Land Rover Range Rover Evoque Fotos Tests SUV
Range Rover Evoque Coupé 2.2 SD4 4×4 mit 190 CV, Test (Ausstattung, Preise und Gesamtbewertung)
Letzter Teil des Tests des Range Rover Evoque. Wir analysieren die Ausstattung, die Preise und die Gesamtbewertung des Evoque. Außerdem ein kurzer Preis- und Ausstattungsvergleich mit dem BMW X1, dem Audi Q3 und dem Mercedes GLK.

Nach mehreren Tagen, in denen wir den Range Rover Evoque gründlich kennengelernt haben, kommen wir nun zum Abschluss dieser Analyse, in der wir die Daten zur Ausstattung und zu den Preisen sowie unsere Gesamtbewertung des Autos präsentieren. Doch zuvor haben wir euch bereits alles über den Motor 2.2 SD4 mit 190 CV erzählt, der mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe und Allradantrieb kombiniert ist.
Im Designbereich schauen wir uns die Außenlinien des Evoque an, ein Modell mit eigenwilligem Design, das ihn zum Blickfang macht. Innen stechen die hochwertigen Materialien hervor, allerdings ist der Zugang zu den hinteren Sitzen verbesserungswürdig, da das Evoque Coupé eine Karosserieform hat. Auf geht’s zur Ausstattung!
Ausstattung

Wie immer schauen wir uns die serienmäßige Sicherheitsausstattung der Autos an. Wenn wir also einen Basis-Range Rover Evoque kaufen, verfügt er über folgende Sicherheitselemente: mehrere Airbags (darunter Front- und Knieairbags, Seitenairbags vom Typ Cortina und Brustairbags), Stabilitätskontrolle, ABS, Berganfahrassistent und weitere Elemente.
Bei den Tests von Euro NCAP hat er mit dem derzeit gültigen Bewertungssystem (die Tests fanden 2011 statt) fünf Sterne erreicht, mit einer Punktzahl von 86 % beim Insassenschutz für Erwachsene laut der unabhängigen Organisation. Der einzige Kritikpunkt sind leichte Schäden am Dummy beim Frontalaufprall, dennoch bleibt die Bewertung insgesamt sehr hoch.
Nachdem wir nun die Sicherheitsausstattung kennen, wollen wir die Basisausstattung des Range Rover Evoque analysieren, der bei 33.900 Euro mit der Ausstattungslinie Pure beginnt.

Für diesen Preis erhält man einen Motor mit 150 CV und Vorderradantrieb sowie Halogenscheinwerfer, eine hintere Parkhilfe, beheizbare und elektrisch einstellbare Außenspiegel, Tempomat, ein Soundsystem mit 5-Zoll-Display und acht Lautsprechern, eine Klimaautomatik, ein Lederlenkrad, Bluetooth, Startknopf, 17-Zoll-Felgen und weitere Elemente.
Wie ihr seht, ist das eine recht vollständige Ausstattung für ein Premiummodell, bei dem Elemente wie Bluetooth oder der Tempomat sowie die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen in der Regel Extras und keine Serienausstattung sind. Ausgehend von unserem Testwagen möchten wir nun über die optionalen Elemente sprechen, die wir für empfehlenswert halten oder auf die man verzichten kann.
Neben der Basisausstattung Pure gibt es zwei höhere Ausstattungslinien, Prestige und Dynamic, die zusätzliche Außenelemente (etwa Nebelscheinwerfer) und Innenausstattungen wie halbledergepolsterte Sitze bieten.
Unser Testwagen war ein Dynamic mit einigen Extras, etwa der Innenausstattung aus mikroperforiertem Leder und einer ansehnlichen Liste an Sonderausstattungen.
Als Erstes empfehlen wir die Bi-Xenon-Scheinwerfer. Neben der guten Ausleuchtung sind sie oft mit LED-Tagfahrlichtern kombiniert. Ein weiteres interessantes Element ist der 8-Zoll-Touchscreen, der Audio- und Navigationsfunktionen integriert (sofern man ihn bestellen möchte).
Es gibt ein interessantes Paket, das PURE TECK PACK heißt: Für 2.930 Euro (gegenüber der Version Pure) erhält man Ledersitze, den 8-Zoll-Touchscreen, ein Meridian-Soundsystem mit 380 W und 10 Lautsprechern, Audioanbindung, 18-Zoll-Felgen, Ambientebeleuchtung im Innenraum und weitere Elemente.

Unser Testwagen war genau mit dem Meridian-Soundsystem ausgestattet, das uns durch seine Qualität überrascht hat: ein klarer, kraftvoller Klang, unterstützt von zahlreichen Lautsprechern im ganzen Evoque, was ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis liefert. Dieses System in der Ausstattung Dynamic verfügt über eine Leistung von 825 W mit 15 Verstärkerkanälen, die 17 Lautsprecher steuern (einschließlich eines Subwoofers), und umfasst serienmäßig USB- und iPod-Anschluss.
Schließlich hatten wir auch den Einparkassistenten, der uns beim Einparken unterstützt, indem er das Lenkrad selbstständig und automatisch bewegt. Es ist ein kurioses System, das wir bereits bei anderen Marken gesehen haben und das wirklich gut funktioniert. Wenn man sich daran gewöhnt hat, ist das Einparken am Straßenrand richtig schnell, und man muss nur noch schalten sowie Gas oder Bremse betätigen. Der Preis passt dazu, denn für 707 Euro kann man ihn nachrüsten.
Auf Elemente wie die elektrische Heckklappe oder das schlüssellose Zugangssystem kann man allerdings verzichten, vor allem, weil wir mit beiden zusammen über 1.500 Euro liegen. Insgesamt hat uns die Ausstattung des Range Rover Evoque gefallen, auch wenn Details wie Nebelscheinwerfer oder die automatische Lichtsteuerung serienmäßig sein könnten.
Preise

