Motorenkarte: Stammt der Motor unseres Autos von der Marke des Autos? (I)

Diego G. Moreira     16 November 2012     5 min.
Motorenkarte: Stammt der Motor unseres Autos von der Marke des Autos? (I)

Motorenkarte: Woher stammt der Motor meines Autos? In diesen Artikeln analysieren wir die Herkunft der verschiedenen Antriebe, die die Marken in ihren Modellen verbauen.

Anlässlich mehrerer Gespräche mit Leuten, die nicht besonders vertraut mit der Welt des Motors sind, aber immer wieder gewisse Klischees wiederholen, die in einigen Fällen zutreffen und in anderen jeglicher Grundlage entbehren, habe ich mir überlegt, eine Reihe von Artikeln zu verfassen, um die Herkunft der Motoren unserer Marken zu analysieren.

Das mag offensichtlich erscheinen, aber ich erinnere mich, dass wir oft ein Auto einer Marke kaufen können, dessen Motor aber nicht zu 100 % von dieser Marke stammt oder in Zusammenarbeit mit einem anderen Hersteller entwickelt wurde. Ziel ist es, etwas Licht in das aktuelle Modellangebot zu bringen und jene Modelle genauer zu beleuchten, die sich einen Motor teilen. Und nebenbei, Gespenster von Mythen und Gerüchten zu vertreiben, die in einigen Fällen ungerechtfertigt sind.

Wenn wir von geteilten Motoren sprechen, bedeutet das nicht immer, dass man einen Motor einfach nimmt und in eine andere Marke einbaut, sondern in manchen Fällen wird er entsprechend den Bedürfnissen und Vorlieben des jeweiligen Herstellers abgestimmt oder sogar gemeinsam von zwei Marken entwickelt, um Kosten zu sparen.

Volkswagen-Konzern (Audi, Seat, Skoda und Volkswagen)

Ich möchte die Marken alphabetisch durchgehen, und der erste Eintrag ist Audi. Eine Marke des Konzerns Volkswagen, bei der die verschiedenen Motoren unter allen Marken der Gruppe geteilt werden. Sowohl Audi, Seat, Skoda als auch Volkswagen verwenden dieselben Antriebe, ebenso wie beim DSG-Getriebe, das auch unter einer anderen Bezeichnung vorhanden ist, im Kern aber ein DSG der Marke Audi ist.

Als Kuriosum sei erwähnt, dass der bekannte 2.0 TDI-Dieselmotor mit 140 PS eine Zeit lang mit dem Daimler-Konzern geteilt wurde, genauer gesagt im Dodge Journey, Chrysler Sebring oder Dodge Caliber. Diese Vereinbarung gilt aber inzwischen nicht mehr.

BMW

Dieser Hersteller umfasst die Marke Mini, und gerade bei Mini werden wir uns etwas Zeit nehmen, um das Motorenangebot zu analysieren. BMW hat Allianzen mit dem französischen PSA-Konzern Peugeot Citroën für die gemeinsame Entwicklung von Motoren geschlossen. Das bekannteste Produkt ist der Benziner 1.6 THP, der in BMW, Mini, Citroën und Peugeot erhältlich ist.

Ein weiterer Neuling auf dem Markt ist der revolutionäre BMW Serie 1 114d, mit einem Dieselmotor von 1,6 Litern und 95 PS. Das mag euch nicht bekannt vorkommen, aber wenn ich vom 1.6 HDI mit 92 PS spreche, erinnert ihr euch vielleicht eher daran. Laut Hersteller ist der Dieselmotor im 114d in gemeinsamer Entwicklung von BMW und PSA entstanden, basiert aber zweifellos auf dem altbekannten 1.6 HDI.

MINI steht dem nicht nach: Bis vor Kurzem stammten die Dieselmotoren mit 90 und 110 PS von PSA, jetzt verbaut die Marke einen Motor von BMW, während das Benzinangebot (One und Cooper) nach wie vor ein 1.6 mit 98 und 122 PS ist, mit Ursprung bei BMW/PSA und von beiden Marken genutzt (mit vielen Gemeinsamkeiten mit dem legendären 1.6 VTI von PSA). Sogar der Cooper S mit dem berühmten THP mit 184 PS ist eine weitere Zusammenarbeit beider Hersteller.

