CUPRA Tavascan: unsere ersten Eindrücke vom neuen spanischen Elektro-SUV

Antonio Roncero    @roncero_antonio    31 May 2023     7 min.
CUPRA Tavascan: unsere ersten Eindrücke vom neuen spanischen Elektro-SUV

CUPRA hat uns zu einem besonderen Tag eingeladen, um den neuen Tavascan aus erster Hand kennenzulernen, begleitet von Alberto Torrecillas, dem Verantwortlichen für das Design. Und vorab sei verraten: Live wirkt er noch beeindruckender als auf Bildern.

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CUPRA hat den neuen CUPRA Tavascan offiziell vorgestellt, sein zweites rein elektrisches Modell nach dem CUPRA Born. Und obwohl wir ihn noch nicht fahren konnten, sind unsere ersten Eindrücke des sportlichen SUV äußerst positiv. Fans der Marke können sich zweifellos freuen. Ebenso jene, die über den Umstieg auf Elektromobilität nachdenken, denn sie erhalten eine weitere Alternative, der wir in ihrem Segment einen ähnlichen Erfolg zutrauen wie dem CUPRA Formentor unter den SUV mit Verbrennungsmotoren.

Auf die technischen Daten des Tavascan gehe ich nicht näher ein, die haben wir bereits hier ausführlich beschrieben. Zur Einordnung sei aber daran erinnert, dass das Modell eine Plattform mit dem Skoda Enyaq Coupé und dem Volkswagen ID.5 teilt, die sich, wie Sie sich denken können, zu seinen wichtigsten Konkurrenten zählen. Aber nicht zu den einzigen, wie zu hören war: Der Ford Mustang Mach-E, der Audi Q4 Sportback e-tron oder auch der Tesla Model Y könnten ebenfalls Alternativen zum Tavascan sein, für den man sich allerdings bis Mitte 2024 gedulden muss.

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Deshalb gibt es bislang nicht einmal eine offizielle Preisorientierung für das spanische Elektro-SUV – das übrigens in der Fabrik des Konzerns in Anhui in China gefertigt wird. Ein guter Anhaltspunkt könnten jedoch der Enyaq Coupé und der ID.5 sein, was uns zu etwa 55.000 Euro für die Einstiegsversion mit Heckmotor und 286 CV führt, während der Tavascan VZ mit 340 CV über 60.000 Euro kosten dürfte. Bei beiden Versionen hat die Batterie eine Kapazität von 77 kWh, und im besten Fall werden Reichweiten von bis zu 550 km erwartet.

Ein auffälliges Außendesign

Während der Präsentation begleitete uns Alberto Torrecillas, Leiter des Designteams, der seine Zufriedenheit kaum verbergen konnte – jenes Gefühl, das man empfindet, wenn man von seiner Arbeit überzeugt ist. „Wir wollten eine besondere Wirkung erzielen, sodass man beim ersten Anblick des Autos ein ‚Wow‘-Gefühl hat“, erklärte Alberto mit einem breiten Lächeln. Und an unseren Gesichtern war deutlich zu sehen, dass ihnen das gelungen ist: Der Tavascan überrascht tatsächlich aus jedem Blickwinkel.

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Seine Proportionen sind sehr athletisch, und seine Außenlinie fließend, mit einer hohen Gürtellinie, die eine deutliche Neigung aufweist – höher hinten und zur Front hin abfallend. Dies erzeugt den optischen Eindruck, als wolle das Auto selbst im Stillstand nach vorn drängen. Zudem wurde ein charakteristischer Effekt umgesetzt, den CUPRA mit dem Visier eines Helms vergleicht: Der vordere Dachholm ist schwarz lackiert.

Auffallend sind Details wie das beleuchtete CUPRA-Logo vorn, ein Merkmal, das man bei den künftigen Elektromodellen der Marke wiedersehen wird. Alberto Torrecillas erläuterte, wie schwierig es ist, eine solche Lösung umzusetzen: Um die europäische Vorschrift zu erfüllen, nach der an der Front ein Mindestabstand zwischen den Leuchten bestehen muss, musste ein gut integrierter Leuchtstreifen eingebaut werden, der die beiden Frontscheinwerfer verbindet. Auch am Heck trägt das Auto ein beleuchtetes Logo, hier in Rot, sowie einen noch deutlicheren Lichtstreifen zwischen den Rückleuchten. Bei der Umsetzung in die Serie betonte Alberto die Schwierigkeit, die Designmerkmale des ursprünglichen Prototyps beizubehalten, ohne die Aerodynamik zu beeinträchtigen.

