die Seitenlinie des Clubman folgt den typischen MINI-Linien, mit einer ziemlich senkrechten A-Säule, die sowohl mit den Kotflügeln als auch mit dem Dach einen sehr scharfen Winkel bildet. Die Außenspiegel sind an der Tür befestigt und in glänzendem Schwarz gehalten, ebenso wie die Säulen, wodurch ein Eindruck eines „schwebenden Dachs“ entsteht.
Die Radhäuser sind mit strukturierten schwarzen Zierleisten eingefasst, die perfekt zu den mehrspeichigen 17-Zoll-Leichtmetallfelgen unseres Testwagens passen, die in glänzendem Schwarz ausgeführt sind. Auffällig ist die „Kieme“ im unteren Bereich der vorderen Radhäuser, die einen sehr attraktiven Eindruck von „Muskelkraft“ vermittelt.
Das Heck ist wohl der umstrittenste und eigenständigste Teil des Gesamtbildes, vor allem bei dieser zweiten Generation, nachdem sie ihr Türkonzept aufgegeben hat und sich auf ein herkömmliches System mit vier konventionell öffnenden Türen stützt. Am Heck bleibt jedoch das geteilte Öffnungssystem im Stil eines Lieferwagens erhalten.

Die Rückleuchten haben ihre alte Position an den Seiten verlassen und sitzen nun in den Heckklappen, waagerecht statt senkrecht. Wir haben weiterhin zwei kleine Scheibenwischer und ein Öffnungssystem, das zwar originell ist, aber nicht besonders praktisch ist. Es handelt sich um ein stark unterstütztes System: Man muss nur die Griffe betätigen, damit sich die Klappe vollständig öffnet.
Im unteren Bereich finden wir eine Stoßstange, die wieder mit einer unlackierten schwarzen Kante abschließt, in die das Kennzeichen integriert ist, sowie kleine Zusatzleuchten, die anzeigen, wenn die Heckklappen geöffnet sind. Auch der typische runde Auspuff mit verchromter Endblende fehlt nicht.
Innenraumdesign, sehr MINI und überraschend geräumig
Allein beim Anblick der Karosserie möchte man sofort in den MINI einsteigen. Schon beim Öffnen der Tür merkt man, dass man in einem Innenraum steht, der sowohl perfekt zum Außendesign des Autos passt als auch zum Konzept jedes Modells der Marke, und dabei eine sehr originelle Note bewahrt.

Die Verarbeitungsqualität hat stark zugelegt
Was die jüngste Modellgeneration von MINI auszeichnet, ist die deutlich verbesserte Verarbeitungsqualität des Innenraums, die bis dahin für den Preis dieser Modelle eine sehr geringe wahrgenommene Qualität aufwies. Dies hat sich mit den neuesten Modellen der Marke grundlegend geändert, die nun endlich eine Verarbeitungsqualität bieten, die den Anforderungen gerecht wird.
Das Design ist zu 100 % MINI, mit einer großen Rundinstrumentenoptik als zentralem Element des gesamten Armaturenbretts. Bei diesen neuen MINI wurde die Instrumentierung hinter das Lenkrad verlegt, wo sie sich zusammen mit der Lenksäule mitbewegt, sodass eine korrekte Sicht unabhängig von der Höheneinstellung des Lenkrads gewährleistet bleibt.

