Subaru Trezia, Präsentation und Probefahrt in Madrid

Diego G. Moreira     29 September 2011     5 min.
Subaru Trezia, Präsentation und Probefahrt in Madrid

Subaru erweitert sein Angebot um ein neues Mitglied und steigt damit voll in das Segment der städtischen Vans ein, mit dem neuen Subaru Trezia. Der Trezia ist aber ziemlich eigenwillig, denn er verfügt nicht über Allradantrieb (wie der Rest der Palette) und wurde außerdem in Zusammenarbeit mit Toyota entwickelt.

Genauer gesagt handelt es sich um den Toyota Verso-S, ein Modell, das Toyota in Spanien nicht zu verkaufen plant und das Subaru als Trezia angepasst hat. Immerhin haben mehr als 100 Ingenieure von Subaru an der Entwicklung des Trezia mitgewirkt.

Der Trezia wird mit zwei Motorisierungen erhältlich sein: einem Benziner 1.33 VTT-i mit 99 CV und einem Diesel 1.4 D mit 90 CV, beide Motoren werden von Toyota entwickelt. Der Grundpreis des Trezia beträgt 17.100 Euro mit Benzinmotor und einer recht umfangreichen Ausstattung (ESP, Klimaanlage, zahlreiche Airbags, Nebelscheinwerfer, Lederlenkrad …)

Während der Präsentation in Madrid konnten wir das Modell testen und die Neuheiten dieses Subaru Trezia aus erster Hand kennenlernen, deshalb beginnen wir mit den Aspekten Design und Innenraum.

Außendesign, Innenraum, Verarbeitung und Platzangebot

Außen ist einer der wenigen Unterschiede zum Verso-S der Kühlergrill, mit einem typisch Subaru Design. Ansonsten präsentiert sich das Design dem Verso-S ähnlich, es handelt sich um einen Van, der von einem Stadtwagen mit nur 3,99 Metern Länge abgeleitet ist.

Auffällig ist die Fahrzeughöhe, was im Innenraum angenehm ist, wo es viel Kopffreiheit gibt, ebenso wie die Außenspiegel mit integrierten Blinkern.

Im Innenraum finden wir einen Fahrerarbeitsplatz mit viel Kunststoff vor, doch einige davon wirken recht hochwertig und sind dem Segment des Fahrzeugs angemessen. Es gibt zwar einige harte Kunststoffe im Fahrgastraum, doch die Passgenauigkeit ist recht gut und einige davon fühlen sich nicht unangenehm an.

Positiv fällt die Position des Schalthebels auf, erhöht und sehr bequem zu bedienen. Insgesamt hat uns das Lenkrad, der Schalthebel und die Sitzposition gefallen, die sehr bequem ist und bei der alle Bedienelemente griffbereit sind.

Nur der Fahrersitz verfügt über eine Armlehne, beim Beifahrersitz könnte man auf der höchsten Ausstattungsstufe eine nachrüsten, was auf langen Fahrten angenehm wäre.

Außerdem punkten die hinteren Sitze durch die Kopffreiheit. Für ein Auto mit nur 4 Metern Länge gibt es zudem reichlich Beinfreiheit. Auf den hinteren Plätzen reisen zwei Erwachsene problemlos und mit ausreichender Breite, bei dreien wird es dagegen schon etwas enger.

Den Rundgang durch den Innenraum beenden wir mit dem Abschnitt Stauraum und Kofferraum, denn wie es sich für einen richtigen Van gehört, gibt es Ablagen für unsere Sachen im gesamten Innenraum sowie ein doppeltes Handschuhfach. Allerdings sind die Türfächer hinten klein und das Hauptfach im Armaturenbrett ist ebenfalls recht klein.

Das Kofferraumvolumen beträgt 336 Liter, doch der Boden ist doppelt, sodass wir das Volumen auf 393 Liter erhöhen können, und sogar auf 430 Liter, wenn wir den Platz nutzen, an dem normalerweise das Ersatzrad liegt (es ist keines vorhanden, sondern nur ein Reparaturset). Ein paar Zurrösen für ein Netz wären im Kofferraum nicht schlecht, denn es gibt nur zwei in der Nähe der Heckklappe.

Erste Fahreindrücke Trezia 1.4D 90 CV

Während der Präsentation konnten wir einen Trezia Diesel mit 90 CV testen, in unserem Fall mit Schaltgetriebe, optional ist aber auch ein sequenzielles Sechsgang-Getriebe erhältlich.

Dieser Dieselmotor ist ein altbekannter Vertreter der Palette Toyota, typischerweise mit Turbo und einem Ansprechverhalten ab 2.000 Umdrehungen, dabei aber mit einem recht guten Verbrauch. Die Fahrt führte über etwas kurvenreiche Straßen, wo wir das gute Lenkgefühl prüfen konnten, vor allem aber die präzise Schaltung des Trezia.

Die Federung hat uns gefallen, denn sie ist straff, sodass der Trezia nicht die typischen Wankbewegungen eines Vans zeigt. Auf einer schlechten Straße zeigte sich jedoch, dass sie bei Unebenheiten nicht hart ist und diese recht gut filtert.

Der Motor hat genug Kraft, um ein Überholmanöver entspannt durchzuführen, vor allem zwischen 2.000 und 3.000 Umdrehungen. Das Beste war aber der Verbrauch, denn bei entspannter Fahrt über Landstraßen kamen wir auf etwa 4,9 Liter pro 100 km (inklusive Stau, Autobahn, Steigungen und Bergstraßen).

Ausstattung und Preise

Der 1.3 VVT-i mit 99 CV ist mit der Ausstattungslinie Advance kombiniert ab 17.100 Euro, mit einer vollständigen Ausstattung, zu der unter anderem Front- und Seitenairbags, Kopf- und Knieairbag für den Fahrer, Nebelscheinwerfer, Klimaanlage, elektrische Vorderfensterheber, CD-MP3-Radio oder ein Lederlenkrad gehören.

Der Diesel 1.4D mit 90 CV ist mit der Ausstattung Limited und Limited Plus erhältlich. Die erste Variante bietet zusätzlich Licht- und Regensensor, getönte Scheiben, Bluetooth, USB-Anschluss, ein Soundsystem mit 6,1-Zoll-Touchscreen, Rückfahrkamera oder die Klimaautomatik, unter anderem. Das alles zu einem Grundpreis von 19.500 Euro.

Die schließlich das 1.4D 90 CV Limited Plus ergänzt um Schiebedach, schlüsselloses Start- und Zugangssystem sowie Automatikgetriebe, ab 21.490 Euro.

Die Preise sind etwas hoch, aber es stimmt auch, dass die Serienausstattung recht umfangreich ist und Elemente bietet, die andere vergleichbare Modelle nicht serienmäßig haben.

Fotos | Diego G. Moreira

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