Mitsubishi Space Star Tests Stadtwagen
Test des Mitsubishi Space Star, ein sehr städtischer Kleinwagen
Mit einem recht sympathischen Design, einem durchdacht gestalteten Innenraum und einer umfangreichen technischen Ausstattung positioniert sich der Space Star als eine der attraktivsten Optionen in seinem Segment

Einfach, vielseitig, komfortabel und technisch. Vier Eigenschaften, mit denen der kleine Mitsubishi Space Star aufwarten kann, ein Kleinwagen mit bescheidenen Abmessungen, der mit einem umfangreichen Ausstattungspaket zu einem durchaus fairen Preis den Einstieg in die Marke der drei Diamanten darstellt.
Seit der Überarbeitung Anfang 2021 bringt dieser Kleinwagen, der als idealer Begleiter für die Stadt konzipiert wurde, eine attraktive und jugendliche, zugleich aber zurückhaltende Optik mit, vor allem, wenn man ihn in der Farbe Gris Titanium konfiguriert, mit der unser Testwagen ausgestattet war.
Mit einer Länge von 3,85 Metern liegt der Space Star zwischen seinen Rivalen des A-Segments und auch denen des B-Segments, mit Abmessungen, die über denen des Kia Picanto oder des Hyundai i10 (Test) liegen, ähnlich wie beim Suzuki Swift (Test), und unter denen des Opel Corsa (Test) oder des Toyota Yaris.
Stil und Persönlichkeit
Was die Optik angeht, trägt der kleine Japaner die charakteristische Front “Dynamic Shield” von Mitsubishi, die mit einem großen Kühlergrill, verchromten Zierleisten, einem dezenten Frontspoiler und recht scharf geschnittenen Scheinwerfern, die jedoch auf Halogentechnik beschränkt sind, einen charaktervollen Blick verleiht.

Wenn wir um 90 Grad drehen, sehen wir eine Linienführung mit gewissem Van-Charakter, mit einem wenig abfallenden Dach, schlichten und klaren Linien sowie Leichtmetallfelgen in gebürstetem Aluminium und Schwarz, 15 Zoll bei der Ausstattungsvariante Kaiteki, die dem Gesamtbild zweifellos hervorragend steht.
Am Heck verfügt der Space Star über eine recht voluminöse hintere Stoßstange, LED-Rückleuchten und einen sportlichen Heckspoiler, der zusammen mit dem kleinen Diffusor jene jugendliche Note verleiht, die wir bereits erwähnt haben.

Der Innenraum des Mitsubishi Space Star
Sobald man im Innenraum des Mitsubishi Platz nimmt, fällt zwar der hohe Anteil harter Kunststoffe auf, doch der Eindruck ist gut: saubere Verarbeitung, keinerlei Knarzen und eine schlichte, aber ordentliche Optik.
Dank der Ausstattungslinie Kaiteki, mit der unser Testwagen ausgerüstet war, verfügt der Space Star außerdem über ein höhenverstellbares, ledergenähtes Multifunktionslenkrad, recht gefällige Sitze mit Mischstoffbezug, die viel Komfort bieten, sowie ein Infotainmentsystem mit einem 7-Zoll-Touchscreen, DAB-Radio, Bluetooth und Kompatibilität mit Android Auto und Apple CarPlay.

Hinzu kommt, dass der Space Star Kaiteki außerdem über die Funktion schlüsselloses Starten sowie schlüsselloses Öffnen und Schließen der Türen und eine schlichte Klimaanlage ohne großen Luxus verfügt.
Auf den Rücksitzen ist der Platz für Knie und Kopf trotz eines Radstands von nur 2,45 Metern perfekt, sodass man darin bis zu vier Personen mit vollem Komfort befördern kann.

Zwar ist der Mitsubishi Space Star für 5 Personen zugelassen, doch dann spürt man deutlich, dass es sich um ein Fahrzeug mit recht bescheidenen Abmessungen handelt, auch wenn der Mittelsitz im Notfall zur Verfügung steht.
Eher knapp
Beim Kofferraum bietet der Japaner ein eher bescheidenes Volumen von 209 Litern. Das ist etwas wenig, wenn man Gepäck für eine Reise verstauen möchte, für den Alltag aber mehr als ausreichend. Zudem finden sich unter der Kofferraumabdeckung sehr praktische Ablagefächer, in denen zerbrechliche Dinge sicher transportiert werden können oder die verhindern, dass Gegenstände im Kofferraum umherrollen.

Wie bereits erwähnt, gehört zu den Stärken des Mitsubishi Space Star seine umfangreiche Ausstattung im Verhältnis zum Preis. Neben dem bereits Genannten fallen besonders auf: das Start&Stop-System, der Anfahrassistent am Berg, die Kollisionswarnung, automatisches Licht, Tempomat, Regensensor, elektrische Fensterheber, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel sowie zahlreiche Sicherheits-Airbags.
Unsere Fahreindrücke
Am Steuer reagiert der Motor mit 120 MPI, 1,2 Liter Benzin, Dreizylinder und 72 CV völlig ausreichend, um die laut Hersteller nur 880 Kilogramm Leergewicht mühelos zu bewegen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in 12,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h.

Unser Testwagen war mit einem stufenlosen Automatikgetriebe CVT gekoppelt, das im Stadtverkehr zwar recht komfortabel ist, den Motor aber mit etwas höheren Verbrauchswerten (5,9 Liter im Mischzyklus) und einem höheren Geräuschpegel belastet als die Schaltversionen mit 5 Gängen.
Eine der Eigenschaften, die uns am meisten überrascht haben, ist der große Lenkeinschlag des Autos, der ein sehr bequemes und mühelos Rangieren ermöglicht, wozu auch die leichtgängige Lenkung viel beiträgt.

Ein weiterer Pluspunkt ist die Abstimmung des Fahrwerks, das Unebenheiten des Asphalts und Bodenwellen problemlos schluckt und ein sehr angenehmes Fahrgefühl bietet. Naturgemäß ist das Fahrverhalten bei sportlicher Fahrweise, angesichts der Fahrzeugklasse, nicht das beste.
Der Preis?
Der Mitsubishi Space Star mit dem Motor 120MPI, dem CVT-Automatikgetriebe und der Ausstattung Kaiteki, genau wie unser Testwagen, beginnt bei 15.850 Euro. Abzüglich des Herstellerrabatts von 1.000 Euro und des Promofinance-Rabatts von 2.250 Euro ergibt sich ein Preis von 12.600 Euro. Eine wirklich gute Zahl, wenn man bedenkt, dass man dafür ein Auto mit umfangreicher Ausstattung, vielseitig, technisch ausgereift und sehr gut für den Alltag geeignet erhält.
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