Cupra Formentor e-Hybrid gegen Hyundai Tucson PHEV: zwei Konzepte des vollständigsten kompakten Plug-in-SUV

Dani Montesinos     11 June 2026     5 min.
Cupra Formentor e-Hybrid gegen Hyundai Tucson PHEV: zwei Konzepte des vollständigsten kompakten Plug-in-SUV

Wir vergleichen den Cupra Formentor e-Hybrid mit 204 CV mit dem Hyundai Tucson PHEV mit 290 CV: zwei gegensätzliche Ansätze des Plug-in-Hybrid-SUV auf dem spanischen Markt

Das kompakte Plug-in-SUV ist zum Schlachtfeld geworden, auf dem der eigentliche Energiewandel im Massenmarkt-Automobil stattfindet. Hier gibt es keine Extreme: weder die Reinheit des reinen Elektroautos noch die Trägheit des klassischen Verbrenners. Es gibt Ausgewogenheit, die Umweltplakette „CERO“ und das Versprechen, den urbanen Alltag ohne einen einzigen Tropfen Benzin zu bewältigen und dabei die Freiheit zu genießen, ohne an Ladesäulen denken zu müssen. In dieser Liga spielen zwei grundverschiedene Konzepte: der Cupra Formentor e-Hybrid, der eine neue PHEV-Generation mit im Segment rekordverdächtiger elektrischer Reichweite einführt, und der Hyundai Tucson PHEV, der auf Leistung, Allradantrieb und einen attraktiveren Einstiegspreis setzt.

Zwei gegensätzliche Philosophien für dasselbe Segment

Nur wenige Vergleiche sind so aufschlussreich wie dieser. Der Formentor e-Hybrid leistet kombiniert 204 CV, verfügt über eine 25,5-kWh-Batterie und soll bis zu 130 km im reinen Elektrobetrieb schaffen. Der Tucson PHEV bietet hingegen 290 CV, Allradantrieb und rund 70 km elektrische Reichweite. Der eine setzt auf elektrische Effizienz, der andere auf Fahrleistung und mechanische Vielseitigkeit. Beide tragen die Umweltplakette CERO und stehen für die Ausgereiftheit des Mittelklasse-Plug-in-Hybriden in Spanien.

Cupra Formentor e-Hybrid: die neue Referenz bei der elektrischen Reichweite (ab 43.480 €)

Der überarbeitete Formentor macht als PHEV einen bemerkenswerten Generationensprung. Sein System kombiniert einen 1.5 TSI mit einem Elektromotor und leistet 204 CV, doch die eigentliche Neuerung ist die 25,5-kWh-Batterie, die die Kapazität vieler direkter Konkurrenten nahezu verdoppelt.

Damit lassen sich laut WLTP rund 130 km elektrische Reichweite homologieren, ein Wert, der vor zwei Jahren in diesem Segment undenkbar war. In der Praxis bedeutet das, dass ein Nutzer mit täglichen Strecken von 40 oder 50 km wochenlang keinen Verbrennungsmotor starten muss. Außerdem unterstützt er Schnellladen mit Gleichstrom, was bei PHEVs ungewöhnlich ist und seine reale Nutzbarkeit deutlich erhöht.

Dynamisch bewahrt der Formentor die sportliche DNA der Marke: ein abgestimmtes Fahrwerk, eine direkte Lenkung und eine Federungsabstimmung, die zu den packendsten im Segment zählt. Der Richtpreis beginnt bei etwa 43.480 € (Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers, ohne Rabatte oder Aktionen).

Leistung kW

150 kW

Leistung CV Höchstgeschw. Elektrische Reichweite Verbrauch Plakette Kraftstoff
204 CV 210 km/h 126 km 1,4 l/100 km CERO PHEV (Benzin/Elektro)
Hyundai TucsonHyundai Tucson

Hyundai Tucson PHEV: Fahrleistung, Allradantrieb und moderater Preis (ab 43.775 €)

Der Tucson PHEV spielt eine andere Partie. Sein System kombiniert einen 1.6 T-GDI mit einem Elektromotor und erreicht

insgesamt 288 CV sowie, was in diesem Segment wichtiger ist, serienmäßigen Allradantrieb HTRAC in der Plug-in-Version. Er ist mit Abstand der leistungsstärkere der beiden.

