Suzuki Swift Sport, Vorstellung und Testfahrt in Madrid

Diego G. Moreira     19 November 2011     5 min.
Suzuki Swift Sport, Vorstellung und Testfahrt in Madrid

Wir setzen uns ans Steuer des neuen Suzuki Swift Sport mit 136 PS und zahlreichen Neuerungen bei Fahrverhalten und Motor.

In diesem Jahr sind die Verkäufe des japanischen Herstellers Suzuki wie bei einem Großteil der Automobilindustrie von der Krise betroffen, und die Verkaufsprognosen werden immer pessimistischer. Dennoch bringt die Marke weiterhin neue Modelle auf den Markt, und der neue Suzuki Swift Sport gehört zu den wichtigsten.

Der neue Suzuki Swift Sport kommt mit einem überarbeiteten Design, vor allem aber mit einem deutlich verbesserten Fahrkomfort und Fahrverhalten. Zudem wurden Verbrauch und Emissionen gesenkt, während die Leistung auf 136 PS gesteigert wurde.

Hinzu kommt eine umfangreiche Serienausstattung, zu der unter anderem Xenon-Scheinwerfer und eine Klimaanlage gehören, zu einem wirklich attraktiven Einstiegspreis von 15.995 Euro (inklusive Aktionsrabatt).

Sportliches Außendesign und praktischer Innenraum

Innerhalb der Swift-Reihe ist dies das leistungsstärkste und sportlichste Modell, was sich deutlich am Außendesign zeigt. Von vorne fallen kaum Unterschiede zum Standardmodell auf, doch seitlich fallen sofort die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen (serienmäßig) und der Heckspoiler ins Auge.

Gerade am Heck, mit seinen zwei Auspuffendrohren und dem unteren Teil der Stoßstange, rundet sich das sportliche Bild des Suzuki Swift Sport ab.

Beim Blick in den Innenraum begrüßen einen beim Öffnen der Tür die Sportsitze mit dem Sport-Logo, die sich durch guten Seitenhalt und hohen Komfort auszeichnen. Rote Ziernähte am Lederlenkrad und am Schalthebel unterstreichen den sportlichen Charakter im Innenraum.

Die wahrgenommene Qualität ist in Ordnung, es gibt viel Kunststoff, der sich aber angenehm anfühlt und optisch überzeugt, die Verarbeitung ist sauber. Praktisch alles liegt zur Hand, und am Lenkrad befinden sich die Bedienelemente für Radio und Tempomat.

Im Innenraum fallen die zahlreichen Ablagemöglichkeiten auf, ein praktisches Detail für ein Modell dieser Art. Der Platz auf den vorderen Sitzen ist ausreichend, mit genug Kopffreiheit und insgesamt bequem. Am schlechtesten schneiden die Rücksitze ab: Die Beinfreiheit ist begrenzt, und auch die Kopffreiheit ist knapp. Wer größer als 1,75 Meter ist, sitzt dort recht beengt.

Zum Abschluss des Innenraums bleibt der Kofferraum mit etwa 211 Litern. Dort passen aber kaum zwei Reisetaschen hinein, da der Laderaum klein ist. Immerhin lassen sich die Rücksitze umklappen, allerdings ist die Ladefläche danach nicht eben.

Fahreindrücke

Bei der Probefahrt mit dem Suzuki Swift Sport konnten wir rund 70 km zurücklegen und das Auto sowie sein Verhalten im Norden von Madrid testen. Die Route ermöglichte zudem eine Erprobung des Kurvenverhaltens.

Das Erste, was am Swift Sport auffällt, ist sein sanftes Fahrverhalten. Gleich nach dem Start ist der 1.6-Liter-Motor mit 136 PS kaum zu hören, und das Auto verhält sich in der Stadt und auf dem Weg zur Autobahn geschmeidig.

Auf der Autobahn vermisse ich beim Beschleunigen etwas Leistung, und das Auto reagiert zwar progressiv, was aber normal ist, denn erst ab etwa 3.500 bis 4.000 U/min spürt man die Reaktion des Motors, der dann bis 6.000 U/min kraftvoll weiterzieht.

Zu den Zahlen: Der Motor liefert ein Drehmoment von 160 Nm und beschleunigt in 8,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 195 km/h, was für ein sportliches Modell dieser Klasse ordentliche Werte sind.

Bei einigen Fahrbahnunebenheiten zeigt sich die Federung, die straff und hart abgestimmt ist, aber vor allem in Kurven wirksam arbeitet und bei zügiger Fahrweise überzeugt. Der Swift Sport zeigt hier hervorragende Stabilität und Agilität.

Die Lenkung und das Schaltgefühl vervollständigen den sportlichen und präzisen Charakter des Swift, der ihn zu einem unterhaltsamen Auto macht, besonders in Kurven oder auf einer Bergstraße, und dank seiner Abmessungen eignet er sich auch gut für enge Stadtstraßen.

Beim Verbrauch hat man ebenso wie bei den Emissionen nachgebessert: Der homologierte Durchschnittsverbrauch liegt nun bei 6,4 Litern auf 100 km (mit CO2-Emissionen von 147 g/km).

Ausstattung und Preise

Der Suzuki Swift Sport kommt am 2. Januar 2012 auf den Markt, Vorbestellungen sind jedoch bereits möglich. Der Einstiegspreis liegt bei 17.495 Euro, doch davon wird ein Aktionsrabatt abgezogen, sodass der Preis schließlich bei 15.995 Euro liegt.

Zur Serienausstattung gehören unter anderem: sieben Airbags, ABS, Stabilitätskontrolle, Klimaanlage, Xenon-Scheinwerfer, Geschwindigkeitsregelung, Licht- und Regensensor, Nebelscheinwerfer, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Radio mit CD-MP3-Player, sechs Lautsprechern und USB-Anschluss sowie 17-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Insgesamt ist der Swift Sport ein sehr interessantes Auto, um aus der Eintönigkeit des Segments der Kleinwagen auszubrechen. Mit ihm macht das Fahren Spaß, und angesichts der umfangreichen Serienausstattung ist der Einstiegspreis sehr wettbewerbsfähig.

Fotos | Diego G. Moreira

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