Suzuki Baleno, Vorstellung und Probefahrt in Madrid

Daniel Valdivielso    @valdi92    20 May 2016     4 min.
Suzuki Baleno, Vorstellung und Probefahrt in Madrid

Suzuki_Baleno_10

Suzuki hat sich ins Zeug gelegt. Das ist eine Tatsache: Seine Modellpalette brauchte schon lange eine gründliche Auffrischung und frischen Wind.

Mit dem Baleno Suzuki punktet die Marke deutlich. Im Segment B angesiedelt, traut sich dieser Stadtflitzer an alles heran.

Der Baleno tritt als Alternative zu den gängigen Vertretern des Segments B an, das in unserem Land derzeit das meistverkaufte und beliebteste ist. Im Segment B finden wir Modelle, die jeder kennt, etwa den Volkswagen Polo, den SEAT Ibiza, den Ford Fiesta oder auch den Suzuki Swift.

Während der Swift jedoch eher für den persönlichen Gebrauch konzipiert wurde, soll der Baleno bei Suzuki einen familiären und praktischeren Ansatz verfolgen, eher ein „Auto für alles“. Deshalb ist sein Design, obwohl es die Markenpersönlichkeit beibehält und attraktive Details bietet, nicht so „kokett“ wie das des Swift.

Suzuki_Baleno_12

Der Baleno teilt sich das Segment B mit seinem Markenbruder, dem Swift

Die Front fällt vor allem durch die integrierten LED-Tagfahrleuchten auf. Außerdem betonen der große Kühlergrill mit dem passenden Markenlogo die Robustheit des Designs. Das Heck ist schlichter gehalten, mit klaren Linien, die von einer Seitenpartie mit verchromten Fensterrahmen und Spannungslinien im Blech ausgehen. Der Baleno ist 3,99 Meter lang, 1,47 Meter hoch und 1,745 Meter breit.

Im Innenraum finden wir einen sauber verarbeiteten Innenraum mit einfachen, aber ansprechend gestalteten Materialien. Weiche Materialien gibt es nicht, doch alles wirkt gut zusammengefügt. Der Innenraum ist geräumig, vor allem auf den vorderen Plätzen. In der zweiten Reihe ist die Breite ausreichend, der Kniefreiraum gut, der Abstand zum Dach aber nicht besonders großzügig. Herausragend ist dagegen der Gepäckraum mit stolzen 355 Litern, der Bestwert in seinem Segment.

Wenn der Baleno in einem Punkt glänzt, dann bei der Ausstattung. In unserem Land werden insgesamt 5 Varianten mit drei Ausstattungslinien angeboten: GL, GLE und GLX. Schon bei der Basisversion gibt es Elemente wie Lichtsensor, Multifunktionslenkrad mit Lederbezug, Klimaanlage, Bordcomputer oder 6 Airbags.

Suzuki_Baleno_5

Mit der Topausstattung GLX wachsen die Möglichkeiten dann auf ein Niveau, das eher einem höheren Segment entspricht, mit Ausstattungsmerkmalen wie Xenon-Scheinwerfern, adaptivem Tempomat, 7-Zoll-Touchscreen-Farbdisplay in der Mitte, elektrischen Fensterhebern an allen vier Türen, Klimaautomatik, schlüssellosem Zugangs- und Startsystem oder beheizbaren Vordersitzen.

Der Baleno basiert auf einer völlig neuen Plattform, die gegenüber der beispielsweise im Swift verwendeten in allen Belangen besser ist. Sie ist deutlich leichter (rund 100 kg weniger), hält aber die Steifigkeits- und Festigkeitswerte seines Vorgängers und verbessert sie in einigen Fällen sogar.

Außerdem bietet der Baleno mechanische Optionen für jeden Geschmack, darunter den neuen 1.0 BoosterJet mit Direkteinspritzung, drei Zylindern und Turboaufladung. Zusammen mit einem 1.2-Saugmotor mit 90 PS gibt es zudem eine semi-hybride Variante -die Suzuki als Hybrid homologieren lassen konnte, mit den entsprechenden steuerlichen und administrativen Vorteilen- die sehr niedrige Verbrauchswerte und ein sehr angenehmes Fahrgefühl bietet.

Suzuki_Baleno_6

Der 1.0-Motor mit 111 PS überzeugt mit einem außergewöhnlichen Antritt für das, was man erwartet

Der Einstieg ist ein 1.2 DualJet mit 90 PS und 120 Nm, ausreichend für den Stadtverkehr und auch für den einen oder anderen Ausflug über Land. Homologiert sind 4,2 Liter im Mischzyklus. Der nächste Schritt ist die Version 1.2 DualJet SHVS, die dieselben Leistungswerte bietet, den Verbrauch aber auf genau 4 Liter senkt. In der Praxis lassen sich dank der beeindruckenden Leistung des kleinen Elektrosystems, das bei sehr niedriger Geschwindigkeit arbeitet oder bei hohem Leistungsbedarf unterstützt, sehr niedrige Verbräuche erzielen. Es addiert keine PS zum Endergebnis, macht das Fahren aber angenehmer.

Schließlich ragt der 1.0 BoosterJet mit 111 PS und 170 Nm heraus, der 4,4 Liter im Mischzyklus homologiert. Die Alltagsleistung dieses Motors ist hervorragend, denn er bietet einen Vortrieb und eine Ansprache, die man so nicht erwartet. Man rechnet nicht damit, beim Vollgas-Beschleunigen des kleinen „Mühlchens“ so viel Geschwindigkeitsgefühl zu verspüren.

Das Fahrwerk ist etwas weich, schluckt Unebenheiten aber gut, während die Lenkung langsam und etwas teigig ist. Sie ist nicht die beste ihres Segments, das ist klar. Alle Antriebe sind mit einem 5-Gang-Schaltgetriebe gekoppelt, während die stärkste Variante auch mit einem Wandlerautomatik mit 6 Gängen kombiniert werden kann.

Die Preise des Baleno, inklusive Aktionen, verschaffen ihm eine privilegierte Position: Das Basismodell startet derzeit bei 10.905 €(1.2 GL). Die Hybridvariante gibt es nur in der höchsten Ausstattung, ab 13.505 €. Das Modell 1.0T in der Ausstattung GLX wird für 13.805 € angeboten.

Suzuki_Baleno_8

Fotografie | Daniel Valdivielso

Deja un comentario