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Chevrolet Volt, Präsentation und Testfahrt in der Schweiz

Eine weitere Neuheit, die wir bei der Präsentation in der Schweiz testen konnten, war der Chevrolet Volt, ein Elektrofahrzeug mit erweiterter Reichweite, das in unserem Land bereits ab 41.950 Euro erhältlich ist (wovon noch die staatliche Förderung von 4.000 Euro abzuziehen ist).
Wenn wir von einem Elektrofahrzeug mit erweiterter Reichweite sprechen, bedeutet das, dass es sich nicht um ein reines Elektroauto handelt, denn der Chevrolet Volt verfügt über drei Motoren, zwei Elektromotoren und einen Benzinmotor. Der Benzinmotor sorgt im Großen und Ganzen dafür, die Batterien aufzuladen, wenn diese sich entladen.
Elektrofahrzeug mit erweiterter Reichweite, einige Daten zum Chevrolet Volt

Wenn wir über den Volt sprechen, müssen wir zuallererst erklären, um was für ein Fahrzeug es sich handelt und wie es funktioniert. Wie ich eingangs bereits erwähnte, handelt es sich um ein Elektrofahrzeug mit einem 1,4-Liter-Benzinmotor, der die Batterien auflädt und in manchen Fällen auch den Volt antreibt.
Mit vollständig geladenen Batterien erreichen wir eine Reichweite von etwa 40-80 km, sobald diese aufgebraucht sind, springt der Benzinmotor an, um sie wieder aufzuladen, sodass wir eine Gesamtreichweite von bis zu 500 km erzielen. Naturgemäß lohnt sich das vor allem auf kurzen Strecken, denn je mehr Kilometer man zurücklegt, desto höher ist der Verbrauch, da der Benzinmotor länger läuft.
Zum Laden der Batterien benötigen wir eine Haushaltssteckdose, und nach 3-4 Stunden sind sie voll. Außerdem können wir den Ladevorgang programmieren für eine bestimmte Uhrzeit, das heißt, wir parken das Auto in der Garage und stellen es so ein, dass es nachts lädt und nicht schon früher.

Dank dieses Systems haben wir ein weniger eingeschränktes Auto als reine Elektrofahrzeuge mit recht interessanten Leistungsdaten. Ein Beispiel ist die Leistung: Der Volt leistet 150 PS. Er hat Vorderradantrieb mit 370 Nm Drehmoment (vergleichbar mit einem 150-PS-Diesel). Da es sich aber um ein Elektrofahrzeug handelt, steht das Drehmoment sofort zur Verfügung, vom Moment, in dem wir das Gaspedal treten, bis zum Stillstand, und es bleibt dabei konstant.
Anders als bei kleinen Elektroautos reicht die Höchstgeschwindigkeit schließlich mehr als aus, um auf Autobahnen zu fahren, denn sie beträgt 161 km/h.
Außen- und Innengestaltung: genügend Platz für vier Erwachsene

Das Design des Chevrolet Volt ist in der Basis einer konventionellen Limousine§h42% oder einer Mittelklasse-Limousine ähnlich. Außen besitzt er eine eigenwillige Gestaltung, die vor allem durch seine zweifarbige Lackierung mit glänzend schwarzen Partien und seine im Vergleich zu einer konventionellen Limousine aerodynamischeren Linien geprägt ist.
Die Scheinwerfer des Wagens nutzen LED-Technik für das Tagfahrlicht, die Blinker in den Außenspiegeln und die Nebelscheinwerfer, während Xenon-Scheinwerfer das Gesamtbild vervollständigen.

Die Rückleuchten sind ebenfalls LED, mit einem Spoiler für maximale Aerodynamik und 17-Zoll-Felgen, die serienmäßig mit rollwiderstandsarmen Reifen ausgestattet sind. Insgesamt hat das Außendesign einen futuristischen und avantgardistischen Charakter.
Im Innenraum finden wir eine Mittelkonsole in Weiß und das 7-Zoll-Display der Instrumententafel, das die traditionellen Zeiger ersetzt. Gleichzeitig befindet sich auf der Mittelkonsole der Bildschirm für Navigation und Computer, der das Gesamtbild abrundet.

