Volkswagen interessiert sich dafür, einen Anteil an Proton zu kaufen, und... von Lotus

Fernando Alvarez     25 July 2012     2 min.
Volkswagen interessiert sich dafür, einen Anteil an Proton zu kaufen, und... von Lotus

Volkswagen ist daran interessiert, die malaysische Marke Proton ganz oder teilweise zu erwerben. Proton gehört DRB-HICOM, das die Kontrolle über Lotus hat.

Bei all dem Gerede und Gezanke, das in letzter Zeit um Lotus kreist, mischt sich nun auch Volkswagen wenn auch auf indirektem Wege ein. Die deutsche Marke möchte im asiatischen Markt stärker Fuß fassen, und offenbar wird zunächst eine Minderheitsbeteiligung an Proton erwerben, dem Unternehmen, das derzeit Eigentümer der legendären Lotus ist.

Volkswagen ist in Malaysia präsent, verfügt dort aber nicht über eigene Werke und muss daher auf Proton zurückgreifen, um produzieren zu können. Derzeit besteht eine Art Joint Venture mit DRB-HICOM zur Fertigung des Passat in diesem Land; künftig sollen dort auch der Polo und der Jetta hinzukommen.

Für alle, die sich noch fragen, warum Volkswagen so großes Interesse an Malaysia und den südostasiatischen Märkten hat, liegt die Antwort auf der Hand: Der Konzern hat im vergangenen Jahr fast 20 % seiner Fahrzeuge in den asiatischen Märkten verkauft und plant, künftig noch mehr abzusetzen. Außerdem dürfte ein weiterer Grund die endgültige Entscheidung beeinflussen: Lotus.

Der Kauf von Proton geht Hand in Hand mit einem anderen, nicht minder interessanten Vorhaben: der Übernahme von Lotus. Wer würde sich nicht wünschen, Lotus auf seiner Seite zu haben und einen gewissen Einfluss auf immerhin ein Formel-1-Team zu besitzen?

Vorerst warten wir ab, bis Volkswagen erneut ein Angebot für Proton abgibt, wie bereits in der Vergangenheit, allerdings mit negativem Ergebnis. Es ist möglich, dass die Deutschen die gesamte Marke kaufen möchten, obwohl ich mir vorstellen kann, dass sie es vorziehen, sich die Komplikationen zu ersparen, eine Marke, die der Regierung Malaysias gehört, mit einem Schlag zu erwerben, und stattdessen nur teilweise einsteigen werden. Allerdings befürchte ich, dass der Verlauf und Ausgang des Erwerbs von Proton durch Volkswagen ein Schauspiel sein wird, das man sich ansehen sollte.

Quelle | Reuters

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