SsangYong Tivoli, Präsentation und Probefahrt in Madrid

Daniel Valdivielso    @valdi92    23 June 2015     5 min.
SsangYong Tivoli, Präsentation und Probefahrt in Madrid

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SsangYong arbeitet seit einiger Zeit daran, nicht länger nur eine weitere koreanische Marke zu sein. Das Unternehmen möchte sein Image und seine Produkte verbessern und erneuert deshalb seine Fahrzeugpalette in hohem Tempo.

Den höchsten Ausdruck dieser Erneuerung findet man im neuen Tívoli, einem komplett neuen Modell, das wir bereits in der spanischen Hauptstadt getestet haben.

Außendesign

Das Design, sowohl innen als auch außen, ist einer der entscheidenden Punkte, um den Tívoli zu verstehen. Die Verantwortlichen der koreanischen Marke wollten ein Produkt anbieten, das Blicke auf sich zieht – etwas, das bisher nicht die Stärke von SsangYong war.

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Wir können ohne Zweifel sagen, dass ihnen das gelungen ist. Der neue Tívoli gehört zu einem der umkämpftesten Segmente des spanischen Marktes, dem der urbanen SUV, das jeden Tag mehr Anhänger gewinnt und sein Angebot in den letzten Jahren stark vergrößert hat.

Das Außendesign des Tívoli zeigt Charakter und Eigenständigkeit. Er will nicht wie die anderen sein und hebt sich deshalb mit klaren, kräftigen Linien ab, bei denen scharfe Winkel und markante Konturen dominieren – genau das Gegenteil seiner Rivalen, die ein eher rundliches Erscheinungsbild zeigen.

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Die Front besitzt große Scheinwerfer mit ellipsoider Optik und integriertem LED-Tagfahrlicht, was die „technologische“ Seite des Tívoli unterstreicht. Auch beim Kühlergrill folgt er nicht dem Trend: Er ist in diesem Modell relativ klein und sitzt deutlich höher als in diesem Segment üblich. Die Nebelscheinwerfer haben ebenfalls eine kantige Form.

Die Seitenansicht des SsangYong hat viel Persönlichkeit dank der Verkleidung aus strukturiertem schwarzen Kunststoff, die die gesamte Karosserie umläuft, einschließlich der Radhäuser, und das SUV-Erscheinungsbild des Modells deutlich betont. Die Glasfläche ist kleiner als bei SsangYong üblich, was zusammen mit sehr kräftigen, markanten hinteren Viertelpartien einen der imposantesten Auftritte des Segments ergibt. Dazu tragen auch die Leichtmetallfelgen in den Größen 16, 17″ und 18″ bei, die je nach Ausstattung zweifarbig lackiert sind.

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Am Heck gibt es Rückleuchten, die sich bis in den Kotflügel erstrecken und ebenfalls LED-Technik bieten. Die Heckklappe mit großem Öffnungswinkel lässt sich sehr bequem öffnen. Die hintere Stoßstange besitzt Zierleisten in Form von Schutzelementen, die zwar nicht aus Metall, aber aus einem widerstandsfähigeren Kunststoff sind, was dazu einlädt, mit dem Tívoli auch unbefestigtes Gelände zu erkunden. Das Nebelschluss-/Rückfahrlicht sitzt mittig in der Stoßstange und sorgt für ein unverwechselbares Bild.

Innenraumdesign

Wenn der SsangYong außen sehr modern wirkt, ist das Interieur zwar nicht spektakulär, aber dennoch ansprechend. Die Gesamtlinie vermittelt einen Eindruck von Qualität und Robustheit, was spätestens beim Darüberstreichen mit der Hand bestätigt wird. Die Verarbeitung ist sehr gut, mit präzisen Passungen. SsangYong hat Softtouch-Kunststoffe und harte Materialien meisterhaft kombiniert – wobei letztere überwiegen – und setzt außerdem Zierleisten in dem derzeit so beliebten Klavierlack-Schwarz ein.

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Besondere Erwähnung verdienen die Sitze, zweifellos die besten des Segments und weit vor denen anderer Marken. Sie sind wirklich bequem, halten in Kurven gut und sind sehr hochwertig verarbeitet, mit Stoff- und Lederbezügen erster Qualität.

Der Innenraum bietet sehr viel Platz. Die vorderen Sitze bieten in jeder Hinsicht beachtliche Maße, doch sind es die hinteren Plätze, die mit Bein- und Kopffreiheit auf dem Niveau eines Modells der höheren Klasse wirklich überraschen. Auch der Kofferraum hat ein gutes Volumen, eine quadratische Form und zahlreiche praktische Lösungen, um die Ladefähigkeit des Autos zu verbessern.

Fahrdynamik

In der ersten Phase der Markteinführung wird der Tívoli nur mit einem Saugbenzinmotor mit Direkteinspritzung angeboten, der 128 PS und 160 Nm leistet. Dazu gibt es ein manuelles 6-Gang-Getriebe mit eher langen Übersetzungen, das die Leistung auf die Vorderräder überträgt.

Der Motor ist zwar nicht übermäßig leistungsstark, mit einer Beschleunigung und Zwischenspurt, die gerade ausreichen, hat aber zwei besondere Vorzüge: die Laufruhe und den niedrigen Verbrauch. Auf der Strecke, die wir bei der Präsentation zurückgelegt haben – rund 140 km über Straßen aller Art –, überschritt der Verbrauch 6,8 Liter nicht, ein sehr guter Wert, wenn man bedenkt, dass wir mehrmals versucht haben, die Fähigkeiten und Leistungen des Autos auszuloten.

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Das Fahrwerk ist gut abgestimmt und besitzt eine angenehme, für SsangYong ungewohnt straffe Dämpfung, die Wankbewegungen und Trägheitskräfte wirksam kontrolliert. Außerdem bietet die Bremsanlage eine gute Verzögerungsleistung, während die Lenkung für den Alltag eine ausreichende Unterstützung und ein gutes Feedback liefert.

Ausstattung und Preise

Der Tívoli kommt mit mehreren Ausstattungsvarianten auf unseren Markt; die einfachste trägt die Bezeichnung Line und startet bei 14.900 €. Für alle, die das Grundlegende suchen, gibt es bereits Elemente wie Klimaanlage, ESP und Projektionsscheinwerfer.

Die nächste Ausstattung heißt Premium, mit einem Preis von 16.500 € für die Benzinversion und 18.000 € für den Diesel. Hinzu kommen unter anderem Nebelscheinwerfer, elektrische Fensterheber hinten und getönte Scheiben.

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Das teuerste Modell ist der Limited, der unter anderem das Navigationssystem mit Touchscreen, die Rückfahrkamera, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Lederpolster und Licht- und Regensensoren umfasst.

Die ersten Fahrzeuge erreichen die Händler in den kommenden Wochen, während die Dieselvarianten ab September verkauft werden.

Fotografie | Daniel Valdivielso

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