Mazda MX-30: Die Eckdaten des ersten Elektro-SUVs von Mazda
Mazda setzt ebenfalls auf das Elektroauto, und zwar mit dem MX-30, einem SUV mit 200 km Reichweite, den du im kommenden Jahr kaufen kannst.
Das mag nach einem Concept-Car klingen. Doch nein, der Mazda MX-30 ist ein echtes Serienfahrzeug. Die japanische Marke hat ihr erstes Elektroauto auf dem Automobilsalon in Tokio vorgestellt und bestätigt, dass es sich um die Serienversion handelt, deren Markteinführung für die zweite Jahreshälfte des kommenden Jahres geplant ist.
https://youtu.be/FJLcViIh_Jk
Auf Basis der von Mazda bereitgestellten Informationen und mit Blick auf die Bilder sind dies die wichtigsten Eckdaten des japanischen Elektro-SUVs, der mit Modellen wie dem Hyundai Kona EV, dem Kia e-Niro, dem Peugeot e-2008 oder dem DS 3 Crossback E-TENSE konkurrieren wird.
Außendesign des MX-30: SUV-Format
Die Ähnlichkeit einiger Merkmale zwischen dem Mazda MX-30 und dem CX-30 ist kein Zufall. Man könnte sagen, dass der erste die Elektrovariante des zweiten ist, auch wenn das nicht ganz genau stimmt.

Abgesehen von einer um drei Zentimeter höheren Karosseriehöhe, die 1,57 Meter erreicht, sind alle übrigen Maße identisch: 4,39 Meter Länge, 1,79 Meter Breite und ein Radstand von 2.655 mm.
„Freestyle“-Türen mit gegenläufiger Öffnung
Eines der charakteristischsten Merkmale des MX-30 ist zweifellos das Design des Türöffnungssystems, das an das des Mazda RX-7 erinnert. Die Marke nennt es „Freestyle“; es zeichnet sich durch zwei kleine hintere Türen aus, die entgegengesetzt zu den vorderen öffnen, ohne Mittelholm.

Dadurch entsteht eine völlig freie Einstiegsöffnung, was bei manchen Handgriffen hilfreich sein kann, etwa beim Anbringen eines Kindersitzes. Um den Zugang zu den hinteren Plätzen zu erleichtern, müssen die vorderen Sitze nach vorne geklappt und verschoben werden, wie bei einem Dreitürer.
Nur 200 km Reichweite
Die Leistung des Mazda MX-30 kennen wir noch nicht, wohl aber seine Reichweite: 200 km. Auf den ersten Blick wirkt das wenig, vor allem wenn man die Werte der Konkurrenz betrachtet, und die 300-km-Marke ist ohnehin längst überschritten.
Es handelt sich nicht um ein technisches Problem: Mazda verweist auf Studien, nach denen europäische Fahrer im Durchschnitt weniger als 50 km täglich zurücklegen, und hält dies für ausreichend. Sollte man einen MX-30 mit größerer Reichweite anbieten wollen, wäre es für Mazda kein Problem, künftig eine zweite Version mit einer Batterie größerer Kapazität anzubieten.

Der Ladeanschluss ist mit den Standards CHAdeMO und COMBO kompatibel; serienmäßig ist ein Wechselstromlader mit einer Maximalleistung von 6,6 kW verbaut. Mazda hat keine Angaben dazu gemacht, mit welcher Leistung der MX-30 an einer Gleichstrom-Schnellladesäule laden kann. Hier erfährst du mehr über die verschiedenen Ladearten für Elektroautos.
Antriebssystem e-Skyactiv
Das von Mazda e-Skyactiv genannte Antriebssystem besteht aus einem Elektromotor, einem Wechselrichter und einem Transformator, die zu einem Modul zusammengefasst im vorderen Bereich untergebracht sind. Die Motorleistung wird auf diese Räder übertragen, und ein Allradantrieb ist nicht möglich.

Die Lithium-Ionen-Batterie befindet sich unter dem Boden, zwischen den beiden Achsen. Sie hat eine Kapazität von 35,5 kWh und eine Spannung von 335 Volt. Wie bei anderen Elektroautos wandelt der Wechselrichter den Gleichstrom in Wechselstrom um, mit dem der Motor versorgt wird. Der Transformator senkt die Spannung der Hochvoltbatterie ab, damit die Nebenaggregate des Fahrzeugs mit 12 Volt versorgt werden können.
Technologien e-GVC Plus und „Gaspedal-Modus“
Mazda überträgt die Technologie seines Drehmoment-Vektorsystems aus den Verbrennerfahrzeugen auf den MX-30 und nennt sie e-GTVC Plus. Dabei handelt es sich um eine Drehmomentregelung, die die Leistung individuell auf jedes Rad verteilt, um die Stabilität in Kurven zu verbessern.

Außerdem verwendet Mazda ein Gaspedal, das dem Pro-Pedal des Nissan Leaf oder dem „Ein-Pedal-Fahren“ des BMW i3 ähnelt. Dieses Pedal erlaubt es dem Fahrer, mit der Motorbremswirkung zu „spielen“, je nachdem, wie schnell er den Fuß vom Gaspedal nimmt. So lassen sich die meisten Situationen, in denen man Tempo abbauen muss, ohne Bremse bewältigen.
Minimalistischer Innenraum
Der Innenraum des Mazda MX-30 besticht nicht nur durch sein minimalistisches Design, sondern auch durch den Einsatz von Materialien wie Kunststoff aus recycelten Flaschen oder Kork. Das Armaturenbrett mit sehr horizontalen Linien verfügt über einen oberen Bildschirm für das Multimediasystem und einen weiteren mit 7 Zoll, der in die schwebende Mittelkonsole integriert ist. Über diesen Bildschirm lassen sich die verschiedenen Klimafunktionen steuern, wobei für die wichtigsten Funktionen physische Tasten erhalten bleiben.
Die Kofferraumkapazität wurde zwar noch nicht bekanntgegeben, Mazda versichert jedoch, dass problemlos vier Koffer hineinpassen und die Ladekante sehr niedrig ist, um das Be- und Entladen zu erleichtern.
Bildergalerie Mazda MX-30
Technische Daten dieses Autos
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