Testfahrt Volvo V90 D5 AWD Inscription, Papa, auf in den Urlaub!

Daniel Valdivielso    @valdi92    21 August 2017     10 min.
Testfahrt Volvo V90 D5 AWD Inscription, Papa, auf in den Urlaub!

Die neue Modellgeneration von Volvo sorgt für großen Erfolg. Jetzt liegt der V90 bei uns auf dem Tisch, der größte Kombi der Marke.

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Die überarbeitete 90er-Serie von Volvo hat sich dank ihrer vielen Vorzüge zu einem echten Eckpfeiler für den schwedischen Hersteller entwickelt.

Jetzt steht in unserer Garage der V90, die Kombiversion des S90, angetrieben von einem D5-Motor und mit der bestmöglichen Ausstattungslinie veredelt, der Inscription.

Außendesign

Der neue V90 kann seine Herkunft nicht verbergen. Auf den ersten Blick ist er als echter Volvo leicht zu erkennen. Seine ästhetischen Qualitäten sind offensichtlich, und die Weiterentwicklung seines Designs gegenüber den Vorgängern V70 ist mehr als nur eine Tatsache, sie verleiht ihm eine noch ausgeprägtere Persönlichkeit.

Man kann nicht leugnen, dass der V90 ein großes, voluminöses Auto ist. Mit knapp 5 Metern Länge liegen seine 4,94 Meter im Mittelfeld des Segments, ebenso wie seine Höhe von 1,47 Metern und seine Breite von 1,88 Metern. Seine Proportionen werden jedoch durch einen Eindruck absoluter Robustheit gut kaschiert.

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Die Front könnte als der “gewöhnlichste” Teil der jüngsten Schöpfungen des schwedischen Herstellers gelten. Denn die kraftvolle Schnauze mit einem fast senkrecht stehenden Kühlergrill, der ein großes Markenlogo in der Mitte trägt, harmoniert perfekt mit Scheinwerfern, die denen des XC90 ähneln, bei denen “Thors Hammer” weiterhin für das LED-Tagfahrlicht sorgt.

Der untere Teil der Front wird von zwei verchromten, schnurrbartförmigen Zierleisten abgeschlossen, die aus der Frontansicht den breiten Eindruck des Fahrzeugs unterstreichen. Eine gut gestaltete Verglasung harmoniert perfekt mit der klaren Linienführung des Fahrzeugs, bei dem sich nur eine Spannungslinie an der Seite entlangzieht und zwei markante Sicken auf der Motorhaube verlaufen.

Am Heck wird das Gesamtbild durch die typischen, senkrecht stehenden Rückleuchten an den Seiten der Heckscheibe geprägt. Diesmal wurden sie weiterentwickelt und haben zwei kleine Verlängerungen bis in die Heckklappe. Schließlich runden zwei echte, eckige Auspuffendrohre, die bündig im unteren Teil der Stoßstange sitzen, das Gesamtbild ab.

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Der V90 bietet ein sehr premiumhaftes Außenbild dank der vielen verchromten Details, die sich über die Karosserie ziehen und die man beispielsweise an den Fensterrahmen, den Türgriffen oder den Schwellern findet. Die Dachreling in satiniertem Silber verleiht dem Ganzen eine familiäre und abenteuerliche Note. Besonders auffällig sind die riesigen 20-Zoll-Felgen, die die Radhäuser perfekt ausfüllen, aber selbstverständlich zum Optionskatalog gehören.

Innendesign

Der Innenraum des V90 ist, wie bei den jüngsten Modellen der Marke, eine Ode an Schlichtheit und Klarheit. Das Interieur ist sehr ähnlich zu dem des XC90 gestaltet und zudem identisch mit dem seines Limousinen-Bruders, dem S90.

Das Armaturenbrett mit klaren Linien ist um einen zentralen Bildschirm herum angelegt, der hochkant statt der traditionelleren Querformat-Anordnung steht. Mit hochwertigen Materialien ist der Innenraum mit viel Geschmack gestaltet, mit Zierleisten aus natürlichem Holz, Lederbezügen und Metalldetails. Alle Kunststoffe sind weich gepolstert, und die Passungen sind millimetergenau.

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Die Schlichtheit zeigt sich in allen Details. Der Minimalismus wurde bis zum Äußersten getrieben, indem die Anzahl der Knöpfe und Schalter auf ein Minimum reduziert wurde. So sehr, dass man im Innenraum des V90 nur 8 Knöpfe findet, während die meisten Bedienelemente am zentralen Bildschirm zusammengefasst sind. Das hat viele Vorteile, doch manchmal, etwa bei der Bedienung der Klimaanlage, zwingt es einen, den Blick zu lange von der Straße abzuwenden.