Die verwendeten Materialien für die Innenverkleidung fühlen sich im Allgemeinen sehr angenehm an. Der obere Bereich von Türen und Armaturenbrett ist mit weichen Kunststoffen gepolstert, während für die weniger sichtbaren Teile harte Kunststoffe verwendet werden, die jedoch in jedem Fall gut zusammenpassen.
Der Innenraum jedes MINI zeichnet sich durch zahlreiche Zierleisten aus, und der Clubman bildet darin keine Ausnahme. Das hat einen positiven Aspekt, da es das optische Erscheinungsbild des Innenraums in der Regel stark aufwertet. Sind diese Leisten jedoch nicht perfekt eingepasst, werden sie zu einer ständigen Quelle von Geräuschen und Klappergeräuschen.
In diesem Fall sind alle Leisten, sowohl am Armaturenbrett als auch an den Türen, gut in ihrer Struktur befestigt. Auch andere „Markenzeichen“ fehlen nicht, etwa die wippenförmigen Schalter oder die runden Türgriffe. Ein weiteres Markenzeichen moderner MINI ist die Ambientebeleuchtung, die immer häufiger zum Einsatz kommt. Im Clubman gibt es sogar hinterleuchtete Zierleisten, die eine optisch sehr ansprechende Atmosphäre schaffen.

Der Innenraum des Clubman ist für einen MINI tatsächlich erstaunlich geräumig, denn vier Erwachsene finden in der Kabine bequem Platz, sowohl in der ersten als auch in der zweiten Sitzreihe, dank großzügiger Kopf- und Beinfreiheit.
Der Kofferraum des Clubman fasst 360 Liter, hat eine ziemlich regelmäßige und gut nutzbare Form und bietet zusätzlich Ablagen sowohl an den Seiten als auch in den Innenseiten der beiden Türen. Der Boden verfügt außerdem über einen doppelten Boden, ideal für kleinere Gegenstände, die man nicht sichtbar lassen möchte.

Fahrdynamik, Go-Kart-Feeling
Der MINI Clubman verlangt nach Kurven. Das ist eine Tatsache: Man muss nur den Motor starten und ein paar Meter fahren, um festzustellen, dass der Fahrgeist der Marke in dieser originellen Variante praktisch unverändert erhalten geblieben ist.
Die zweite Generation des Clubman von MINI basiert auf der Plattform UKL2, dieselbe, die Modelle wie der MINI Countryman, der BMW 2er Active Tourer oder der BMW X1 verwenden. Diese Plattform unterscheidet sich von der UKL1, die bei den MINI-Hatchbacks mit drei und fünf Türen sowie beim MINI Cabrio zum Einsatz kommt.

Ohne so wendig wie ein MINI mit drei Türen zu sein, bietet der Clubman ein sehr angenehmes Fahrgefühl
Das Fahrwerk des Clubman bewahrt die Qualitäten aller Mitglieder der MINI-Familie, mit einer lobenswerten Steifigkeit, die sich in einer Federung aus McPherson-Federbein an der Vorderachse und einer unabhängigen Mehrlenker-Hinterachse niederschlägt.
Mechanisch war die aktuelle Generation der MINI-Familie die erste, die in der Geschichte des Modells einen Dreizylindermotor aufnahm. In diesem Fall verfügt unser Fahrzeug über einen 1,5-Liter-Dreizylindermotor mit 136 PS, der bei allen Cooper-Benzinern identisch ist, unabhängig davon, für welchen MINI man sich entscheidet. Dieselbe Antriebseinheit findet man auch in verschiedenen Modellen von BMW, vom 1er bis zum i8.
Er leistet die genannten 136 PS bei 4.400 U/min, mit einem maximalen Drehmoment von 220 Nm bei 2.500 U/min, und ist in unserem Fall mit einem manuellen 6-Gang-Getriebe gekoppelt. Er beschleunigt in 9,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h. Durch das höhere Gewicht verliert der Clubman etwas an Spritzigkeit gegenüber dem traditionellen MINI, die gemessenen Werte reichen aber allemal aus, um sich mit völliger Agilität fortzubewegen.