Seine Batterie mit rund 14 kWh ermöglicht etwa 70 km elektrische Reichweite, ein ordentlicher, aber deutlich geringerer Wert als beim Cupra. Dafür bietet der Tucson ein konventionelles Sechsgang-Automatikgetriebe – vorhersehbarer als manche DCT-Getriebe – und ein solides Fahrverhalten mit einem angenehmen Gleichgewicht zwischen Komfort und Effizienz. Optisch zählt die Designsprache Parametric Dynamics von Hyundai weiterhin zu den auffälligsten im Segment.

Der Richtpreis beginnt bei etwa 43.775 €, ebenfalls unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers.

Leistung kW

Leistung CV

Höchstgeschw.

Elektrische Reichweite

Verbrauch

Plakette

Kraftstoff

212 kW

288 CV

206 km/h

70 km

5,9 l/100 km

CERO

PHEV (Benzin/Elektro)

Elektrische Effizienz: der entscheidende Faktor

Hier liegt der Formentor vorn. 126 homologierte km gegenüber 70 km sind fast das Doppelte, was weniger Einsatz des Verbrennungsmotors, weniger Tankstopps und deutlich niedrigere Kosten pro Kilometer bedeutet, wenn man zu Hause mit Nachttarif lädt.

Fahrleistung und Dynamik: der Tucson führt

Rein zahlenmäßig erlauben die 288 CV und der Allradantrieb des Tucson einen kraftvolleren Sprint von 0 auf 100 und eine größere Anhängelast. Der Formentor ist dagegen agiler, hat einen niedrigeren Schwerpunkt und ist in Kurven präziser abgestimmt.

Vergleichstabelle

Modell

Leistung

Elektrische Reichweite

Batterie

Preis ab

Effizienz (1-10)

Fahrleistung (1-10)

Preis-Leistung (1-10)

Gesamt

Cupra Formentor e-Hybrid

204 CV

126 km

25,5 kWh

43.480 €

9,5

8

8

8,5

Hyundai Tucson PHEV 288 CV 70 km 14 kWh 43.775 € 7 9 8,5 8,2

Die angegebenen Preise sind unverbindliche Preisempfehlungen des Herstellers, ohne Rabatte, Aktionen oder Kaufprämien.

Fazit: zwei Sieger je nach Profil

Der Formentor e-Hybrid ist die vernünftige Wahl für alle, die das PHEV-Konzept maximal ausschöpfen wollen: höchste elektrische Reichweite, Schnellladen und sportliche Dynamik. Der Tucson PHEV überzeugt Fahrer, die Leistung, Allradantrieb und einen niedrigeren Einstiegspreis suchen und dafür einen eingeschränkteren elektrischen Einsatz in Kauf nehmen.

Häufig gestellte Fragen

Welcher hat die größere reale elektrische Reichweite, der Formentor e-Hybrid oder der Tucson PHEV?
Der Cupra Formentor e-Hybrid mit rund 126 homologierten WLTP-km gegenüber etwa 70 km beim Tucson PHEV. Im realen Betrieb bleibt der Unterschied proportional erhalten.

Welcher ist schneller?
Der Hyundai Tucson PHEV mit 288 CV und Allradantrieb bietet bei Beschleunigung und Anhängelast mehr Leistung als die 204 CV des Formentor.

Haben beide die Umweltplakette CERO der DGT?
Ja, beide erhalten die Plakette CERO, da sie eine homologierte elektrische Reichweite von über 40 km erreichen, mit allen damit verbundenen steuerlichen und verkehrsrechtlichen Vorteilen.

Welcher ist für den täglichen Stadtverkehr empfehlenswerter?
Der Formentor e-Hybrid, dank der größeren Batterie und der Möglichkeit des Schnellladens mit Gleichstrom, deckt an mehr Tagen den Betrieb rein elektrisch ab, ohne auf den Benzinmotor zurückgreifen zu müssen.

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