Citroën/Peugeot

Grundsätzlich sind alle Benzinmotoren von PSA eigene Entwicklungen, aber das muss genauer betrachtet werden, denn viele davon wurden in Zusammenarbeit mit anderen Herstellern entwickelt. Der konkreteste Fall ist der 1.6 THP, der gemeinsam mit BMW entwickelt wurde und in beiden Marken verbaut wird.

Das Dieselangebot, der bekannte 1.4 HDI mit 70 PS, der 1.6 HDI mit 92/115 PS und schließlich der Zwei-Liter-HDI mit 163 PS (in seiner stärksten Version) sind drei Motoren, die gemeinsam von PSA und Ford entwickelt wurden. Daher verbauen beide Marken sie in ihren Modellen unter unterschiedlicher Bezeichnung. Der 1.6 mit 112 PS wird in einigen Volvo verbaut, ein Erbe aus früheren Zeiten, als er Ford gehörte.

Ein weiterer gemeinsam entwickelter Motor ist der 2.2 HDI mit 190/200 PS, den Peugeot, Citroën, Ford, Jaguar und Land Rover (zum Beispiel beim Evoque) verwenden.

Im Abkommen fehlt noch ein Antrieb: der leistungsstarke und sportliche 3.0 V6 HDI mit 240 PS, der ebenfalls gemeinsam mit Ford entwickelt wurde und von Marken wie Jaguar oder Land Rover (XF, XJ und das Diesel-Angebot von Land Rover) genutzt wird.

[Aktualisiert: Wie ihr richtig angemerkt habt, stammt der Motor des C-Crosser von Mitsubishi]

Chevrolet

Bei Chevrolet muss man genauer hinsehen, denn anders als es scheinen mag, ist das Motorenangebot nicht zu 100 % mit Opel identisch, obwohl beide zu General Motors gehören. Die Unterschiede liegen vor allem bei den Dieselmotoren, während die Benziner tatsächlich von GM stammen.

Die Dieselmotoren von Chevrolet sind dagegen allesamt italienisch. Entweder weil sie von VM Motori hergestellt werden, das heute GM und Fiat gehört, oder weil es sich direkt um Motoren von Fiat handelt. Die von VM Motori gefertigten Motoren sind der Zwei-Liter-Diesel mit 163 PS und der 2,2-Liter-Motor mit bis zu 184 PS.

Der Chevrolet Aveo verwendet einen Dieselmotor mit 1,3 Litern und 75 bzw. 95 PS, der aus Fiat stammt. Ein Motor bleibt umstritten: Er wurde vor Kurzem ins Angebot aufgenommen und stammt direkt von Opel, gemeint ist der 1.7-Diesel mit 110 PS (bei Opel bis zu 130 PS). Theoretisch ist dieser Motor derzeit ein Motor von Opel.

Ford

Praktisch alle Dieselmotoren, die der amerikanische Hersteller verbaut, wurden in Zusammenarbeit mit PSA entwickelt. Bei den Ford Focus, Mondeo, C-MAX, S-MAX, Galaxy und Kuga wird der 2.0-Dieselmotor mit seinen französischen Pendants bei Citroën und Peugeot geteilt, in verschiedenen Leistungsstufen zwischen 150 und 163 PS. Auch der Fiesta verwendet kleine HDI-Motoren, die in Zusammenarbeit mit PSA entwickelt wurden.

Bei Ford gibt es aber einen Dieselmotor aus eigener Entwicklung, einen 1.8 TDCI mit 115 PS, der vom amerikanischen Hersteller stammt. Bis vor Kurzem wurde dieser Motor im Focus verbaut, inzwischen ist er meines Wissens aber nicht mehr im Angebot. Die Benzinmotoren von Ford sind dagegen eigene Entwicklungen.

Damit wäre dieser erste Teil abgeschlossen. Ich glaube, dass mir beim Thema Motoren und Marken kein Detail entgangen ist. Falls doch, zögert nicht, es zu kommentieren und eure Meinung zu äußern. Im zweiten Teil analysieren wir weiter die Herkunft der Motoren, Marke für Marke.

Quelle | Eigene Erstellung, offizielle Informationen der Marken, technische Datenblätter der Motoren, VM Motori.

