Lancia Delta 1.8 Di Turbo Jet 200 CV, Test (II)

Diego G. Moreira     30 October 2011     4 min.
Lancia Delta 1.8 Di Turbo Jet 200 CV, Test (II)

Gestern haben wir über den Motor, das Fahrverhalten und den Verbrauch des Lancia Delta berichtet, der mit dem leistungsstarken 1.8 Di Turbo Jet Benzinmotor mit 200 CV ausgestattet ist und mit einem Sechsgang-Automatikgetriebe kombiniert wird. Wie wir bereits erwähnt haben, ist die Leistungsentfaltung das Herausragendste, während beim Verbrauch Verbesserungsbedarf besteht.

Heute wollen wir uns aber mit den übrigen Elementen des Delta beschäftigen. Da es sich bereits um ein Fahrzeug handelt, das bei uns getestet wurde, laden wir Sie ein, sich alles rund um Design, Materialien und Platzangebot im Innenraum im damaligen Test anzusehen. Die serienmäßige Ausstattung und Sicherheit haben wir ebenfalls im dritten Teil des Tests betrachtet.

Außendesign, Innenraum und Verarbeitung

Wir konzentrieren uns speziell auf unser Testfahrzeug, da sich außen die Farbe Mattschwarz mit der Bezeichnung Hard Black besonders hervorhob, die während des Tests die meisten Blicke auf sich zog. Viele Leute kamen zum Delta, um sich die Farbe anzusehen, und fast alle strichen mit der Hand oder dem Finger über das Blech, um sie genauer zu betrachten.

Nach einer Woche mit dem Auto muss ich sagen, dass die Farbe eigenwillig und anders ist. Praktisch ist sie allerdings nicht gerade ihre Stärke. Schmutz und jeder Kratzer fallen bei dieser Farbe deutlich stärker auf als bei einer Metallic-Lackierung, sie ist also etwas empfindlicher als Metallicfarben.

Im Innenraum fällt vor allem der Platz auf, besonders auf den Rücksitzen, wo man sich fast wie in einer über vier Meter langen Limousine fühlt. Es gibt genug Kopffreiheit, eine erhöhte Sitzposition und reichlich Platz für die Füße.

Auch die vorderen Sitze sind bequem, doch trotz des sportlichen Motors bieten sie keinen guten Seitenhalt. Hervorzuheben ist das serienmäßige Lederpolster in dieser Ausführung “Hard Black”. Ebenso gibt es Details bei der Beleuchtung, etwa die LEDs in den Türgriffen, der Mittelkonsole, im Fußraum und am Dachhimmel, ein zweifellos gelungenes Designdetail.

Der negative Aspekt sind einige Kunststoffe, die dem Gesamteindruck nicht gerecht werden, etwa die der Fensterheber-Schalter, die Schaltwippen (deren Kante unbearbeitet und sichtbar ist) oder die Mittelkonsole aus hartem Kunststoff.

Positiv fällt die Verteilung der Ablagen und Fächer auf, die sich im gesamten Innenraum finden und den Innenraum praktischer machen.

Preise, Varianten und Ausstattungshinweise

Diese Sonderserie des Delta mit mattschwarzer Lackierung und der Bezeichnung “Hard Black” ist nur mit drei Motoren erhältlich: dem Multiair-Benziner mit 140 CV, dem 1.9 Diesel mit Doppelturbo und 190 CV sowie dem 1.8 Benziner mit 200 CV. Neben der mattschwarzen Außenfarbe ist serienmäßig auch eine Lederpolsterung im Innenraum enthalten.

Der Einstiegspreis für den Lancia Delta Hard Black 1.4 Multiair mit 140 CV in Mattschwarz liegt bei 24.190 Euro. Unser Testwagen mit dem 1.8 Di Turbo Jet mit 200 CV und Automatik kostet ab 29.790 Euro, mit der Ausstattung “Hard Black” 31.790 Euro. Schließlich beginnt der Delta “Hard Black” mit dem 1.9 Twin Turbo Dieselmotor mit 190 CV bei 32.690 Euro.

Obwohl die Ausstattung dieser Sonderversion für den Preis des Autos ziemlich umfangreich ist, vermissen wir Parksensoren, Licht- und Regensensor, Dinge, die Modelle mit niedrigerem Preis bereits serienmäßig haben. Empfehlenswert als Extra sind die Bi-Xenon-Scheinwerfer, die gut ausleuchten und kurvenabhängig arbeiten.

Gesamtbewertung

Der Lancia Delta gehört zu den Modellen, die trotz ihrer langen Zeit auf dem Markt nicht sehr bekannt sind. Zu seinen Stärken zählen ein sehr durchdachtes Design und ein im Detail sorgfältig gestalteter Innenraum (mit Ausnahme einiger Verarbeitungsdetails). Als er auf den Markt kam, war jedoch der Preis kein Faktor, der ihm sehr geholfen hätte.

Trotzdem wird diese Version mit dem 200 PS starken Benzinmotor ihrem Leistungsversprechen gerecht, macht beim Fahren viel Spaß und dürfte Benzinfans sicher gefallen. Der größte Haken ist der Verbrauch, der für Motor und Hubraum recht hoch ausfällt, da Motoren mit ähnlicher Leistung und größerem Hubraum weniger verbrauchen.

Ansonsten ist es ein recht interessantes Auto, besonders wenn man zur Dieselpalette mit dem 190-CV-Motor greift oder sogar zu diesem 200-CV-Benziner. Allerdings sind die Lücken bei der Ausstattung, die ich vorhin erwähnt habe, bei einem Auto über 30.000 Euro ungewöhnlich.

Fotos | David Taboada

3 comentarios

  1. FiatFan says:

    Para el mercado español se puede optar con el salpicadero tapizado en piel o no?

  2. Si claro, viene de serie con la tapiceria de Piel.

    Un saludo

  3. FiatFan says:

    Ohh que bien!
    Creía haber leido que no estaba disponible (en su momento en el modelo Executive), pero si esto no es así otro motivo más para que me guste.
    http://i.imgur.com/Omaq4.jpg

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