MINI MINI Eventos Modellpalette / Varianten Stadtwagen
MINI Cooper S 5-Türer, Präsentation und Probefahrt in Madrid

Die dritte Generation des MINI seit der Übernahme der Marke durch BMW ist ein voller Erfolg. Monate nach der Vorstellung der Hatchback-Version ist nun der Marktstart der Alternative mit 5 Türen erfolgt.
Nach der Weltpremiere letzte Woche auf dem Pariser Autosalon hatten wir bei Highmotor bereits die Gelegenheit, einzusteigen und ihn selbst zu testen. Wenn du uns begleitest, erzählen wir dir davon.
Außendesign
Das Außendesign des MINI mit 5 Türen unterscheidet sich nicht übermäßig von der traditionellen Variante. Es handelt sich um eine für die Marke „neuartige“ Karosserie, denn zum ersten Mal wird ein MINI mit einer „traditionellen“ 5-türigen Karosserie angeboten, ohne ein SUV zu sein. Wenn wir zurückblicken, gab es in der vorherigen Generation den MINI Clubman, der die Alltagstauglichkeit des MINI etwas erhöhte, indem er eine dritte Tür mit gegenläufig angeschlagener Öffnung auf der Beifahrerseite hinzufügte, während die Heckklappe zweigeteilt war und die Gesamtlänge etwas größer war als beim 3-Türer.

Diesmal hat MINI sich entschieden, eine traditionellere Karosserie mit einem Stil und Design anzubieten, das dem des MINI Hatchback stärker ähnelt. Auf diese Weise sind der MINI mit 5 Türen und der mit 3 Türen bis zur A-Säule exakt dasselbe Auto. Der Radstand hat sich gegenüber dem 3-türigen MINI um 72 mm vergrößert, während der hintere Überhang um weitere 89 Millimeter gewachsen ist. Außerdem ist der 5-Türer insgesamt 15 mm höher.
Diese Veränderungen verleihen ihm eine kraftvollere Erscheinung, doch betrachtet man das Auto von vorne, fällt es schwer, wenn nicht gar nahezu unmöglich, zu erkennen, dass es sich um die 5-türige Variante handelt. Obwohl er nun zwei Türen mehr hat, ist der Verlauf der Fensterlinie praktisch unverändert geblieben, sodass er je nach Perspektive dem eines traditionellen MINI sehr ähnelt.
Innenraum und Kofferraum
Im Innenraum bleiben die vorderen Sitze und das Armaturenbrett genau wie beim MINI mit 3 Türen, wobei es allerdings etwas mehr Platz und Kopffreiheit gibt. Selbstverständlich genießt man weiterhin eines der persönlichsten und originellsten Armaturenbretter auf dem Markt, dessen Qualität gegenüber dem Vorgänger deutlich verbessert wurde. Die Sicht nach hinten vom Fahrersitz aus ist gut, doch je nach Sitzposition kann es sein, dass ein Teil des rechten Außenspiegels von der Karosserie verdeckt wird, was die Sicht verschlechtert.

Im hinteren Bereich, der sich tatsächlich verändert hat, finden wir zwei Türen von mittelkompakter Größe, die zwar den Einstieg in die zweite Reihe erleichtern, dies aber nicht in dem Maße tun, wie es wünschenswert wäre. Einmal eingestiegen, bietet der Innenraum ausreichend Platz für Beine und Kopf. Der MINI 5-Türer ist für 5 Personen zugelassen, wobei jedoch nur 4 bequem reisen können, da der Mittelsitz zu klein und schmal ist, was allerdings bei den meisten heutigen Fahrzeugen der Fall ist.