18 comentarios

  1. EL ETERNO OLVIDADO says:

    El artículo no está mal, pero yo le añadiría un par de cosas y al eterno olvidado.
    1. En Ford falta decir que el modelo “Ka” lleva el motor 1.3 multijet de Fiat, y la plataforma del 500.
    2. Las furgonetas Peugeot y Citröen en su versión 3.0 hdi, montan el 3.0 diesel de Iveco (marca de Fiat).
    3. Y por supuesto te has olvidado de FIAT uno de lo mayores fabricantes de motores diesel, y su fabricante más puntero y avanzado. Lo de Chevrolet que has dicho es correcto, también de que ningún coche del grupo Chrysler lleva actualmente un motor VW, como llevaban antes, porque ahora pertenece a FIAT y los italianos no van a montar un anticuado y ruidoso motor VW, de este modo, el anterior Dodge Journey, ahora FIAT Freemont lleva el 2.0 jtd de 140 y 170 cavallos.
    Pero no preocuparse por nada que lo que falta ya lo digo yo, y como mis modestos comentarios después salen duplicados por otros foros y algunos clubs de automovilistas, pues resultan una pequeña ayuda para algunos compañeros que conducen o quieren conducir una obra de arte sobre ruedas, firmada y todo por Pininfarina, Bertone, Giugiaro, Zagato y demás.
    ¿Quiénes llevan motores FIAT? Pues por ejemplo,OPEL,que se anuncia como “tecnología alemana” y bien lo sabe Don Diego. Y además desde hace más de 10 años, me refiero a los 1.9, 2.0 y 1.3 diesel. De hecho FIAT vende más motores diesel bajo otras marcas que por ella directamente, es el precio que hay que pagar por llegar 30 años tarde a España y haber dejado que la SEAT fabricara sus coches.
    MÁS MARCAS:La recientemente desaparecida SAAB, que pertenecía a la General Motors, los montaba también. Las pocas versiones diesel que hay de Cadillac en Europa, la mitad de los Suzuki con intención de la marca nipona de que lo sean todos, los Chevrolet, también Tata ha empezado a montar motores diesel Fiat, y otras marcas desconocidas no comercializadas aquí como Premier. Y sin olvidar las marcas del grupo italianas y americanas.

  2. Juan says:

    En primer lugar agradeceros la información aportada. Mi duda es saber si el motor HDI de 92cv. que monta Peugeot y Citroen, es fabricado también en colaboración con BMW. Has mencionado que BMW colabora con estas marcas, pero a la hora de hablar de Citroen y Peugeot, dices que el motor lo desarrolla con Ford.

    ¿Alguien puede aclararlo? Gracias y un saludo.

  3. vicente says:

    Os habeis olvidado de los motores diesel de la marca renault, una marca importante.

  4. salvador says:

    Quisiera saber, que motor lleva el Crysler Voyage 2,5 CRD del 2001 y donde puedo encontrar un manual de reparaciones

    Gracias,un saludo

  5. pepeodocarreixo says:

    Hola tengo un peugeot 307 hdi 1.6 de 90cv del año 2006 y me gustaria saber que tipo de motor monta y caul es su codigo para poder comprarme un manual del taller

  6. Jesus says:

    Me gustaría saber todos los coches que llevan motor fiat y desde cuando. Si los Opel han cambiado de motor diesel que modelos lo han cambiado ya y como han dicho por ahí saber algo de renaul

  7. Jose Luis Alonso Diaz says:

    Estoy interesado en adquirir un vehículo Nissan: Murano Tekna Premium2.5dCi 190 CV (140 kW) Autom. / 4×4.
    Mi Pregunta se sabe consumo (ciudad, carretera, mixto) y quien fabrica su motor, pues algún que otro mecánico me han dicho que es de Renault y no están dando buenos resultados. Gracias.
    Saludos y magnifica pagina.

  8. Favio Gamboa says:

    Tengo una Espace III 1998 a la que quiero colocarle un motor mas económico y con 180 a 200 cv. Podriais orientarme que marca o que motor le puedo colocar.?
    Un saludo

  9. Mein Gott says:

    Tengo un Volvo V40, D2, del año 2014 ¿Alguin sabe quien es el fabricante de su motor desiel?
    Muchas gracias.

  10. Alberto says:

    Hola, alguien me podría decir qué motores llevan los jaguar

  11. Miguel says:

    Hola tengo una kia carnival dj3 y 2.9 tdi 16v alguien me podria decir a quien pertenece el motor y donde podria encontrar el manual de taller para el montaje del motor un saludo y gracias

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