Unterwegs fühlt sich der MINI Clubman wirklich gut an. Der größere Radstand, der bei diesem Modell 2,67 Meter beträgt, zusammen mit den breiteren Abmessungen führt dazu, dass der Clubman weniger direkt reagiert als ein MINI mit drei Türen, aber die angeborene Agilität bewahrt, die alle Modelle der Marke auszeichnet.
Hervorzuheben ist das System der Fahrmodi namens MINI Driving Modes, das drei verschiedene Abstufungen der Einstellung -Green, Mid und Sport- ermöglicht, und zwar sowohl für die Lenkunterstützung als auch für das Verhalten des Gaspedals und, sofern ausgestattet, für das adaptive Fahrwerk.
Der kleine Motor klingt angenehm und überträgt kaum Vibrationen in den Innenraum. Das Schaltgetriebe, das sich sehr direkt anfühlt, verfügt außerdem über ein Assistenzsystem, das die Motordrehzahl automatisch an die gewählte Geschwindigkeit anpasst, wodurch Ruckeln vermieden wird, das vor allem beim Herunterschalten auftritt. Dieses System funktioniert gut, solange man das Schalten nicht zu schnell ausführt.

Das dynamische Verhalten des MINI Clubman passt perfekt zu seinem Konzept, denn er bietet auf langen Fahrten einen guten Komfort, und bringt einen zum Lächeln, wenn sich die Straße windet, sodass man mit Lenkrad und Pedalen spielen und Kurven mit absoluter Präzision anfahren kann. Einzig eine in bestimmten Situationen übermäßig straffe Dämpfung kostet ihm Punkte.
Die Verbrauchswerte des Clubman sind unserer Ansicht nach ziemlich moderat. Homologiert sind 6,2 Liter/100 km im Stadtzyklus, 4,4 Liter/100 km im außerstädtischen Zyklus und 5,1 Liter/100 km im Mischzyklus; diese Werte sind zwar nicht real, geben aber eine Vorstellung davon, wozu dieser Motor fähig ist. In der Stadt wird man etwa 7,5 Liter brauchen, während man auf der Landstraße kaum unter 6 Liter kommen wird, was einen Durchschnittsverbrauch ergibt, der 7 Liter kaum übersteigen dürfte, sofern man nicht viel in der Stadt fährt.

Angebot und Varianten: Was kostet das Fahrzeug, das Sie sehen?
Der MINI Clubman hat einen Einstiegspreis von 24.500 Euro, für die Version One mit 102 PS. Die Dieselmotorisierungen beginnen bei 25.500 Euro, dem Preis für den One D mit 116 PS. Wer sich für die Cooper-Varianten entscheidet, zahlt ab 26.950 Euro mit Benzinmotor und ab 29.150 Euro mit einem 143-PS-Diesel.
Die stärksten Versionen sind der Cooper S (30.650 Euro mit Benziner) und der Cooper SD mit einem Preis von 32.700 Euro. Wer noch mehr möchte, kann den Clubman John Cooper Works wählen, der mit 231 PS ab 38.000 Euro erhältlich ist, inklusive Steuern, aber ohne jeglichen Rabatt.

Unser Testwagen beginnt bei 26.950 Euro, verfügt aber über eine großzügige Dosis zusätzlicher Ausstattung, etwa die Lackierung Pepper White, die Ledersitze, die Rückfahrkamera samt Parkdistanzkontrolle hinten, das Head-Up-Display oder das GPS-Navigationssystem. Das Ergebnis: Wenn man bei der Ausstattungsliste auch nur ein wenig großzügig ist, steigt der Preis unseres MINI rasant und übersteigt leicht die Marke von 36.000 Euro.
Hinweis: Aufgrund eines technischen Problems stammen die meisten Fotos, die den Test illustrieren, aus dem PressClub von BMW. Wir bitten dafür um Entschuldigung.
Deja un comentario


Peugeot E-208 GTi: ein Spielzeug mit Akku, das den Geist der Sportwagen der Achtzigerjahre wiederbelebt
Neuer Lexus ES: Luxus wächst und wird elektrisch
Erster Kontakt mit dem Dacia Sandero Hybrid 155: Leistung und Effizienz ab 19.890 Euro