MG HS vs Omoda 5: Duell der kompakten SUVs mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Iván Navarro     29 August 2026     5 min.
MG HS vs Omoda 5: Duell der kompakten SUVs mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis

Wir vergleichen den MG HS PHEV und den Omoda 5 Elektro, zwei chinesische Kompakt-SUVs, die das Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem spanischen Markt neu definieren. Technische Daten, Alltagstauglichkeit und redaktionelles Fazit.

Es gibt Vergleiche, die sich mit ein paar Zahlen entscheiden lassen. Dieser gehört nicht dazu. Der MG HS vs Omoda 5 ist nach unserer Einschätzung eines der interessantesten Duelle, das der chinesische Vorstoß in Spanien hervorgebracht hat: zwei Kompakt-SUVs mit sehr nahen Preisen und gegensätzlichen Philosophien. Der eine setzt auf den Plug-in-Hybrid mit dem Anspruch, alles abzudecken. Der andere geht direkt zum reinen Elektroantrieb, ohne Ausreden. Und beide bewegen sich um einen Betrag, der für ihre Ausstattungsstufe vor kaum drei Jahren noch unvorstellbar schien.

Ein Hinweis vorab: Die Preise, die Sie im Folgenden sehen, sind vom Hersteller empfohlene Richtpreise (UVP) ohne Händlerrabatte, Sonderaktionen oder Zuschüsse aus dem Plan Auto+. Verstehen Sie sie als Orientierung.

Warum dieser Vergleich für den spanischen Markt wichtig ist

Das kompakte SUV-C-Segment ist das umkämpfteste des Landes. Und genau hier haben die chinesischen Marken am stärksten zugeschlagen. MG und Omoda sind keine Einzelfälle: Sie sind die Speerspitze einer Offensive, die die europäischen Volumenhersteller zum Handeln gezwungen hat. Interessant ist, dass sie nicht um dasselbe konkurrieren. Der HS als Plug-in bietet urbane elektrische Reichweite und einen thermischen Rückhalt für Langstrecken. Der Omoda 5 setzt in seiner 61-kWh-Version voll auf den Elektroantrieb. Die Wahl zwischen beiden ist keine Frage der Marke. Es ist eine Frage des Alltags.

Mg Hs 2024

MG HS PHEV — ab ≈37.300 €

Der neue HS ist ein knapp 4,7 Meter langes Kompakt-SUV, das in seiner Version PHEV 1.5T 339 Comfort für seinen Preis eine beachtliche Gesamtleistung bietet. Auf dem Papier sprechen die Zahlen für sich: 272 PS kombiniert und eine elektrische Reichweite von knapp 100 km nach WLTP dank eines 21,4-kWh-Akkus. Für viele Nutzer bedeutet das, die ganze Woche zur Arbeit und zurück fahren zu können, ohne einen Tropfen Benzin zu verbrauchen.

Dennoch sollte man differenzieren. Der homologierte Verbrauch von 0,5 l/100 km ist der typische Laborwert des PHEV-Zyklus. In der Praxis verbraucht der HS bei leerem Akku und auf der Autobahn wie jeder Turbo-Benziner seiner Größe. Seine Stärke liegt im Mischbetrieb: zu Hause laden, täglich elektrisch fahren und für Reisen den Verbrennungsmotor als Rückhalt nutzen.

Leistung kW Leistung PS Höchstgeschw. Reichweite Verbrauch Plakette Kraftstoff
200 kW 272 PS 200 km/h ≈100 km elektrisch ≈0,5 l/100 km 0 Emissionen PHEV (Benzin + Netzstrom)

Omoda E5

Omoda 5 Elektro 61 kWh — ab 34.900 €

Der Omoda 5 spielt konzeptionell in einer anderen Liga. Er ist ein reines Elektrofahrzeug mit einem 61-kWh-Akku, der rund 430 km nach WLTP homologiert ist, und einem Motor mit 155 kW (211 PS). Sein Angebot ist klar: null Emissionen, Plakette 0 ohne Wenn und Aber und eine Reichweite, die für 90 % der Nutzer ausreicht, die nicht mehr als 300 km am Tag fahren.

Das Außendesign mit dem rautenförmigen Kühlergrill und dem markanten Heck gehört zu den mutigsten im Segment. Im Innenraum dominieren zwei 12,3-Zoll-Bildschirme das Armaturenbrett. Die wahrgenommene Qualität liegt eine Stufe über dem, was man bei einem Auto dieser Preisklasse erwartet, auch wenn die Software noch Verbesserungspotenzial hat. Der Übergang vom Verbrenner zum Elektroantrieb ist eben auch daran zu spüren, wie das Multimediasystem reagiert.

