Test Opel Insignia Country Tourer 2.0 BiTurbo Diesel 210 CV 4x4: für alle, die alles wollen

Diego G. Moreira     25 June 2019     9 min.
Test Opel Insignia Country Tourer 2.0 BiTurbo Diesel 210 CV 4x4: für alle, die alles wollen

Meinung und Test des Opel Insignia Country Tourer mit dem 2.0 Biturbo-Dieselmotor mit 210 CV Leistung und Allradantrieb 4×4. Ein Kombi, der überrascht.

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Da Vans heutzutage auf dem Markt nicht mehr als modische Karosserieform gelten, setzen die Marken zunehmend auf Kombis und SUVs, um den Platzbedarf einer Familie abzudecken. Wenn man zusätzlich Platz mit Offroad-Fähigkeiten verbinden kann, ist das Endergebnis sehr interessant.

Noch vor einigen Jahren war diese Kombination aus Kombi mit Allradantrieb und geländetauglichen Eigenschaften exklusiv den Premiummarken vorbehalten. Zum Glück hat sich das geändert, und einer der Neuankömmlinge auf dem Markt ist dieser Opel Insignia Country Tourer, zweifellos der vielseitigste Insignia, sowohl was den Platz als auch die Offroad-Fähigkeiten betrifft, dank seines kraftvollen 2.0-Dieselmotors mit 210 CV und des Allradantriebs 4×4.

Außendesign: SUV-Ästhetik für einen eleganten Kombi

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Ausgehend vom eleganten Design des Opel Insignia hat die deutsche Marke kleine Änderungen eingeführt, um ein SUV-artigeres Design zu schaffen und diesem Kombi ein geländetaugliches Aussehen zu verleihen. Der Kühlergrill folgt dem Design seiner Brüder aus der Modellpalette, ebenso wie die Frontleuchten mit LED für alle Beleuchtungsfunktionen – besonders auffällig die Tagfahrlichter im Stil einer „Augenbraue“. Die Änderungen zeigen sich auch im unteren Bereich der Stoßstange, mit schwarzen Kunststoffeinsätzen rund um die vorderen Nebelscheinwerfer und einer neuen zentralen Zierleiste im unteren Bereich.

An der Seite fallen die enormen Radhäuser auf, ebenfalls mit schwarzen Zierleisten als Kontrast, die ihre gewaltigen Abmessungen kaschieren – knapp über 5 Meter Länge (5.004 mm). Trotz seiner Größe zeichnen die fließenden Linien eine elegante Seitenansicht.

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Am Heck wieder elegante Linien, die vom Dachpfosten zu den Leuchten abfallen. Den sportlichen Akzent setzt der doppelte Auspuffendrohr, der uns verrät, dass wir es mit einem leistungsstarken Motor zu tun haben, sowie der 4×4-Schriftzug und der Unterfahrschutz der Stoßstange in Kontrastfarbe.

Innenraumdesign

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Der Innenraum besteht aus avantgardistischen Linien, ist in mehreren Ebenen gestaltet und wahrt ein gelungenes Maß an Schlichtheit, was die fehlenden Tasten im Großteil der Mittelkonsole betrifft (ganz anders als bei der vorherigen Generation). Die Qualität ist insgesamt gut, mit angenehm anzufassenden Kunststoffen auf fast dem gesamten Armaturenbrett, abgesehen von einigen unteren Bereichen mit hartem Kunststoff, die in einem Fahrzeug dieser Klasse nicht sein sollten.

Der schlichte, aber praktische Touch zeigt sich auch bei der Instrumentierung , halbdigital und umfassend in den Informationen. Der mittlere Teil ist digital und die seitlichen Anzeigen analog, was einen auffälligen Kontrast schafft. Im zentralen Bereich lassen sich alle Arten von Fahrzeuginformationen, das Navigationssystem oder die Multimediafunktionen anzeigen.

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Einer der hervorzuhebenden Punkte dieses Opel Insignia (und seinerzeit auch seines kleineren Bruders, des Astra) sind die Sitze mit AGR-Zertifizierung, die sich nahezu perfekt an den Körper anpassen und eine sehr bequeme Sitzposition schaffen. Die Ledersitze mit Lochung verfügen über Belüftung und Heizung, außerdem elektrische Verstellung und eine Massagefunktion. Sie sind hart gepolstert, aber dennoch sehr bequem, auch wenn man viele Kilometer zurücklegt. Die seitliche Halterung ist korrekt, und die Massagefunktion lindert, ohne besonders raffiniert zu sein, den Rücken nach einigen Kilometern am Steuer spürbar.

