108 Peugeot Cabrios Coupés Salón de París Technik
Die Eclipse-Technologie von Peugeot ist der Wegbereiter der Coupé-Cabriolets der französischen Marke

Wenn das schöne Wetter kommt und man die Sonne genießen kann, reichen ein Schiebedach oder ein Panoramadach manchem vielleicht nicht aus, der das gewisse Extra an Exklusivität eines Cabrios haben möchte.
Dieses Konzept hat Peugeot gut verstanden, denn 1934 stellte die Marke auf dem Pariser Salon ihre Eclipse-Technologie vor, eine verblüffende Innovation. Das System war auf der Basis eines Peugeot 401 aufgebaut. Per elektrischem Antrieb konnte das Dach eingefahren werden und verschwand im hinteren Gepäckraum des Wagens.
Die Möglichkeit, das Dach geschlossen zu fahren und es nach Belieben abzunehmen, machte aus einem Auto auf diese Weise zwei. So entstand das erste Coupé-Cabriolet der Geschichte.
Die Eclipse-Technologie entstand aus der Zusammenarbeit einiger der talentiertesten Namen der Automobilbranche. Georges Paulin und Marcel Pourtout waren die Urheber dieses technologischen Fortschritts.

Georges Paulin war nicht nur Automobildesigner, sondern auch Zahnarzt und Held der französischen Résistance während des Zweiten Weltkriegs. Seine Besessenheit galt der Suche nach Aerodynamik, was sich in den Linien und Formen seiner Projekte widerspiegelt. Marcel Pourtout brachte seine Erfahrung im Karosseriebau ein.
Es hätte nur eine Demonstrationsübung sein können, wie man sie heute auf den verschiedenen Automobilsalons sieht, doch statt eine bloße Studie zu bleiben, wurde es Wirklichkeit und ging in die Serienproduktion.
Die Fahrgestelle, auf denen das Eclipse-System montiert wurde, waren der Peugeot 401, zu dem später der Peugeot 402 und der Peugeot 601 hinzukamen. So waren auf den Straßen Frankreichs die ersten Cabriolets zu sehen.
Den Katalogen der Zeit zufolge wurde der Peugeot 401 Eclipse 2/3-Sitzer für 34.750 französische Franc angeboten und der 601 Eclipse 2/3-Sitzer für 39.750.

Marcel Pagnol, französischer Schriftsteller und Dramatiker, brachte den Peugeot 601 auf die Leinwand. Er war nicht nur einer der ersten europäischen Filmregisseure, sondern pflegte auch eine enge Beziehung zur Marke Peugeot.
Tatsächlich ist der Peugeot 601 auch als „Pagnols Auto“ bekannt. Ein mit dem Eclipse-System ausgestattetes Exemplar wurde exklusiv für den französischen Filmemacher entworfen. Dasselbe Auto tauchte 1938 in dem von ihm gedrehten Film „Le Schpountz“ auf.
Nun sind es 80 Jahre seit jenem Auftritt auf dem Pariser Salon, doch das Konzept ist bei der Marke mit dem Löwen weiterhin aktuell. Die Coupé-Cabriolets sind im B-Segment mit dem Peugeot 207 CC und im C-Segment mit dem Peugeot 308 CC vertreten.
Mit der Neuvorstellung des Peugeot 108 wurde das System an die Karosserie des urbansten Modells angepasst, sodass es mit dem Peugeot 108 TOP! ein Cabrio in kompakten Abmessungen gibt.
Quelle | Peugeot
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