Auch im Innenraum finden wir ein avantgardistisches Design, etwa bei den Schaltknauf oder den Touch-Tasten, die über die Mittelkonsole verteilt sind. Die LED-Leuchten finden sich auch wieder bei der Innenraum- und Kofferraumbeleuchtung.
Die Materialqualität wird erneut durch den übermäßigen Einsatz harter Kunststoffe getrübt, doch insgesamt und abgesehen von einigen Ausnahmen sind die Verarbeitung korrekt und auch die optische Qualität (vor allem der Mittelkonsole) in Ordnung.
Es handelt sich um ein Fahrzeug für vier Insassen, die vorderen Sitze sind bequem und geräumig, im Fond ist der Kopfraum jedoch etwas eingeschränkt und nur für Personen unter 1,75 Meter Körpergröße wirklich komfortabel; ansonsten ist der Platz sehr knapp.
Fahreindrücke

Nach dem Blick auf das Auto, sein Design und den Innenraum ist es nun an der Zeit, uns ans Steuer des Chevrolet Volt zu setzen. Mit vollständig geladenen Batterien starten wir auf einer Strecke von etwa 90 km.
Gleich beim Anfahren fällt die Stille auf, wir bewegen uns rein elektrisch, und die Ruhe und Kraft sind beeindruckend, denn trotz des Elektroantriebs spürt man das Drehmoment von 370 Nm. Das Erste, was sich im Vergleich zu einem konventionellen Fahrzeug ändert, ist die Instrumententafel mit ihrem 7-Zoll-Display: Dort sehen wir die Geschwindigkeit, den Batterieladestand und die Reichweite in Kilometern, die Gesamtreichweite inklusive Benzin sowie eine kleine Kugel, die unser Effizienzniveau anzeigt.

Solange sich die Kugel im mittleren Bereich befindet, fahren wir sanft: Wir beschleunigen nicht ruckartig und bremsen nicht abrupt, das heißt, wir nutzen die maximale Effizienz. Beschleunigen wir stark, steigt die Kugel; verhalten wir uns umgekehrt, sinkt sie.
Ein weiteres Detail, an das man sich gewöhnen muss, ist der Schalthebel. Er ist automatisch, hat aber eine Besonderheit gegenüber normalen Autos: den LOW-Modus. Das ist ein spezieller Modus, der das Fahrzeug wie eine Motorbremse verzögert und die Batterien intensiver auflädt.
Weitere Besonderheiten des Volt sind seine verschiedenen Fahrmodi: Normal, Sport, Berg und Hold. Die ersten beiden stehen für normales oder sportlicheres Fahren und reagieren schneller auf unsere Befehle, während der Bergmodus den Energieverbrauch beim Befahren von Bergpässen, steilen Steigungen oder Gefällen optimiert.

Interessant ist schließlich der Hold-Modus, der für die Fahrt in die Stadt gedacht ist, wenn wir die Batterien vollständig geladen halten möchten. Dabei laufen während der Fahrt alle drei Motoren, um das Auto anzutreiben und gleichzeitig die Batterien zu laden.
Was das Fahrverhalten betrifft, ist es ein komfortables, leises Auto mit ausreichender Reaktion sowohl im Elektro- als auch im kombinierten Modus, sodass man entspannt überholen kann.
Nach knapp 60 km rein elektrisch und mit normaler Fahrweise, ohne besonders sparsam zu fahren, war die Batterie leer, und der Verbrennungsmotor sprang an. Über den zentralen Touchscreen erhalten wir sehr interessante Grafiken, die zeigen, wie viele Kilometer wir elektrisch oder mit Benzin zurückgelegt haben, den Verbrauch, die Energieverteilung usw.

Doch selbst im kombinierten Betrieb betrug der Durchschnittsverbrauch nach 90 km nur 2,2 Liter auf 100 km. Die Wirtschaftlichkeit ist auf etwa 100 km hoch, denn der Verbrauch liegt bei gerade einmal zwei Litern. Natürlich steigt der Verbrauch mit der Distanz, aber auf Strecken um die 100 km ist er praktisch null, und unter 90 km fährt man fast immer rein elektrisch.
Ist er nun sparsam oder nicht?
Das hängt von der Strecke ab. Bei Stadtfahrten oder Fahrten im Umland bis etwa 90 km ist die Ersparnis erheblich (man kann sogar vollständig elektrisch fahren). Bei längeren Strecken hängt es davon ab, wie viel länger, aber solange man nicht mehr als 150-200 km fährt, spart man wahrscheinlich immer noch ordentlich. Dafür hat man ein Auto für alles: Wenn wir in den Urlaub fahren oder einen Wochenendausflug machen wollen, müssen wir keine Angst haben, eine Steckdose suchen zu müssen oder mit leerer Batterie am Straßenrand zu stehen, denn mit Benzin ist das Problem gelöst.

Insgesamt fand ich ihn interessant, denn er passt sich letztlich den Bedürfnissen an: Weil er elektrisch fährt, ist er nicht an eine bestimmte Kilometerzahl gebunden, und wir können die Städte mit völliger Gelassenheit verlassen. Der einzige Haken ist der Preis, der zu hoch ist.
Abschließend zur Ausstattung: Serienmäßig sind Lederpolster, das Premium-Soundsystem von Bose, eine Klimaanlage, Xenonlicht und weitere Elemente an Bord. Optional bleiben vor allem das Navigationssystem, die Rückfahrkamera und die Alarmanlage.
Fotos | Diego G. Moreira
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