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Bis zu 750 km Reichweite, Schnellladen und das Display MBUX Superscreen: der Mercedes-Benz CLA Concept
Mercedes-Benz sorgt auf der IAA Mobility in München mit dem Clase CLA Concept für Aufsehen, einer batterieelektrischen Limousine mit mehr als 750 km Reichweite und der neuen Generation des Infotainment-Systems MBUX Superscreen.

Ein Paukenschlag von Mercedes-Benz auf der IAA Mobility 2023 in München, wo die Marke mit dem Stern einen Prototyp vorgestellt hat, den Clase CLA Concept, der bestätigt, was wir ohnehin erwartet hatten: Die Elektrotechnik ist gekommen, um zu bleiben, und jetzt fehlt nur noch, dass andere ihre “Hausaufgaben” machen und die passende Infrastruktur bereitstellen. Denn weder die Reichweite noch die Ladezeiten werden eine Ausrede sein, um kein Elektroauto zu kaufen, wenn Mercedes-Benz hält, was es verspricht. Und nach allem, was wir bei den letzten Neuvorstellungen gesehen haben, etwa dem EQE und dem EQS, bluffen sie offensichtlich nicht.
Der Mercedes-Benz CLA Concept hat damit ein ganzes BMW Vision Neue Klasse in den Schatten gestellt, das ebenfalls zeigt, wie die künftigen elektrischen Limousinen von BMW aussehen werden, allerdings mit einem Prototyp, der nicht so realistisch wirkt wie der der Marke mit dem Stern und vor allem wenig darüber verrät, wie weit die sechste Generation des Antriebssystems eDrive reichen wird. Was Audi betrifft, mag seine Neuheit in München manchen wenig erscheinen, doch sie steht der Serienproduktion am nächsten: Die Marke mit dem Stern hat den Innenraum des Audi Q6 e-tron präsentiert, dessen Fertigung noch in diesem Jahr beginnen und der 2024 auf den Markt kommen soll.

Schauen wir uns die Merkmale des Clase CLA Concept aber genauer an. Laut der Marke kündigt er eine neue Modellfamilie mit 100 % Elektroantrieb an, die den Einstieg in die Modellpalette bedeutet und vier Karosserievarianten umfassen wird: die viertürige Limousine, die aus diesem Prototyp hervorgehen wird, einen Shooting Brake und zwei SUVs, von denen einer eine Coupé-Linie hat.
Champion in Effizienz, Reichweite und Laden
Das eigentliche Herzstück des Clase CLA Concept ist die neue elektrische Antriebsplattform MMA. Wie bei solchen Konfigurationen üblich, ist die Plattform vollständig skalierbar und erlaubt es, Radstand oder Bodenfreiheit anzupassen, sodass sie für Fahrzeuge verschiedener Segmente und mit Antrieb 4×2 oder 4×4 genutzt werden kann. Diese Plattform bringt zahlreiche Neuerungen mit sich, die Effizienz-, Reichweiten- und Ladewerte auf einem Spitzenniveau ermöglichen. Bei einem durchschnittlichen WLTP-Verbrauch von 12 kWh/100 km liegt die prognostizierte Reichweite des Clase CLA Concept über 750 km.
Mercedes setzt auf zwei Batterien, die sich nicht nur durch ihre Kapazität unterscheiden: Die höherwertigen Varianten verfügen über Anoden-Technologie mit Siliziumoxid, während die Einstiegsversionen mit Lithium-Eisenphosphat-Technologie ausgestattet sind. Mit einer 800-Volt-Architektur sind sie für ultraschnelles Hochleistungsladen ausgelegt, auch wenn es bei dem Tempo, mit dem sich das entwickelt, morgen schon eine “Schildkröten”-Ladung sein könnte: Schon 15 Minuten Halt genügen, um bis zu 400 km Reichweite nachzuladen! Selbstverständlich unterstützt er auch das bidirektionale Laden, sowohl V2H (vom Fahrzeug zum Haus) als auch V2G (vom Fahrzeug zum Netz).

Außerdem liefert Mercedes-Benz erste Daten zum eigens entwickelten elektrischen Antriebssystem MB.EDU. Es nutzt einen Synchronmotor mit 175 kW (238 CV), der mit einem Zweigang-Getriebe gekoppelt ist. Zusammen mit der leistungsstarken elektronischen Leistungseinheit und dem Wechselrichter bildet er ein kompaktes Modul mit einem Gesamtgewicht von gerade einmal 110 kg und einer außergewöhnlich hohen Energieeffizienz von sagenhaften 93 % vom Batteriepol bis zum Rad.
Weitere Effizienzinnovationen, nahezu alle technologische Übertragungen aus dem Prototyp Vision EQXX auf ein Serienmodell, sind die Weiterentwicklung der Wärmepumpe, die neben der Nutzung der Abwärme des Antriebsstrangs zur Klimatisierung des Innenraums auch Wärme aus der Außenluft gewinnen kann.
Display MBUX Superscreen: Adieu Armaturenbrett
Zum Außendesign des Clase CLA Concept gibt es kaum etwas zu sagen, das sich nicht klar auf den Bildern erkennen ließe: Er hat eine äußerst fließende Silhouette, an der keine Fugen oder Kanten zu sehen sind, als wäre er aus einem einzigen Block modelliert. Auffällig sind das Kühlergrill mit einem dreidimensionalen Sternenmuster, die Leuchtbänder, die die vorderen und hinteren Leuchteinheiten verbinden, sowie die große verglaste Dachfläche.

Der Innenraum überrascht dagegen erneut mit dem Konzept MBUX Superscreen, bei dem das gesamte Armaturenbrett als einziger Bildschirm ausgeführt ist, der sich von Seite zu Seite über das ganze Fahrzeug erstreckt. Tatsächlich handelt es sich bei dem, was wie ein einziges Display aussieht, um drei unter einem Aluminiumgehäuse zusammengefasste Displays mit hocheffizienter Mini-LED-Technologie, 3D-Grafiken und Echtzeit-Personalisierung durch künstliche Intelligenz. Was bedeutet das? Der Bildschirm “kommuniziert” mit den Insassen nicht nur über die angezeigten Daten, sondern setzt auch Animationen aus Formen und Licht in seinen “Dialog” ein.

Unter den vielen weiteren Funktionen des neuen Betriebssystems MB.OS, das der Clase CLA Concept ebenfalls erstmals einsetzt, verdienen die Blickverfolgung zur Überwachung der Aufmerksamkeit des Fahrers, das autonome Fahren der Stufe 2 und das System zur Erkennung von Kindern im Fahrzeug besondere Erwähnung. Es überwacht Parameter wie die Innentemperatur und kann sogar die Atmung eines schlafenden Babys erkennen. Wenn das Fahrzeug geparkt ist und sich ein Kind allein im Innenraum befindet, sendet es Warnmeldungen an das Smartphone des Fahrers, schaltet die Klimaanlage ein und gibt optische und akustische Signale aus.
Mercedes-Benz Clase CLA Concept – Bildergalerie
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