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Neuer Mazda6, Präsentation und Probefahrt in Lissabon (I)

Der neue Mazda6 ist da. Er ist in ein sehr umkämpftes Segment eingetreten, bringt aber zahlreiche Argumente mit, um den anderen Limousinen einen harten Kampf zu liefern. Zu seinen Stärken gehören das überarbeitete Design und die SKYACTIV-Technologie, die auch im CX-5 steckt, der sich derzeit sehr gut verkauft.
Der Ort, den für die Präsentation des neuen Mazda6 gewählt wurde, war Lissabon, eine Stadt der Gegensätze und ein idealer Ort, um den Komfort des Autos auf den Autobahnen (einige davon bräuchten eine neue Asphaltschicht) oder die Agilität des neuen 6 auf den Bergstraßen rund um die portugiesische Hauptstadt zu testen.

Wir können schon vorwegnehmen, dass uns die Dynamik und Mechanik überrascht haben. Außerdem sind auf technologischer Ebene Sicherheitssysteme an Bord, die wir bereits in anderen Mazda gesehen haben und die in diesem Segment nur wenige Marken anbieten.
Möchtest du wissen, was wir vom Mazda6 halten? Wir haben zwei Karosserien und drei Motoren getestet: die beiden Diesel mit 150 CV und 175 CV sowie den Einstiegs-Benziner mit 145 CV (einer der Motoren, die uns am meisten gefallen und überrascht haben).
Imposantes Außendesign, repräsentative Limousine

Kombi oder Limousine? Limousine oder Kombi? Sicher sind viele von euch bei dieser Frage hin- und hergerissen, oder es hängt einfach von den Bedürfnissen jedes Einzelnen ab. Dazu haben wir eine gute Nachricht, denn der Preis der Kombi-Karosserie ist derselbe wie bei der Limousine.
Kommen wir zur Sache: Zuerst überrascht die Länge. Das Auto wirkt nicht groß, ist es aber. Die Limousine misst 4,87 Meter in der Länge, der Kombi liegt bei rund 4,80 Meter. Die Bezeichnung „Mittelklasse-Limousine“ wirkt beim neuen Mazda6 daher eher untertrieben, und das werden die künftigen Käufer zu schätzen wissen, dank eines Innenraums, der diese Außenmaße widerspiegelt.

Was das Außendesign der Limousine betrifft, haben sie ein innovatives Design mit meisterhafter Hand kombiniert, das sogenannte KODO (Design in Bewegung), gleichzeitig haben die Linien eine elegante und traditionelle Note, die ihm eine imposante Präsenz verleihen, die dem Titel „repräsentative Limousine“ gerecht wird. Ich weiß nicht, ob sich noch jemand an die Lexus der 90er-Jahre erinnert, imposante Autos mit eher kantigem Design. Bei diesem Mazda haben sie meiner Meinung nach genau dieses Wesen einer großen Limousine eingefangen, aber mit einem neuen, modernen Design, und gewinnen eine Robustheit, die die vorherige Generation nicht hatte.
Die Front folgt der Markenidentität, wie wir sie schon beim CX-5 gesehen haben, während das Heck auf fließende, aber traditionell geschnittene Linien setzt. Den Abschluss bilden 19-Zoll-Felgen und fließende Seitenlinien, die zu diesem Bewegungseindruck beitragen.

Der doppelte Auspuffendrohr ist bei allen Modellen vorhanden, sogar beim Einstiegs-Benziner mit 145 CV. Und die Kombi-Karosserie übernimmt das Design der Limousine, setzt aber eine eigene Identität und ergibt einen sehr interessanten Kombi.
Beim Außendesign ist auch der Luftwiderstandsbeiwert von nur 0,26 wichtig, ein Wert, der das äußere Design nicht geopfert hat. Außerdem wurde an der Gewichtsreduzierung gearbeitet, sodass das Benzinmodell rund 1300 kg und der Diesel 1480 kg wiegt (Gewichte, die ihn von typischen Limousinen mit 1.600 bis 1.700 kg abheben).
Innendesign, verbesserte Qualität und gute Passform

Eines der Dinge, die wir an der vorherigen Generation des Mazda6 am meisten kritisiert hatten, war die Menge an harten Kunststoffen im Armaturenbrett. Das ist in der neuen Generation mehr als behoben: Jetzt finden wir ein Interieur (vom CX-5 übernommen) mit hoher Qualität und hochwertigeren, angenehm anzufühlenden Kunststoffen.
Die Sitzbezüge sind neu entwickelt, und schon im Basismodell gibt es bequeme Sitze, die den Körper sehr gut halten. Außerdem sind das integrierte Navigationssystem und der Dreh-Drück-Steller auf der Mittelkonsole vorhanden, um die wichtigsten Funktionen von Navigation und Soundsystem zu steuern.
Das Platzgefühl vorne ist großzügig, während es hinten bei der Beinfreiheit keine Probleme gibt, bei der Kopffreiheit allerdings etwas knapper ausfällt. Hier ist eine Besonderheit zu erwähnen: Die Limousine hat einen größeren Radstand (dadurch mehr Platz auf den Rücksitzen), der Kombi hat einen kürzeren Radstand, dafür aber einen größeren Kofferraum.