Die vollständig digitale Instrumentierung liefert alle Arten von Informationen. Außerdem lässt sich ihr Erscheinungsbild leicht anpassen, und es gibt einen Bordcomputer, der zwar sehr umfangreich ist, aber recht kompliziert zu bedienen ist, da er Tasten am Lenkrad und am Blinkerhebel kombiniert.

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Der Innenraum ist klar und warm, fernab der Knopfflut mancher Konkurrenten
Die Ausstattung ist, besonders in dieser Inscription-Ausführung, mehr als umfangreich. Zu den herausragendsten Merkmalen gehören die dekorativen Zierleisten aus offenporigem Holz, das Navigationssystem, die Lederpolsterung, das Ambientelicht und die elektrisch öffnende und schließende Heckklappe.

An Bord des V90 gibt es einen sehr großzügigen Platzangebot. Sowohl die Passagiere in der ersten als auch in der zweiten Reihe genießen sehr gute Platzverhältnisse, und selbst der Passagier auf dem mittleren Platz hinten kann es sich recht bequem machen.

Besondere Erwähnung verdienen die Sitze, die zunächst mit einem äußerst weichen Leder bezogen sind, das zum Komfort- und Qualitätsgefühl beiträgt . Diese Sitze sind außergewöhnlich bequem und können je nach Ausstattung auf den Vordersitzen mit Sitzheizung, Belüftung, Massagefunktion und elektrischer Verstellung ausgestattet sein. Sie sind ein großer Verbündeter, wenn man lange Strecken genießen möchte.

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Auf den Rücksitzen gibt es zudem zwei perfekt integrierte Kindersitzkissen. Diesmal gibt es auch eine separate Klimatisierung für die Passagiere im Fond, die so ebenfalls eine sanfte und komfortable Fahrt erleben. Der Kofferraum bietet eine sehr großzügige Ladeöffnung und Zugang zu einer völlig ebenen und nutzbaren Fläche von 560 Litern, die sich durch Umklappen der Rücksitzlehnen der zweiten Reihe auf über 1.200 Liter erweitern lässt.

Fahrdynamik

Der V90 verfügt über eine breite Palette von Motoren aus der modularen Drive-E-Familie, die alle auf einem Vierzylinder-Block mit 2 Litern Hubraum basieren. Unser Fahrzeug, das den erwähnten D5-Motor hatte, bildet keine Ausnahme. Dieser Diesel leistet 235 PS und 480 Nm bereits ab etwa 1.750 U/min.

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Quer eingebaut im Vorderwagen ist er als einzige Option mit einem Automatikgetriebe mit Wandlerkupplung und 8 Gängen gekoppelt, entwickelt vom Spezialisten Aisin. Dieses Getriebe arbeitet sehr sanft und schaltet ausreichend schnell, und es leitet die Kraft über ein Allradsystem an alle vier Räder.

Offiziell beschleunigt dieser V90 in nur 7,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h. Der homologierte Stadtverbrauch liegt bei 5,7 Litern, und er sinkt im außerstädtischen Zyklus auf unglaubliche – wortwörtlich – 4,5 Liter. Der kombinierte Verbrauch liegt laut Homologation bei 4,9 Litern/100 km.

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Sein Reisecharakter entfaltet sich, sobald wir auf die Landstraße kommen. Alles ist entspannt und ruhig
Nein, das sind nicht die Werte, die wir im Bordcomputer des Autos je sehen werden. In der Stadt sind, besonders mit unserem Fahrzeug, das vollgepackt mit Ausstattung ist und auf 20-Zoll-Felgen rollt, Werte um 7,5 bis 8 Liter normal. Auf der Landstraße bewegen wir uns um 6 bis 6,5 Liter, und in unserem Test ergab sich nach mehr als 1.200 km ein Durchschnitt von 7,0 Litern/100 km.

Die Leistungswerte sind denen eines Konkurrenten ähnlich, der bislang noch auf Sechszylindermotoren setzt – BMW 5er, Audi A6, Mercedes E-Klasse, Lexus GS450h… – ein Konzept, von dem Volvo bereits Abstand genommen hat. Um ehrlich zu sein, ist dieser V90 so gut gedämmt, dass man den Vierzylindercharakter des Motors nur beim ersten Anfahren des Tages wahrnimmt, dann klingt der Motor etwas rau, und einige Vibrationen übertragen sich auf die Pedale und den Schalthebel.

