Astara Team bei der Dakar 2023: nachhaltig in der Wüste antreten

Astara kehrt zur Dakar zurück mit zwei Zielen. Das erste: wie jeder Teilnehmer einer so anspruchsvollen Veranstaltung wie der Dakar das Ziel zu erreichen… und, das muss man nicht eigens erwähnen, in der Gesamtwertung möglichst weit vorne zu landen. Das zweite: das Beispiel der letzten Ausgabe zu wiederholen, bei der das Astara Team bewies, dass es das nachhaltigste Team des Rennens ist, da es mit einem Fahrzeug antritt, das eFuel verwendet und seinen CO₂-Fußabdruck kompensiert. Weiter unten erklären wir genauer, wie das gelingt.
Doch zunächst wollen wir ein wenig über das Fahrzeug sprechen, das von den Teams um Laia Sanz und Maurizio Gerini, Carlos Checa und Marc Solà sowie Óscar Fuertes und Diego Vallejo gesteuert wird.
Das Fahrzeug: Astara 01 Concept, ein Buggy mit Heckantrieb, angetrieben von eFuel
Das diesjährige Fahrzeug ist eine Weiterentwicklung des 2022 eingesetzten Prototyps, ein Buggy mit Heckantrieb, Rohrrahmen und Karosserie aus Kohlefaser, der der Kategorie T1.3 angehört. Zu den herausragenden technischen Merkmalen zählt das Gewicht von 1.590 kg im Leerzustand, womit es das leichteste Fahrzeug seiner Klasse ist. Der Motor ist ein leistungsstarker V8 mit 7 Litern Hubraum, der 370 kW (rund 503 CV) bei 4.700 U/min leistet und ein maximales Drehmoment von 720 Nm bei 2.900 U/min erreicht. Die Kraft wird über ein sequenzielles Sechsganggetriebe mit einer Dreischeiben-Kupplung auf die Hinterachse übertragen.
Das Bemerkenswerteste am Astara 01 Concept ist jedoch zweifellos, dass es einen Kraftstoff verwendet, der zu 90 % aus eFuel besteht, also einem klimaneutralen Benzin. Dieser Kraftstoff hat eine sehr hohe Energiedichte: 10,7 kWh pro Liter. Dank der beiden Tanks mit je 180 Litern Fassungsvermögen kann der Astara 01 Concept jede Etappe mit vollen Tanks beginnen und verfügt über eine Energiekapazität von 3.870 kWh.

Im Vergleich zum Vorjahresfahrzeug gibt es einige Änderungen: die Anpassung des hinteren Subchassis zur Aufnahme eines dritten Ersatzrads, die Modifikation der Halterungen des Reifenfüllsystems für die Felgen sowie die Anpassung der Einspritzung und der elektronischen Motorsteuerung an das neue eFuel, wodurch die CO₂-Emissionen im Vergleich zum Betrieb mit herkömmlichem Benzin um bis zu 90 % gesenkt werden können.
Klimaneutraler Kraftstoff und Kompensation des CO₂-Fußabdrucks
Der Anteil an eFuel, den das Astara Team einsetzen wird, steigt in diesem Jahr auf 90 %, gegenüber 70 % bei der letzten Dakar-Teilnahme. Die Herstellung dieses klimaneutralen Kraftstoffs erfolgt durch chemische Umwandlungsprozesse eines Synthesegases unter Verwendung erneuerbarer Energien. Das Ergebnis ist ein flüssiger Kohlenwasserstoff, der sich leicht lagern lässt und eine hohe Energiedichte besitzt, mit einem Energieertrag, der etwa 12 % über dem von Benzin liegt.

Wie herkömmliche Kraftstoffe lässt sich eFuel bei Umgebungsdruck und Umgebungstemperatur transportieren und lagern, und er ist mit jeder Art von Verbrennungsmotor kompatibel. Daher kann er auch in der Schifffahrt oder Luftfahrt eingesetzt werden, entweder als vollständiger Ersatz des konventionellen Kraftstoffs oder in beliebigem Mischungsverhältnis.

Um mit minimalen Umweltauswirkungen anzutreten, wird das Astara Team erneut den CO₂-Fußabdruck messen und dokumentieren, den es während der Rallye verursacht, nach standardisierten Messprotokollen, die von einer unabhängigen Stelle überprüft werden. Von den drei möglichen Bilanzierungsbereichen, die dieses Protokoll (GHG Protocol, Norm ISO 14064) vorsieht, werden in diesem Jahr alle drei berücksichtigt, statt wie bisher nur die ersten beiden. Dadurch wird die Messung des CO₂-Fußabdrucks der Teamaktivitäten während der Rallye zuverlässiger. Astara wird diesen Fußabdruck nach der Rallye kompensieren, als Zeichen seines Engagements für nachhaltige Mobilität.
Astara Team – Bildergalerie
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