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Die Rücksitze sind die eines Dienstwagens: Der Platz für Füße und Kopf ist enorm. Es gibt USB-Anschlüsse zum Laden unserer Geräte, Luftauslässe für die Rückbank und sogar beheizbare Sitze. In Sachen Komfort und Raum würden wir keinen Unterschied zu einer großen deutschen Repräsentationslimousine bemerken.

Schließlich sorgt das große Panorama-Schiebedach für viel Licht im Innenraum. Was Ablagen betrifft, bietet der Insignia ein großes Handschuhfach, eine Ablage vor dem Schalthebel, eine weitere dahinter und eine geräumige Mittelkonsole mit einer Fläche für das Mobiltelefon. Der Kofferraum fasst 560 Liter, mit elektrischer Heckklappe, die ein Bild auf den Boden projiziert, falls man sie mit dem Fuß öffnen möchte.

Motor und Leistung

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Einer der besten Dieselmotoren, die Opel je in seinem Programm hatte, ist dieser Biturbo-Block, der nun komplett überarbeitet wurde, aber seine Kraft unverändert beibehält. Dieser Motor, der im Werk von Opel in Kaiserslautern gefertigt wird, zeichnet sich durch seine Leistung aus und erfüllt gleichzeitig die strenge europäische Abgasnorm (dank des Einsatzes von AdBlue).

Dieser Motor mit doppeltem Turbolader und sequenzieller Funktionsweise liefert ein Drehmoment von 480 Nm bereits ab knapp 1.500 U/min und treibt unermüdlich an, bis er 4.500 U/min überschreitet, und bietet einen Einsatzbereich, den nur sehr wenige konventionelle Zweiliter-Diesel besitzen. Er glänzt nicht durch Laufruhe – obwohl an der Schalldämmung gearbeitet wurde –, sondern durch seine Leistung. Die 210 CV und das kraftvolle Drehmoment spürt man deutlich, was sich in einem unmittelbaren Ansprechen schon bei niedrigen Drehzahlen niederschlägt, das bei 3.000 U/min noch an Charakter gewinnt.

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Für die Übertragung dieser ganzen Kraft sorgt ein Achtgang-Automatikgetriebe, das korrekt arbeitet. Es schaltet recht sanft und im Sportmodus ausreichend schnell, wobei die integrierten Schaltwippen für eine agilere und sportlichere Reaktion genutzt werden können. Besonders hervorzuheben sind die kräftigen Bremsen, die den Insignia mühelos und nachdrücklich verzögern, trotz eines Gewichts von knapp 1.800 kg.

Fahrverhalten: komfortabel, aber mit Charakter

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Auf Landstraßen und Autobahnen ist dieser Insignia Country Tourer sehr komfortabel, mit Stabilität und einem hohen Komfortniveau. Wählt man den Modus „Tour“, steigert sich die Laufruhe, und man verspürt auch bei langen Strecken keine Ermüdung, unabhängig vom Zustand der Straße (die Federung absorbiert im Modus „Tour“ die Unebenheiten des Asphalts hervorragend).

Im Modus Sport ändert sich alles grundlegend, vor allem die Federung, die die Karosserie unabhängig vom Straßentyp stabil hält, mit hervorragendem Kurvenverhalten. So sehr, dass es kleinere Autos mit schlechterem Kurvenverhalten gibt; hier spielt der Allradantrieb eine wichtige Rolle.

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Die Reaktion beim Durchtreten des Gaspedals ist kraftvoll und die Leistung bricht nie ein, da der Allradantrieb dafür sorgt, dass keines der 210 Pferde durchdreht. In der Stadt ist es eine große Limousine, verfügt aber über Sensoren, Einparkhilfe, Front- und Rückfahrkamera, was beim Rangieren hilft.

