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Audi TT RS 340 PS, Test (Motor und Leistung)

Das haben wir schon im Teaser zum Test angedeutet, wo man neben dem Innenraum des Autos auch die Ausstattungslinie Audi Exclusive des getesteten TT RS sehen konnte. Für den Test haben wir den Audi TT RS Coupé mit einem Fünfzylinder-Benzinmotor gewählt, der 340 PS leistet und über den Allradantrieb Quattro die Kraft auf die Straße bringt.
Fahrspaß, Leistung, Kontrolle, Stabilität und Souveränität vereinen sich meisterhaft in diesem Coupé mit kompakten Abmessungen, das jede Fahrt zum Vergnügen macht. Das Außendesign ist sportlich, aber ohne Übertreibung, während man beim Einsteigen von den Sportsitzen empfangen wird. Jetzt fehlt nur noch, den Schlüssel umzudrehen und die Pferde unter der Haube zu wecken.
Motor und Leistung

Bevor wir uns dem Fahrverhalten des Audi TT RS widmen, werfen wir einen Blick auf seinen Motor. Ein Turbo-Block mit 2,5 Litern Hubraum und fünf Zylindern, der 340 PS leisten kann. Dieser Motor wird auch in anderen Modellen wie dem Audi RS3 eingesetzt.
Die Schubkraft dieses Motors ist schlicht spektakulär: Ab 2.000 Umdrehungen drückt er kraftvoll nach vorn, bis fast 6.000 U/min, und ab etwa 3.500–4.000 U/min presst einen der Schub buchstäblich in den Sitz.
Ein sonores, kehliges Geräusch begleitet uns ab etwa 2.000 Umdrehungen, das nicht störend wirkt, aber anzeigt, dass die Bestie unter der Haube erwacht. Das kleine Problem: Auf der Autobahn liegt die Drehzahl bei 120–125 km/h genau in diesem Bereich, sodass uns das Dröhnen auf den 1.200 km Fahrt begleitete. Für Liebhaber von Sportwagen ist es aber ein hervorragender Soundtrack für lange Fahrten.

Das Getriebe, das mit diesem Motor kombiniert ist, ist das S-Tronic mit sieben Gängen,ein Doppelkupplungsgetriebe (DSG), das sehr gut funktioniert: schnell und präzise beim Schalten und ein echtes Spektakel, wenn man das Pfeifen hört, das beim Hochschalten entsteht, wenn man voll beschleunigt und die 4.500 U/min überschreitet – etwas, das nur mit diesem sequenziellen Getriebe möglich ist.
Mit nur 480 Euro Aufpreis lohnt sich die Automatik, denn sie bringt bessere Verbrauchswerte, schaltet schnell und bietet Schaltwippen sowie einen Sportmodus, wenn man sportlicher fahren möchte.

Im Normalmodus hält sich der TT RS zwischen 1.500 und 3.000 U/min, während er im Sportmodus immer über 3.000 U/min bleibt. Ein weiteres Detail, bei dem sich die Nackenhaare aufstellen: Beim Herunterschalten im Sportmodus schaltet er beim Bremsen mehrere Gänge zurück und dreht auf 3.500 oder 4.000 U/min hoch, mit einer sehr guten Motorbremswirkung und einem erneuten Soundspektakel, das so manchen Passanten den Kopf drehen lässt.
Die größte Sportlichkeit erreichen wir aber, wenn wir die Taste mit dem Logo „S“ drücken. Dann reagiert das Gaspedal direkter, das Auto bleibt sportlicher auf höheren Drehzahlen, und der Sound wird noch markanter, weil eine Klappe im linken Auspuffendrohr öffnet und die Abgase auch dort austreten (normalerweise nur am rechten).
Fahrverhalten

Die Theorie kennen wir bereits: Wir wissen, welcher Motor unter der Haube steckt und wozu der Audi TT RS fähig ist. Jetzt müssen wir es nur noch überprüfen. Wir beginnen gemächlich auf einer Strecke mit ständigen Lastwechseln und schnellen Kurven, wie sie praktisch alle unsere Testwagen durchlaufen. Auffällig ist, dass wir keinerlei Leistungsverlust bemerken, er klebt dank des Allradantriebs am Boden, und die Reaktion ist ein unermüdlicher Schub.
Das Fahrgefühl am Lenkrad erinnert eher an einen Kart als an ein Straßenfahrzeug. Das hatten wir bereits bei den Testfahrten auf Schnee in Andorra bemerkt, wo wir einen Audi TT fuhren: ein äußerst unterhaltsames und vor allem sehr souveränes Fahrzeug.
Er klebt buchstäblich am Asphalt, selten haben wir ein Auto erlebt, das in Kurven so gutmütig ist und gleichzeitig Sicherheit vermittelt, als hätte man alles unter Kontrolle. Während der Fahrt hören wir im Hintergrund das Dröhnen des Motors. Wozu braucht er wohl das teure Soundsystem? Außerdem stellt das Pfeifen beim Hochschalten ab 4.000 U/min die Nackenhaare auf.

Nach mehreren Tests und Fahrten über verschiedene Straßentypen fallen zwei Hauptfaktoren auf: Der eine ist die nahezu unmögliche Leistungseinbuße, er schiebt immer. Zum anderen die Stabilität durch ein Fahrwerk mit straffen Federn, das ebenfalls dazu beiträgt, dass er am Boden bleibt.
Allerdings steht der Komfort in starkem Widerspruch zu diesem hervorragenden Straßenverhalten. Dazu kommen eine harte Federung, ein sehr niedriges Reifenprofil (35) und das Ergebnis: ein unbequemes Auto auf schlecht asphaltierten oder unebenen Straßen.

Auf gut asphaltierten Straßen ist er dagegen recht komfortabel. Auf den 1.200 km Autobahn hat er sich korrekt verhalten, sobald man sich an das Dröhnen bei etwa 2.200 U/min gewöhnt hat, das uns die ganze Strecke begleitete.
Schließlich ist die Lenkung präzise, mit einer für ein solches Modell normalen Straffheit, und sie vermittelt recht genau, was an den Rädern passiert. Die Räder waren optional mit 19-Zoll-Felgen ausgestattet, die dem Auto außen ein gutes Erscheinungsbild verleihen. Die Bremsanlage ist jederzeit auf der Höhe und widersteht dem Fading hervorragend. Vorne sind belüftete Scheibenbremsen mit 304 mm verbaut, schade nur, dass die hinteren massiv sind.
Verbrauch

Dieser Abschnitt fällt beim Audi TT RS nicht so günstig aus, bewegt sich aber in korrekten Werten. Auf der Autobahn erreichte er einen Durchschnittsverbrauch von 8,2 Litern auf 100 km (der Impreza STI kam auf 9 l/100 km), und auf der Landstraße wurde er mit einem Durchschnitt von 11–12 Litern auf 100 km etwas durstiger.
In der Stadt steigt der Wert deutlich, und nach mehreren Fahrten auf unserer üblichen städtischen Strecke war es unmöglich, ihn unter 15 Liter auf 100 km zu drücken. Dennoch darf man nicht vergessen, dass es ein sehr leistungsstarker Motor ist und solche Werte auch viele Benzinmotoren mit deutlich weniger PS erreichen.
Im zweiten Teil des Tests werden wir uns mit dem äußeren Design beschäftigen, das Elemente dieser RS-Version aufweist, und auch den Innenraum analysieren, der mit der Ausstattung Audi Exclusive ausgestattet war.

Fotos | David Taboada
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