Der Audi A6 Sportback e-tron bricht alle aerodynamischen Rekorde
Óscar Sanz
7 August 2024
3 min.
Audi überrascht uns einmal mehr mit dem niedrigsten aerodynamischen Widerstandsbeiwert in der gesamten Geschichte der Marke, diesmal dank des neuen A6 Sportback e-tron
Audi hat sich mit der Markteinführung des A6 Sportback e-tron erneut selbst übertroffen, eines neuen, vollelektrischen Modells mit einem beeindruckenden aerodynamischen Widerstandsbeiwert (Cx) von 0,21, dem niedrigsten, den die Marke jemals erreicht hat. Dieser Erfolg bringt den A6 Sportback e-tron innerhalb der Gruppe Volkswagen an die Spitze der aerodynamischen Effizienz, und man wird mit Sicherheit dieselben Techniken auch in künftigen Modellen einsetzen.
Hinter diesem Fortschritt stehen eine geradezu obsessive Aufmerksamkeit für die Details und eine interdisziplinäre Zusammenarbeit. Andreas Lauterbach und Matteo Ghelfi, Aerodynamik-Spezialisten bei Audi, erläutern zusammen mit dem Felgendesigner Andreas Valencia, wie dieser Rekord durch einen iterativen Prozess erzielt wurde, der mehr als 1.300 Simulationen und zahlreiche Stunden im Windkanal umfasste.
„Seit Projektbeginn haben wir uns sehr ehrgeizige Ziele in Bezug auf Effizienz und Reichweite gesetzt. Der letzte Tausendstel-Punkt beim Cx-Wert ist am schwersten zu erreichen, aber am Ende haben wir unsere Erwartungen übertroffen“, kommentiert Lauterbach.
Geschichte der Aerodynamik bei Audi
Das Engagement von Audi für die Aerodynamik ist nicht neu. Vom NSU Ro 80 aus dem Jahr 1967 mit einem Cx von 0,35 bis zum Audi 100 (C3) von 1983 mit einem Cx von 0,30 war die Marke mit den vier Ringen stets an der Spitze des aerodynamischen Designs. Der Audi 80 (B3) der dritten Generation erreichte einen Cx von 0,29, und nun stellt der A6 e-tron mit einem Cx von 0,21 alle bisherigen Werte in den Schatten.
Wichtige technische Innovationen
Die Fortschritte beim A6 Sportback e-tron sind das Ergebnis einer Reihe technischer Innovationen. Die Form des Fahrzeugs mit einer schlanken Verglasung und einer leicht abfallenden Dachlinie ist entscheidend für seine aerodynamische Leistung. Zudem spielen der Unterboden mit optimierten Wölbungen und Verstärkungsrippen sowie der Heckdiffusor eine entscheidende Rolle.
„Wir haben jede Kurve einzeln untersucht. Der Unterboden des A6 Sportback e-tron ist weitgehend verkleidet, und wir haben viele Teile optimiert, darunter die Spoiler der Räder und die 3D-Stoßfänger“, erklärt Ghelfi.
Für Effizienz entwickelte Felgen
Auch das Felgendesign war ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Andreas Valencia, der Felgendesigner, beschreibt, wie speziell für den A6 e-tron aerodynamische Felgen in 19, 20 und 21 Zoll entwickelt wurden. Diese Felgen erfüllen nicht nur die Anforderungen an die Stabilität, sondern tragen auch erheblich zur aerodynamischen Effizienz des Fahrzeugs bei.
„Wir wollen, dass der Wind eher an einer Wand entlangströmt als an einer Ansammlung geometrischer Formen. Deshalb haben wir Felgen mit Aero-Blades aus einem speziellen Kunststoff entwickelt“, erklärt Valencia.
Ergebnisse
Die Ergebnisse dieser Anstrengungen sind eindeutig: Der A6 Sportback e-tron erreicht nicht nur einen Cx von 0,21, sondern auch der A6 Avant e-tron, seine Kombi-Variante, erzielt einen Cx von 0,24 und setzt sich damit in seiner Klasse an die Spitze.
Auswirkungen auf die Reichweite
Jede noch so kleine Anpassung am Design hatte einen spürbaren Einfluss auf die Reichweite des Fahrzeugs. So verbesserte etwa die Optimierung der aerodynamischen Abrisskanten am Heck den Cx-Wert um 0,008 Punkte und brachte acht zusätzliche Kilometer Reichweite. Die Kaltluftansaugung unter dem Singleframe trug mit einer Verbesserung von 0,012 Punkten bei, was etwa 12 Kilometern mehr Reichweite entspricht.