Der D5-Motor ist exklusiv mit dem Powerpulse-System ausgestattet, einem System zur Unterstützung der Aufladung über einen Druckluftkreislauf, das in bestimmten Situationen Luft in das Ansaugrohr ausstößt, bevor der Turbolader seine Betriebsdrehzahl erreicht, und so das Turboloch beseitigt.

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Betrachtet man das Fahrwerk, bietet der V90 eine unabhängige Radaufhängung mit verformbaren Doppelquerlenkern an allen vier Rädern, mit herkömmlichen Dämpfern und einer innovativen Querblattfeder aus Verbundwerkstoff an der Hinterachse. Optional ist auch ein pneumatisches Dämpfungssystem erhältlich.

Einmal unterwegs, wird der V90 zu einem echten Kilometerfresser, einem dieser Autos, mit denen man immer gern losfährt. Seine Dämmung ist hervorragend, seine Laufruhe absolut. Offensichtlich liegt sein bevorzugtes Terrain auf den großen Schnellstraßen, wo man mit 120 km/h bei etwa 2.000 U/min fährt, doch auch auf Landstraßen fühlt er sich souverän.

Wenn sich die Straße windet, kann der Volvo nicht gegen die Physik ankämpfen, die an seinen 2 Tonnen Gewicht zerrt. Ja, er wehrt sich, ist erstaunlich agil und äußerst gutmütig, aber man muss immer wissen, was man in den Händen hält, zumal die Lenkung sehr stark unterstützt wird und keinerlei Rückmeldung gibt.

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Auch das immer beliebtere System der Fahrmodi fehlt nicht, das beim V90 drei Optionen bietet: ECO, Normal und Dynamic. Je nach Modus gibt es mehr oder weniger Lenkunterstützung, ebenso wie Systeme wie das Segeln.

Bei Volvo darf man die große Anzahl an Assistenz- und präventiven Sicherheitssystemen nicht übersehen. Die 90er-Serie hat Systeme wie das LED-Matrix-Licht (mit gutem, aber in einigen Momenten etwas trägem Betrieb) oder den Pilot Assist eingeführt, einen teilautonomen Fahrassistenten mit „Hände am Lenkrad“, der bis 130 km/h funktioniert und das Fahrzeug in der Mitte der Spur hält, ohne die Begrenzungslinien zu überfahren.

Modelle und Ausstattungen: Was kostet das Fahrzeug, das du siehst?

Die V90-Palette umfasst drei Dieselvarianten, D3 (150 PS), D4 (190 PS) und D5 mit 235 PS. Die ersten beiden sind frontgetrieben, beim D4 gibt es Allrad als Option. Bei den Benzinern stehen zwei Varianten zur Auswahl, T5 mit 254 PS und T6 mit 320 PS. Ganz oben in der Palette steht eine exotische Plug-in-Hybridvariante, der T8, mit satten 408 PS.

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Außerdem gibt es drei verschiedene Ausstattungslinien, die mit jedem Motor kombinierbar sind. Die Einstiegsversion heißt Momentum, darüber liegen R-Design und Inscription. Die Preise beginnen bei 48.200 € für den V90 D3 Momentum mit Schaltgetriebe und reichen bis 82.000 € für den V90 T8 Twin Engine AWD Inscription.

Unser Fahrzeug (D5 AWD Inscription) beginnt bei 66.900 €, zu denen noch alle möglichen Sonderausstattungen kommen: 20-Zoll-Felgen (1.886 €), Metallic-Lack in Onyx-Schwarz (1.131 €), Versatility-Paket (578 €), Alarmanlage (578 €), Kindersicherung (113 €), Intellisafe Surround (628 €), laminierte Seitenscheiben (943 €), Volvo On Call (1.068 €), vom Kofferraum aus umklappbare Sitze (314 €), Head-Up-Display (1.383 €), Bowers & Wilkins Soundsystem (3.772 €) und weitere Elemente.

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Insgesamt liegt der Endpreis dieses Fahrzeugs knapp über 85.000 €, konkret bei 86.600 €. Das sind praktisch 20.000 € für Sonderausstattung, zweifellos ein sehr hoher Betrag, der aber Zugang zu einem echten Premium- und Luxuserlebnis verschafft, das seinen härtesten Konkurrenten in nichts nachsteht.

Technische Daten dieses Autos


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