Fahrzeug-Identifizierungsnummer: alles, was du wissen musst

Mónica Redondo    @MonicaRedondoD    7 April 2020     3 min.
Fahrzeug-Identifizierungsnummer: alles, was du wissen musst

Alle Fahrzeuge, die auf unseren Straßen unterwegs sind, verfügen über eine Fahrgestellnummer bzw. VIN. Aber weißt du, was sie bedeutet? Wir verraten es dir.

Ford Puma Highmotor 3

Die Fahrgestellnummer ist die deutsche Übersetzung des Kürzels VIN, das im Englischen Vehicle Identification Number bedeutet. Wie du sicher schon weißt, dient diese Nummer nicht nur dazu, dein konkretes Fahrzeug zu identifizieren, sondern kann auch zur Identifizierung von Ersatzteilen oder spezifischen Teilen für dein Auto verwendet werden.

Unabhängig vom Modell besteht diese Nummer aus einer Reihe von Zahlen und Buchstaben, die den Herstellern viele Informationen liefern. Möchtest du die Bedeutung der Fahrgestellnummer deines Autos kennen?

Numero Bastidor Bmw

Alle Hersteller bilden ihre Fahrgestellnummern bzw. VIN aus 17 Stellen. Diese Zahlen und Buchstaben sind Teil eines universellen Codes, der die notwendigen Informationen zu jeder gebauten Einheit liefert. Beispielsweise dient die Fahrgestellnummer neben dem bereits Erwähnten auch dazu, die von einem Rückruf betroffenen Einheiten zu identifizieren.

Diese Nummerierung findet sich in der Regel neben dem Fahrzeugschein auch an der unteren rechten Ecke der Windschutzscheibe des Fahrzeugs, obwohl sie bei Marken wie BMW auf der rechten Seite zu finden ist, wenn man die Motorhaube öffnet.

Bastidor Lamborghini

Was bedeutet die Fahrgestellnummer des Fahrzeugs?

Die VIN bzw. Fahrgestellnummer besteht, wie bereits erwähnt, aus 17 Zeichen, und jedes davon hat eine Bedeutung. Die ersten drei, die bei BMW meist WBA oder WBS lauten, wenn es sich um ein M-Modell handelt, geben Auskunft über den Hersteller. Man bezeichnet sie als WMI, und diese Abkürzung steht für World Manufacturer Identifier. Neben dem Hersteller lässt sich daraus auch ableiten, wo das Modell gefertigt wurde.

Die zweite Ziffer oder der zweite Buchstabe verweist auf den Hersteller selbst. Zum Beispiel verwendet Audi den Buchstaben A, BMW das B, Ford das F, Mercedes-Benz das D, Nissan das N, Volkswagen das V oder Toyota das T. Der dritte Buchstabe gibt hingegen den Modelltyp an, ob es sich um einen Pkw, einen SUV, einen Sportwagen usw. handelt.

Hdr

Die folgenden vier Ziffern geben Auskunft über den Motortyp, die Karosserie, das Modell oder die Getriebeart. Außerdem ist zu beachten, dass diese Angaben je nach Hersteller mehr oder weniger Informationen liefern. Die Ziffer an neunter Stelle ist eine Prüfziffer; sie kann I, O, Q oder Ñ lauten. Die nächste Stelle gibt das Herstellungsjahr an, das durch einen Buchstaben von A bis Z und die Ziffern 1 bis 9 dargestellt wird. Anschließend lässt sich das Werk ablesen, in dem das Modell montiert wurde. Darauf folgen die Produktionsnummern des Herstellers. Auf diese Weise gelangt man zu den letzten sechs Stellen.

Diese Gruppe trägt eine besondere Bezeichnung, VIS, und liefert spezifische Details zum jeweiligen Modell. Wichtig ist, dass die Vorschriften zu Fahrgestellnummern in Europa durch die Norm ISO 3779 geregelt sind. Gemäß dieser Norm gliedern sich die Nummern wie folgt:

  • WMI: die ersten drei Stellen, die den Herstellungsdaten entsprechen.
  • VDS: Bauartgenehmigungen des Fahrzeugs.
  • VIS: Informationen zur Fertigung des Automobils (die letzten 6 Stellen)

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