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Sehr gut gefällt mir die Lösung für die bündig in die Karosserie integrierten Türgriffe. Statt versenkbarer Griffe, die stets umständlicher sind, verbirgt sich hier hinter dem Griff lediglich ein Knopf, der die elektrische statt mechanische Öffnung aktiviert. Bei den Felgen gehen die Meinungen auseinander. Ihre aerodynamische Gestaltung ist zweifellos sehr durchdacht, aber ich würde gern sehen, wie sie in einer einheitlichen Farbe aussehen … oder zumindest mit weniger Schwarz. Je nach Version sind sie zwischen 18 und 21 Zoll erhältlich.

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Für die Karosserie stehen sechs Farben zur Wahl, in den Tönen Blau, Weiß, Rot und Grau, dazu kommt ein spektakuläres mattes Bronze. In allen Fällen ist die A-Säule schwarz lackiert, während die Radlaufverkleidungen bei helleren Karosseriefarben statt in Schwarz in einem Grauton gehalten sind.

Tavascan: ein SUV-Coupé mit gutem Platzangebot

Und wenn das Außendesign des Tavascan überrascht, steht der Innenraum dem in nichts nach. Das markanteste Element ist eine von CUPRA „Rückgrat“ getaufte Struktur, die das Armaturenbrett mit der Mittelkonsole verbindet und den Bereich des Fahrers von dem des Beifahrers trennt. Sie hat keine praktische Funktion, stört aber hinter dem Lenkrad überhaupt nicht und erreicht, was beabsichtigt ist: Sie zieht die Blicke auf sich. Die Schalensitze sind spektakulär und sehr bequem und scheinen einen hervorragenden Seitenhalt zu bieten, wenn es darum geht, den sportlichsten Fahrmodus voll auszukosten.

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Weitere Details, die mir gefallen haben, sind die Haptik und das Gefühl, das manche Materialien und technischen Stoffe der Innenverkleidung vermitteln, sowie die durchdachte Ambientebeleuchtung mit schwebend wirkenden Lichtpunkten, selbst an den Türverkleidungen. Eine Funktion nutzt diese Lichter im Armaturenbrett, um auch das Blinken oder die Anwesenheit eines Fahrzeugs im toten Winkel hervorzuheben. Der riesige 15-Zoll-Multimediabildschirm mit hochauflösender Grafik und sehr gutem haptischem Feedback kontrastiert mit dem 5,3-Zoll-Display der Instrumente. In einem Auto wie diesem hätte ich mir gewünscht, dass die Instrumente etwas mehr Gewicht bekommen; in manchen Versionen wird das durch ein Head-up-Display gelöst, das hier bereits das fortschrittlichste ist, mit Augmented-Reality-Funktion.

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Das Glasdach ist fest verbaut, damit die Kopffreiheit auf den hinteren Plätzen nicht übermäßig eingeschränkt wird. Dort haben die Passagiere neben ausreichend Platz auch Klimaauslässe und USB-Anschlüsse. Wie bei den meisten Elektroautos liegt der Boden höher als üblich, um Platz für die Batterie zu schaffen, was die Sitzposition hinten etwas beeinflusst: Die Füße – und damit die Knie – befinden sich im Verhältnis zur Hüfte höher. Um bequemer zu sitzen, kann man die Beine etwas ausstrecken und die Füße unter die Vordersitze schieben, doch dafür ist der Platz hier etwas knapp. Beim Tavascan lässt sich die Rücksitzbank nicht verschieben und die Neigung der Rückenlehnen nicht verstellen; dennoch sind die Plätze für Erwachsene durchaus gut nutzbar, auch auf längeren Strecken.

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Sowohl die Version mit einem Motor als auch der Tavascan VZ mit zwei Motoren und Allradantrieb bieten ein Kofferraumvolumen von 540 Litern, was im Vergleich zu den besten Konkurrenten gut dasteht. Die Form ist sehr regelmäßig, und der in zwei Höhen verstellbare Ladeboden sowie die Zurrösen zum Sichern der Ladung sind ein Pluspunkt in puncto Vielseitigkeit. Der Zugang erfolgt über eine elektrisch betätigte Heckklappe, die sich auch durch eine einfache Fußbewegung unter der Stoßstange öffnen und schließen lässt.

CUPRA Tavascan – Bildergalerie

Technische Daten dieses Autos


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