Toyota Yaris, Vorstellung und Testfahrt in Kopenhagen (Teil I)

Diego G. Moreira     27 August 2011     4 min.
Toyota Yaris, Vorstellung und Testfahrt in Kopenhagen (Teil I)

Vor einigen Tagen sind wir in die dänische Hauptstadt Kopenhagen gereist, um den neuen Toyota Yaris aus erster Hand zu testen. Eines der bekanntesten Fahrzeuge des japanischen Herstellers wird nach zwei Generationen und mehr als 5 Millionen Kunden weltweit neu aufgelegt.

Die dritte Generation des Toyota Yaris bringt zahlreiche Veränderungen sowohl beim Design als auch bei der Innenausstattung mit sich, bis hin zum Antriebsstrang, der mit einem neuen stufenlosen Automatikgetriebe CVT, Multidrive S genannt, mit sieben Übersetzungen debütiert.

Der Marktstart ist für den Monat Oktober geplant, der Preis steht noch nicht fest, doch wir wissen, dass er sich zwischen 10.000 und 16.000 Euro bewegen wird, erhältlich mit Fünf- und Dreitürer-Karosserie. Toyota rechnet damit, im Jahr 2012 rund 10.000 Einheiten in Spanien zu verkaufen, mit dem klaren Ziel, den Bestsellern des B-Segments die Stirn zu bieten.

Bei der internationalen Präsentation in Dänemark, genauer gesagt in der Hauptstadt Kopenhagen, konnten wir den neuen Yaris gründlich testen. Konkret saßen wir am Steuer des 90-PS-Dieselmotors und des 99-PS-Benziners mit Multidrive-S-Getriebe. In diesem ersten Teil sehen wir uns die Neuerungen des neuen Yaris an, im zweiten Teil konzentrieren wir uns auf das Fahrerlebnis und die Ausstattung.

Außendesign

Bei seinen 3,88 Metern Länge ist der neue Yaris niedriger als sein Vorgänger, breiter und besitzt zudem einen größeren Radstand (was dem Innenraum zugutekommt).

Die Veränderung am Exterieur fällt sofort ins Auge: Er besitzt nun markantere und eigenständigere Linien. An Seite und Heck bewahrt er die Designgrundlage der Vorgängergenerationen, wirkt aber mit prägnanteren Merkmalen jugendlich und sogar sportlich.

Die Front wurde an die Designsprache der übrigen Toyota-Modellpalette angepasst, gleichzeitig hat sie nun einen größeren und stärker ausgeprägten Stoßfänger. Hervorzuheben ist auch der Luftwiderstandsbeiwert von nur Cx 0,28, ein für dieses Segment sehr guter Wert.

Optional sind Ausstattungen wie das Panorama-Schiebedach erhältlich, ein für das Segment interessantes Extra, das für viel Licht im Innenraum sorgt und dem Design einen besonderen Akzent verleiht.

Innendesign

Die wichtigste Neuerung ist das auf den Fahrer ausgerichtete Armaturenbrett. Während die Instrumente früher in der Mitte lagen, befinden sie sich nun auf der Fahrerseite, mit einem traditionelleren Cockpit, das dennoch praktisch gestaltet ist und alles griffbereit hat.

Es verfügt über neue Materialien mit gepolsterten Tastzonen (was in diesem Segment ungewöhnlich ist), doch gibt es andere Materialien, die das Gesamtbild mit einem typisch japanischen Kunststoffgefühl trüben. Die Passgenauigkeit ist allerdings im Allgemeinen korrekt.

Ein Detail, das wir bei der Ausstattung behandeln, ist das neue Touch-and-Go-System, das Navigations-, Multimedia- und Konnektivitätsfunktionen für den Yaris vereint. Es verfügt über einen sechs Zoll großen Touchscreen, der sich wirklich einfach bedienen lässt.

Besonders gut gefallen hat uns die Sitzposition am Steuer, mit einem steiler stehenden Lenkrad, allem griffbereit, guter Sicht und praktischen, intuitiven Bedienelementen. Außerdem gibt es im Innenraum viele Ablagen für unsere Gegenstände, in der Mittelkonsole oder in den Türen, wo eine Halbliterflasche bequem Platz findet.

Die Rücksitze bieten ausreichend Beinfreiheit, was neben der Kopffreiheit auf den vorderen wie hinteren Plätzen ein Pluspunkt des Yaris ist. Die Rücksitze sind weder verstellbar noch lassen sie sich wie früher längs verschieben, dafür wurde beim Kofferraum auf 286 Liter zugelegt.

Neuheiten im Antriebsprogramm

Der neue Yaris wird mit drei Motoren erhältlich sein: dem 1.0 VVT-i mit 69 PS, dem 1.33 VVT-i Dual mit 99 PS und schließlich einem bekannten Dieselmotor, dem 1.4 D-4D mit 90 PS.

Die größten Neuerungen betreffen den 1.33 VVT-i, der nun serienmäßig über Start&Stop verfügt und optional mit dem Automatikgetriebe Multidrive S ausgestattet werden kann. Davon werden wir am nächsten Tag ausführlich in unserem Fahrbericht erzählen.

Auch die Lenkung wurde überarbeitet: Sie ist nun direkter, verfügt über eine variable Unterstützung, und ihr eher weicher Druckpunkt ist ideal für die Stadt. Weiterhin wurde an der Federung gearbeitet, die nun etwas straffer ist, was außerhalb der Stadt für mehr Agilität sorgt, ohne den Fahrkomfort einzubüßen.

Fotos | Diego G. Moreira

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