Die Erklärung von Mazda liegt in der Nutzung des Autos: Man geht davon aus, dass jemand, der einen Kombi sucht, einen großen Kofferraum möchte und das Auto meist für Reisen mit Kindern nutzt, während die Limousine eher für Reisen mit erwachsenen Passagieren gedacht ist.
Die Beinfreiheit im Fond der Limousine erreicht das Niveau einer Mercedes E-Klasse, bei der Kopffreiheit bleibt bei einer Körpergröße über 1,75 m jedoch nicht allzu viel Platz (ein Nebeneffekt des abfallenden Hecks).
Ausstattung, auf dem neuesten Stand in Technik und Sicherheit

Die Technik im Dienste der Sicherheit ist im neuen 6 vorhanden, denn serienmäßig ist das Notbremssystem für die Stadt an Bord. Unterhalb von 30 km/h erkennt es, wenn wir uns dem vorausfahrenden Fahrzeug nähern und nicht bremsen, und das Auto kann dann automatisch vollständig abbremsen, um den Aufprall zu verhindern oder seine Folgen zu mildern.
Optional erhältlich sind das §h69*Totwinkel-Warnsystem*§h70* oder der *Spurwechsel-Warnassistent*. Außerdem kommen neue Elemente hinzu, wie die §h73*adaptive Geschwindigkeitsregelung* oder die §h75*Notbremsfunktion (optional) bei hohen Geschwindigkeiten*, die die Folgen eines möglichen Aufpralls abmildert.
Dazu kommen bereits vorhandene Elemente wie die schwenkbaren Bi-Xenon-Scheinwerfer mit automatischem Fernlichtassistenten, die wir schon im Mazda CX-5 gesehen haben.

Die §h78*serienmäßige Ausstattung* des neuen Mazda6 ist sehr umfangreich: Es gibt Startknopf, Klimaautomatik mit zwei Zonen, einen Farbbildschirm für das Multimediasystem mit USB-Anschluss und Bluetooth für das Handy. Die übrige Serienausstattung:
-
§h81*Stabilitätskontrolle (DSC)*
§h83*Anfahrassistent am Berg*
§h85*Bremsassistent in der Stadt (SCBS)*
§h87*Reifendruckkontrollsystem (TPM)*
§h89*Tagfahrlicht (Glühbirne, die LED sind mit dem Bi-Xenon verbunden)*
§h91*Vordere Nebelscheinwerfer*
§h93*Regen- und Lichtsensor*
§h95*Geschwindigkeitsregelanlage*
§h97*Elektrisch verstellbare, beheizbare und anklappbare Außenspiegel*
§h99*6 Lautsprecher*
§h101*Lenkrad und Schaltknauf aus Leder*
§h103*Getönte Scheiben*
§h105*Leichtmetallfelgen 17”*
Innerhalb der Basisausstattung gibt es das §h108*Komfortpaket (Option)* mit folgenden Elementen: Totwinkel-Assistent und Parksensoren vorne und hinten. Außerdem gibt es das §h110*Safety-Paket*, das die Bi-Xenon-Scheinwerfer (mit LED-Tagfahrlicht), automatisches Fernlicht und schwenkbare Scheinwerfer sowie den Spurwechsel-Warnassistenten umfasst.

Die zweite Ausstattungslinie, §h113*Luxury*, ergänzt Navigationssystem, das BOSE-Soundsystem mit 11 Lautsprechern und die Rückfahrkamera (unter anderem). Optional gibt es zwei Pakete, die Ledersitze (elektrische Verstellung u. a.) und das §h115*Travel-Paket* hinzufügen können, das nur für Automatikfahrzeuge erhältlich ist und die adaptive Geschwindigkeitsregelung sowie das Notbremssystem bei hohen Geschwindigkeiten umfasst.
Der Einstiegspreis des Mazda 6 mit umfangreicher Ausstattung liegt bei 27.180 Euro für den Benziner mit 145 CV. Ein mehr als ausreichender Motor, wie wir im zweiten Teil dieser Erstbegegnung sehen werden, in dem wir auf die getesteten Modelle und die vollständige Preis- und Optionsliste eingehen.

Fotos | Diego G. Moreira
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