Im Test: der neue Hyundai i30 Fastback 1.4 T-GDI 140 CV DCT, eine besonders sportliche Alternative

Diego G. Moreira     25 February 2019     7 min.
Im Test: der neue Hyundai i30 Fastback 1.4 T-GDI 140 CV DCT, eine besonders sportliche Alternative

Wir setzen uns ans Steuer und berichten euch unsere Meinung zum Hyundai i30 Fastback mit dem leistungsstärksten Benzinmotor, dem 1.4 T-GDI mit 140 CV und automatischem DCT-Getriebe

I30 Fastback Exterior

Vor nicht allzu langer Zeit wurde das Verschwinden der Stufenheck-Limousinen vorhergesagt. In einem Markt, in dem zunehmend globalere Modelle miteinander konkurrieren, schienen kompakte Dreivolumen-Modelle keinen Platz mehr zu haben. Persönlich gebe ich zu, dass dies schon immer ein Segment war, das mir gefallen hat, und trotz dieser voreiligen Prophezeiung scheinen die Marken weiterhin auf dieses Segment zu setzen, allerdings aktualisiert, nun mit eigenständigem Design und einer immer sportlicheren Linienführung.

Ein Beispiel dafür ist dieser Hyundai i30 Fastback, der in ein Segment vorstößt, in dem es kaum Vertreter gibt, und dies noch dazu mit einem anderen Ansatz bei Design und Sportlichkeit. Nicht nur wegen seiner Coupé-Formen, sondern auch wegen des Antriebs, den wir getestet haben, dank des Benzinmotors 1.4 T-GDI mit 140 CV und des automatischen Doppelkupplungsgetriebes.

Äußeres Design: eine besonders sportliche Alternative zum Fünftürer

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Der i30 Fastback ist selbst von vorne zu erkennen, denn er ist niedriger und sportlicher als sein fünftüriger Bruder. Im Frontbereich fallen die Scheinwerfer auf, mit LED-Technik für alle Beleuchtungsfunktionen, sowie die LED-Tagfahrlichter in Form, die im unteren Bereich der Stoßstange sitzen und zugleich als Blinker dienen.

Die Seitenlinie ist die eines Coupés, mit einem guten Luftwiderstandsbeiwert. Der hintere Seitenbereich erinnert sogar an Linien, die man bei anderen Coupé-Modellen sieht, in diesem Fall aber aus dem SUV-Segment. Das Ganze ist harmonisch zwischen eleganten und sportlichen Akzenten abgestimmt. Unser Fahrzeug war mit Michelin-Pilot-Sport-4-Reifen in der Größe 225/40 R18 ausgestattet, die in jeder Situation hervorragenden Grip boten.

I30 Fastback Trasera 3

Hinten ist das Design eigenwillig, mit einem Überhang oberhalb des Kofferraums (der sich mit der Scheibe komplett öffnet, wobei der hintere Bereich etwas schwer zu erreichen ist). Im Design merkt man, dass der europäische Geschmack berücksichtigt wurde, denn es sind Linien, die problemlos von einer deutschen Marke stammen könnten, mit einem auffälligen, originellen und eleganten Gesamtergebnis.

Innenraumdesign: europäische Harmonie und Qualität

I30 Fastback Interior

Nein, ich habe mich nicht verschrieben, und Hyundai hat Seoul auch nicht für eine europäische Hauptstadt verlassen, doch ohne jeden Zweifel ist die Überschrift das Erste, was mir beim Anblick des Innenraumdesigns in den Sinn kommt. Vor Jahren war das Design der Marke spartanischer und kühler, mit wenigen Zugeständnissen an Design und Qualität (wobei die Teile dafür genauso schnell alterten).

Der Innenraum dieses i30 Fastback (wie bei anderen Modellen der Marke) setzt auf neue Materialien, hochwertige und angenehm weiche Kunststoffe, ebenso wie auf ein schlichtes, aber harmonisches Design, in dem alles Wesentliche griffbereit ist.

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Hervorzuheben sind der Touchscreen im oberen Bereich der Mittelkonsole und die Klimaanlage direkt darunter. Ansonsten gibt es kaum Tasten, außer rund um den Schalthebel. Die Instrumentierung ist schlicht, bietet aber alle Arten von Informationen, auch die des Navigationssystems.

Am Steuer ist die Sitzposition bequem, leicht erhöht, mit allem in Reichweite und Sitzen mit elektrischer Verstellung (in unserem Fahrzeug). Die Sicht ist gut, mit Ausnahme nach hinten, wo das Design dazu führt, dass man kaum etwas sieht.

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Die hinteren Sitzplätze bieten breite Sitze mit ausreichend Platz für Füße und Kopf. Außerdem gibt es Luftausströmer, und die niedrige Mitteltunnelhöhe macht den mittleren Platz recht bequem. Der Kofferraum fasst 450 Liter; er ist flach, aber groß, allerdings etwas schwer zu erreichen, wenn man Gegenstände ganz hinten greifen möchte.