Obwohl er Allradantrieb hat, machen ihn seine Bodenfreiheit und seine Ausstattung für Schotterpisten oder – mit guten Reifen – für Schnee geeignet. Man darf allerdings nicht vergessen, dass es sich um ein SUV handelt, bei dem der Allradantrieb eine entscheidende Rolle für das Fahrdynamikverhalten spielt.

Verbrauch

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Auf unserer üblichen Strecke auf der Autobahn zwischen Madrid > Vigo > Madrid lag der Durchschnittsverbrauch bei 7 Litern auf 100 km, während er auf Landstraßen durchschnittlich auf 7,5 Liter auf 100 km steigt (wobei sich mit vorausschauender Fahrweise einige Zehntel einsparen lassen).

In der Stadt machen sich seine Abmessungen und sein Gewicht bemerkbar; bei unserer üblichen Runde in Vigo betrug der Durchschnittsverbrauch 9,5 Liter auf 100 km.

Ausstattung: Arsenal an Sicherheit und Technik

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Den Überblick über die Ausstattung beginnen wir immer mit den serienmäßigen Sicherheitselementen des Opel Insignia Country Tourer. In der Basisausstattung umfasst der Insignia unter anderem: mehrere Airbags, Stabilitätskontrolle, Spurhalte-Warnung (ohne akustisches Signal), Verkehrszeichenerkennung, Frontkollisionswarnung, Warnung vor Querverkehr hinten und weitere Elemente.

Optional können aber auch weitere, sehr empfehlenswerte Systeme hinzugefügt werden, wie die Matrix-LED-Frontscheinwerfer Intellilux, die alle Beleuchtungsfunktionen vereinen und sich allen Fahrbedingungen anpassen. Sie halten den Lichtkegel so, dass andere Fahrzeuge nicht geblendet werden, leuchten aber so weit wie möglich (Opel hat sich schon immer durch die Qualität der Beleuchtung hervorgetan; sogar die kurvenlicht-fähigen Bixenon-Scheinwerfer der vorherigen Insignia-Generation waren hervorragend).

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Und unter den weiteren Optionen, nicht nur aus dem Sicherheitsbereich, stechen das Multimediasystem hervor, das serienmäßig mit einem 7-Lautsprecher-Soundsystem ausgestattet ist, optional aber mit dem BOSE-Soundsystem mit hervorragendem Klang erweitert werden kann.

Und etwas, das früher serienmäßig war, jetzt aber seit der Übernahme durch PSA optional ist, ist das Opel OnStar, eine Ausstattung, die ich all jenen dringend empfehle, die viele Kilometer mit dem Auto zurücklegen, da es ein sehr nützliches Hilfsmittel ist. Neben der Notfallhilfe (die serienmäßig angeboten wird) steht uns dank OnStar ein Operator zur Verfügung, der uns Routen an das Navigationsgerät sendet oder ein Hotel nach Wunsch sucht oder einen Parkplatz im Stadtzentrum, und das alles mit nur einem Knopfdruck. Außerdem gibt es einen 4G-WLAN-Hotspot mit Verbindung für bis zu 7 Geräte gleichzeitig (mit internationaler Abdeckung, betrieben von Vodafone).

Persönliche Meinung und Preis des Opel Insignia Country Tourer

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Der Grundpreis des Opel Insignia Country Tourer beträgt 36.717 Euro, während unser Testwagen mit Extras knapp über 40.000 Euro lag. Zu diesem Einstiegspreis hat er keinen bekannten Konkurrenten, denn die Rivalen der Premiummarken kosten deutlich mehr, und dieser deutsche Wagen muss sich bei Verarbeitung, Technik oder Innenraumplatz kaum vor den Premiummarken verstecken.

Auch in Sachen Allradantrieb ist dieser Insignia Country Tourer eine gute Alternative für alle, die ein dynamisches Fahrzeug suchen, mit dem man aber auch zum Skifahren fahren kann. Mich hat der Innenraum oder die Motorleistung angenehm überrascht, und gleichzeitig fällt er durch seine Geräumigkeit auf.

Wenn du eine Familienlimousine mit Allradantrieb suchst, die Premiummodelle aber leicht außerhalb deines Budgets liegen, hat Opel eine Alternative, mit der sich die große Mehrheit deiner Bedürfnisse erfüllen lässt und die derzeit bei den Generalisten keinen Konkurrenten hat.

Fotos | Diego G. Moreira

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