Der Kofferraum ist deutlich gewachsen und bietet nun ein Gesamtvolumen von 278 Litern, 67 Liter mehr als die Version mit 3 Türen. Dies erhöht die Alltagstauglichkeit des MINI erheblich, denn der Kofferraum war schon immer einer der größten Schwachpunkte des Modells. Außerdem verfügt er über einen praktischen doppelten Ladeboden sowie die Möglichkeit, die Rücksitze umzuklappen.
Fahrverhalten
„Der MINI mit 5 Türen ist genauso dynamisch wie der Hatchback.“ Mit dieser klaren Aussage erklärten die Verantwortlichen der Marke, dass das Fahrverhalten dieses neuen Mitglieds der britischen Familie weiterhin Leidenschaft weckt und Lächeln hervorruft. Wir wollten es selbst überprüfen, und das Ergebnis hat uns nicht enttäuscht. Unser Testwagen war ein Cooper S 2.0 Turbo mit 192 PS, Sechsgang-Schaltgetriebe und optionalen 18-Zoll-Leichtmetallrädern im Design „Cone Spoke“. Die Straßenlage des MINI ist nach wie vor sensationell und bewahrt jenes „Go-Kart-Feeling“, mit dem MINI so gerne wirbt. Dafür verantwortlich ist teilweise auch die Gewichtszunahme, die auf ein Minimum reduziert wurde. Im Durchschnitt wiegt die MINI-Baureihe mit 5 Türen 55 kg mehr.

Das Auto hält unter allen Umständen die Spur und lässt dabei an beiden Achsen ein wenig Spiel, stets mit einem großen Sicherheitsspielraum. Die elektrisch unterstützte Lenkung hat ein direktes, präzises Feedback, ebenso wie das Schaltgetriebe, dessen Gangwechsel in Haptik und Präzision bemerkenswert sind. Dank relativ eng beieinanderstehender Pedale gelingt das Zwischengas fast mühelos und ganz selbstverständlich. Der Fahrspaß ist garantiert.
Allerdings müssen wir zugeben, dass der Komfort bei widrigen Bedingungen, etwa auf holprigen Straßen oder Kopfsteinpflaster, deutlich leidet. Auf den hinteren Plätzen ist das Unbehagen wegen der Federungsbewegungen der Hinterachse noch offensichtlicher, wobei wir sicher sind, dass mit einer weniger aggressiven Rad- und Fahrwerkskonfiguration der Komfort spürbar besser ausfallen würde.
Ausstattung, Preise und Versionen
Der MINI mit 5 Türen wird in unserem Land bereits verkauft, und die Händler nehmen schon Bestellungen entgegen. Die Motorisierungen sind dieselben wie bei der Variante mit 3 Türen, mit Ausnahme der Modelle One, die nicht mit 5 Türen erhältlich sein werden. Somit gibt es bei den Benzinern zwei Optionen: Cooper (136 PS, ab 21.450 €) und Cooper S (192 PS, ab 26.850 €). Bei den Dieselmotoren sind es ebenfalls zwei: Cooper D (116 PS, ab 23.000 €) und Cooper SD (170 PS, ab 27.650 €). Diese Preise bedeuten einen Aufschlag von 900 € gegenüber der Variante mit 3 Türen.
Die Ausstattung ist nach wie vor so fortschrittlich wie beim Hatchback, und serienmäßig gehören unter anderem die Zweizonen-Klimaanlage, die Ambientebeleuchtung im Innenraum und das Start-Stopp-System dazu. Die Ausstattungsliste lässt sich jedoch bis zu fast unvorstellbaren Grenzen erweitern, dank attraktiver Extras wie den Full-LED-Scheinwerfern, einem Multimediasystem mit 8,8-Zoll-Display oder dem Head-up-Display, um nur einige zu nennen.
Quelle | MINI
Fotografie | Daniel Valdivielso
Technische Daten dieses Autos
Deja un comentario


Peugeot E-208 GTi: ein Spielzeug mit Akku, das den Geist der Sportwagen der Achtzigerjahre wiederbelebt
Neuer Lexus ES: Luxus wächst und wird elektrisch
Erster Kontakt mit dem Dacia Sandero Hybrid 155: Leistung und Effizienz ab 19.890 Euro