Motor und Fahrleistungen: besser vier als drei Zylinder

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Das Motorenangebot des Hyundai i30 Fastback besteht aus einem einzigen Dieselmotor mit 136 CV und zwei sehr unterschiedlichen Benzinmotoren. Der Einstieg in die Benzinpalette ist der 1.0 T-GDI mit 120 CV, ein leistungsstarker Antrieb, der jedoch nur drei Zylinder hat und nicht die gesamte Laufruhe bietet, die man erwarten würde, während die Spitze der Benzinpalette dieser 1.4 T-GDI mit vier Zylindern und 140 CV ist, zweifellos die beste Wahl unter den Benzinern.

Dieser Vierzylinder mit Turbo zeichnet sich durch laufruhig und sehr leistungsstark aus. Er beginnt bereits bei nur 1.800 Umdrehungen zu schieben und tut dies kräftig bis 4.000 Umdrehungen, bleibt aber bis 6.000 Umdrehungen am Drücker. Es ist ein sehr williger Motor, der mehr Pferde zu haben scheint, und dabei einen linearen und stets sanften Vortrieb bietet. Die Ingenieure der Marke haben an der Konstruktion des Antriebs gearbeitet, damit er effizienter ist als die früheren Vierzylinder, und das zeigt sich in den Verbrauchswerten.

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Mit diesem Motor kann man ein Schaltgetriebe mit sechs Gängen oder ein automatisches Doppelkupplungsgetriebe mit sieben Gängen kombinieren, das im sequenziellen Modus schnell, im normalen Modus aber nicht besonders flott ist. Dieses 7-Gang-DCT-Automatikgetriebe – so die Bezeichnung der Marke – hat zwei Trockenkupplungen mit jeweils einem eigenen Aktuator. Nach einer gründlichen Probefahrt glaube ich, dass außer für diejenigen, die den Komfort einer Automatik suchen, das Schaltgetriebe die bessere Wahl ist, da man die Sportlichkeit dieses i30 so besser ausnutzen kann.

Fahrverhalten: sportlich nicht nur im Design

I30 Fastback Front

Der Hyundai i30 Fastback verfügt über mehrere Fahrmodi: ECO, Sport und Normal. Besonders der Sportmodus macht sich bemerkbar, wenn er Gaspedal und Getriebe beeinflusst, jedes PS herausholt und ein sportliches Verhalten zeigt, das man von einem Kompaktwagen nicht erwartet. Außerdem fährt sich dieser i30 Fastback in Kurven sehr agil, mit Leichtigkeit in jeder Linie und einem stabilen, ausgewogenen Abrollverhalten.

Sein Fahrverhalten ist gutmütig, so sehr, dass man meint, unter der Haube hätte es mehr Pferde, und er ist auf der Landstraße besonders komfortabel. Nur ein Haken: Auf der Autobahn dringt recht viel Abrollgeräusch ein, ein Punkt, den man verbessern müsste, damit das Fahrverhalten vollkommen wird. Auf kurvigen Landstraßen machen Stabilität, Festigkeit und die Reaktion des Motors aus ihm ein agiles und sehr unterhaltsames Auto.

Verbrauch

I30 Fastback Trasera 2

Trotz des Benzinmotors, der souveränen und automatischen Fahrweise war der durchschnittliche Verbrauch dieses i30 im Vergleich zu ähnlichen Modellen recht niedrig. Auf der Autobahn liegt der Wert bei etwa 5,9 Litern auf 100 km, während er in der Stadt auf unserer üblichen Strecke in Vigo etwa 7,5 Liter auf 100 km beträgt.

Auf Landstraßen können wir je nachdem, wie vorsichtig wir mit dem Gaspedal umgehen und wie wir fahren, zwischen 6,4 und 6,9 Litern auf 100 km liegen.

Ausstattung: umfassend bei Assistenz und Sicherheit

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Schon in der Basisausstattung verfügt dieser Hyundai i30 Fastback serienmäßig über folgende Assistenz- und Sicherheitssysteme: aktiver Spurhalteassistent LKAS, Frontkollisionswarnsystem, Müdigkeitserkennung und autonomes Notbremssystem AEB, außerdem sechs Airbags, Stabilitätskontrolle und Reifendruckkontrolle.

Je nach Ausstattungsniveau kann auch das autonome Notbremssystem (AEB) mit Fußgängererkennung integriert werden, das recht gut funktioniert. Weitere Optionen sind: der Totwinkelassistent (BSD), die Querverkehrswarnung hinten (RCTA) und die Verkehrszeichenerkennung.

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Das Multimediasystem ist mit seinem Bildschirm sehr intuitiv und leicht zu bedienen, und das serienmäßige Soundsystem übertrifft unsere Erwartungen deutlich; es überzeugt durch Schlichtheit, arbeitet aber hervorragend.

Preis und persönliche Meinung

I30 Fastback Frontal 5

Der Hyundai i30 Fastback ist ab 16.765 Euro mit dem 120-PS-Benziner erhältlich. Obwohl viele die Stufenheck-Limousinen im Kompaktsegment schon abgeschrieben hatten, gibt es Modelle wie diesen i30 Fastback, die uns mit ihrem Design, das sich von allem unterscheidet, was man auf dem Markt sieht, wieder begeistern. Der Vierzylinder-Benziner ist vorzuziehen, wegen Leistung und Feinheit; außerdem hat er einen vernünftigen Verbrauch für die gebotene Leistung.

Fotos | Diego G. Moreira

Technische Daten dieses Autos


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