Leistung kW Leistung PS Höchstgeschw. Reichweite Verbrauch Plakette Kraftstoff
155 kW 211 PS 172 km/h ≈430 km WLTP 15,9 kWh/100 km 0 Emissionen Elektro

Design, Platzangebot und wahrgenommene Qualität

Beide sind rund 4,4 bis 4,7 Meter lang und bieten großzügige Innenräume. Der HS punktet beim Kofferraumvolumen und beim Raumgefühl hinten: Er ist schlicht größer. Der Omoda 5 wirkt mit seiner kompakteren Form und der coupéartigen Linie optisch raffinierter. Bei den Materialien herrscht technisches Gleichgewicht: Beide haben den Sprung geschafft, den ihre Vorgänger nicht ganz hinbekamen. Wer jedoch feinste Premium-Details sucht, für den bleibt der Volvo EX40 die Referenz, allerdings in einer anderen Preisklasse.

Fahrdynamik und Verhalten auf der Straße

Der HS PHEV tritt kraftvoll auf. Mit 272 PS kombiniert beschleunigt er souverän, auch wenn das Schaltgefühl nicht immer überzeugt. Der Omoda 5 sucht keine Show: Er liefert seine 211 PS mit der für Elektroautos typischen Sanftheit, und in der Stadt macht er Freude. Auf der Autobahn hält der HS höheren Tempi besser stand. Der Omoda verlangt oberhalb von 120 km/h Zurückhaltung, wenn man nicht zusehen will, wie die Reichweite schwindet.

Alltag: Welcher Fahrer passt zu welchem Modell?

Hier liegt der Schlüssel. Wenn Sie häufig weite Strecken fahren, keine einfache Lademöglichkeit haben und mehr als 25.000 km im Jahr zurücklegen, ist der HS PHEV die naheliegende Antwort. Wenn Sie in der Stadt leben, einen Ladepunkt haben und Ihre Fahrten eher punktuell sind, wird der Omoda 5 deutlich günstiger im Unterhalt sein. Die Entscheidung hängt von Ihrer Realität ab, nicht von der des Autos.

Vergleichstabelle und redaktionelle Bewertung

§h153MGh154§

§h167MGh168§

Modell Leistung Reichweite Preis ab Plakette Highmotor-Bewertung
MG HS PHEV 272 PS ≈100 km elektrisch + Benzin ≈37.300 € 8,4 / 10
Omoda 5 61 kWh 211 PS ≈430 km WLTP 34.900 € 8,2 / 10

Omoda 5 Ev (3)

Fazit

Technisches Patt mit einer Nuance. Der MG HS ist vielseitiger, stärker und vielleicht der rationalere Kauf für alle, die noch nicht vollständig auf Elektro umsteigen wollen. Der Omoda 5 passt besser zur heutigen Logik von Stadt und täglicher urbaner Nutzung und hat ein Design, das besser altern wird. Keiner der beiden ist eine Fehlentscheidung. Falsch liegt nur, wer ohne Blick auf die jährliche Fahrleistung wählt.

Häufig gestellte Fragen

Welches hat das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis, MG HS oder Omoda 5?
Beide liegen mit rund 37.000 € sehr dicht beieinander. Der HS bietet mehr Leistung und die Vielseitigkeit eines Plug-in-Hybrids; der Omoda 5 ist konzeptionell sauberer, sofern eine heimische Lademöglichkeit vorhanden ist.

Kann der MG HS PHEV rein elektrisch fahren?
Ja, mit homologierten rund 100 km elektrischer Reichweite. Mit täglichem Laden deckt er Stadtfahrten ohne Kraftstoffverbrauch ab.

Welche reale Reichweite bietet der Omoda 5 Elektro?
Homologiert sind rund 430 km nach WLTP. Im realistischen Mischbetrieb sollten Sie je nach Geschwindigkeit und Wetter mit 320 bis 380 km rechnen.

Sind beide im Plan Auto+ förderfähig?
Da beide Fahrzeuge die Plakette 0 tragen, sind sie in der Regel für die Zuschüsse des Plan Auto+ infrage. Die aktuell gültige Höhe der Förderung entnehmen Sie bitte der offiziellen Website zum Zeitpunkt des Kaufs.

Technische Daten der Autos in diesem Artikel

GeländewagenMG HS8 Varianten · ab 30.340 €

Deja un comentario