Einstiegspreise für den Evoque mit fünf Türen und den Evoque Coupé in den verschiedenen Ausstattungslinien, jeweils mit Dieselmotor mit 150 CV und Vorderradantrieb.
- Range Rover Evoque 5-türig 2.2 SD4 150 CV 4×2 Pure 33.900 Euro
- Range Rover Evoque 5-türig 2.2 SD4 150 CV 4×2 Prestige 43.300 Euro
- Range Rover Evoque 5-türig 2.2 SD4 150 CV 4×2 Dynamic 42.400 Euro
- Range Rover Evoque Coupé 2.2 SD4 150 CV 4×2 Pure 34.900 Euro
- Range Rover Evoque Coupé 2.2 SD4 150 CV 4×2 Prestige 44.300 Euro
- Range Rover Evoque Coupé 2.2 SD4 150 CV 4×2 Dynamic 43.400 Euro
Der Preis des getesteten Fahrzeugs, Range Rover Evoque Coupé 2.2 SD4 4×4 190 CV Aut. mit Extras, beträgt 62.893 Euro.
Gesamtbewertung

Beginnen wir mit der Bewertung des Autos: Der Motor ist ein leistungsstarkes Aggregat, das jedoch weder durch Laufruhe noch durch niedrigen Verbrauch besonders hervorsticht. Dafür bietet er Power und ein Allradsystem, das (ja, es übertrifft ihn, und das kann ich eindeutig sagen) das praktisch jedes SUV der Konkurrenz übertrifft.
Allerdings empfehlen wir weder das Automatikgetriebe noch den Allradantrieb, sofern man ihn nicht wirklich benötigt, denn er verursacht Mehrkosten und erhöht den Verbrauch. Dynamisch ist das Auto übrigens überraschend: Es ist agil und steht in diesem Punkt anderen SUVs in nichts nach.
Im Design hat Land Rover hier ein einzigartiges Fahrzeug geschaffen, das mehr oder weniger gefallen mag, aber man kann ihm nicht absprechen, ein auffälliges, conceptartiges und innovatives Design mit frischen Linien im Gegensatz zu traditionelleren Modellen zu bieten. Ähnlich verhält es sich mit der Innenraumqualität: Schon in der Basisausstattung ist sie hoch, und man findet keine harten Kunststoffe oder schlechte Passungen im Innenraum, ganz im Gegenteil.

Beim Raumangebot muss man wiederum festhalten, dass die Coupé-Karosserie nicht die praktischste ist, wenn man die hinteren Sitze nutzen möchte, vor allem wegen des Zugangs. Der Kofferraum liegt mit 550 Litern Volumen im Rahmen des Üblichen in diesem Segment.
Schließlich bietet der Evoque mit einem wettbewerbsfähigen Basispreis eine Ausstattung, die weder das Soundsystem mit Bluetooth noch die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen oder sogar die Klimaanlage vermissen lässt. Wer einen Evoque nach eigenem Geschmack möchte, muss allerdings tief in die Optionsliste greifen, was sich deutlich im Endpreis niederschlägt (unser Testwagen lag bei rund 63.000 Euro).
Vergleich mit anderen Premium-SUVs (BMW X1, Audi Q3 und Mercedes GLK)

Wer meint, es handle sich um ein teures Auto, kann bei sorgfältiger und kritischer Auswahl der Extras einen gut ausgestatteten Range Rover Evoque 4×2 für weniger als 40.000 Euro bekommen. Wir haben einen kleinen Vergleich mit dem BMW X1, dem Mercedes GLK und dem Audi Q3 angestellt, um die Preise mit gängigen Extras gegenüberzustellen.
Grundlage ist ein Dieselmotor mit 150 CV oder nahe daran, 4×2, mit all diesen Ausstattungselementen, die wir als Extras kennzeichnen, wenn das Fahrzeug sie nicht serienmäßig besitzt: Klimaanlage, Licht- und Regensensor, Bi-Xenon, 17-Zoll-Felgen, Bluetooth, hintere Parksensoren, Audiosteuerung am Lenkrad und Tempomat.
- BMW X1 sDrive18d 143 CV 33.324 Euro (Extras: Bi-Xenon-Scheinwerfer, Armlehne, hinterer Sensor, Tempomat, Licht- und Regensensor, Bluetooth)
- Audi Q3 Advance 2.0 TDI 140 CV 35.175 Euro (Extras: 17-Zoll-Felgen, Klimaanlage – serienmäßig nur Klimatisierung –, Audiosteuerung am Lenkrad, Bi-Xenon)
- Mercedes GLK 200 CDI 143 CV 40.044 Euro (Extras: Bi-Xenon, Tempomat, Bluetooth, Regen- und Lichtsensor)
- Range Rover Evoque 2.2 SD4 150 CV 35.240 Euro (Extras: Bi-Xenon-Scheinwerfer, LED, Regen- und Lichtsensor)
Betrachtet man rein wirtschaftlich und nach Ausstattung, liegt der Range Rover Evoque auf dem Niveau des Audi Q3 oder wird sogar vom Mercedes GLK übertroffen; nur der BMW X1 hat bei gleicher Ausstattung den niedrigeren Preis.

Fotos | David Taboada, Diego G. Moreira und Testteam
Technische Daten dieses Autos
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