Aygo Toyota Análisis Tests Stadtwagen
Toyota Aygo x-play, Test (Motor, Leistung, Fahrverhalten und Verbrauch)

Einige Tage lang haben wir Erfahrungen mit einem der kleinsten Autos auf dem Markt gesammelt, das vor einigen Monaten mit der Einführung seiner zweiten Generation komplett überarbeitet wurde.
Die Rede ist vom Toyota Aygo, dem Kleinstwagen, der in Zusammenarbeit mit der französischen Gruppe PSA gefertigt und entwickelt wurde. Unser Testwagen war mit einem 1.0-Dreizylindermotor ausgestattet und verfügte über ein halbautomatisches 5-Gang-Getriebe namens X-Shift, was eine ganz besondere Kombination ergab.
Motor
Unser kleiner Aygo war mit dem vorerst einzigen verfügbaren Antrieb der Baureihe des Kleinstwagens ausgestattet. Es handelt sich um einen 1.0-Dreizylinder mit Saugmotor und variabler Ventilsteuerung. Der quer eingebaute Frontmotor ist eine Weiterentwicklung des Aggregats, das bereits in der ersten Generation des Toyota verbaut war. Er leistet nun 1 PS mehr (69 CV bei 6000 U/min) und verbessert auch das maximale Drehmoment, das 95 Nm bei 4300 U/min erreicht.
Es ist ein Motor, der immer Lust hat, hochzudrehen, mit dem für Dreizylinder typischen charakteristischen Klang. Was die Geräuschentwicklung betrifft, so ist der Motor nicht besonders laut. Auf der Straße lässt sich das Auto mit normal eingestelltem Radio fahren, ohne dass der Motorlärm stört, obwohl bei 120 km/h rund 4000 U/min anliegen.

Erwähnenswert ist auch das Schaltgetriebe, ein 5-Gang-Schaltgetriebe mit Schaltassistent, das im Vergleich zum manuellen Getriebe deutlich kürzere Übersetzungen aufweist, vor allem im 3., 4. und 5. Gang. Man kann es über den Schalthebel oder die am Lenkrad angebrachten Schaltwippen manuell bedienen.
Fahrleistungen
Mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 15,5 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ist offensichtlich, dass die Werte des Aygo allgemein nicht glänzend sind. Der Aygo ist ein langsames Auto, kommt aber im Verkehr gut voran, solange man sich bewusst ist, was man fährt.
In der Stadt gibt es keine Probleme, da er an Ampeln zügig anfährt. Auf der Landstraße sieht es anders aus: Obwohl der kleine Motor alles gibt, sind die Werte eben, wie sie sind. Die Zwischenbeschleunigung ist langsam; das Manöver 80–120 km/h im Automatikmodus dauert etwa 14 Sekunden. Insgesamt ist das ein langsamer Wert, innerhalb seines Segments jedoch durchaus normal.

Das hydraulische System, das das Kupplungspedal ersetzt, wurde in dieser zweiten Generation überarbeitet, wodurch sich das Getriebe angenehmer bedienen lässt. Im Automatikmodus und bei niedriger Geschwindigkeit schaltet es schnell und relativ sanft, doch wenn man den Motor stark fordert, spürt man deutliche und störende Ruckler. Ich selbst habe das Getriebe die meiste Zeit im manuellen Modus genutzt, denn mit etwas Vorausschau und leichtem Lupfen des Gaspedals beim Schalten erhält man ein deutlich sanfteres und angenehmeres Fahrgefühl. Zudem gibt das Steuergerät beim Herunterschalten einen Gasstoß, um die Drehzahlen anzugleichen, was an Ampeln einen recht „aufregenden“ Klang erzeugt.
Fahrverhalten
Das Fahrverhalten des Aygo ist im Großen und Ganzen recht zufriedenstellend. Das Fahrwerk ist eindeutig komfortabel und weich abgestimmt und schluckt Fahrbahnunebenheiten wirkungsvoll. Die Kehrseite zeigt sich in der Seitenneigung, die beim Kurvenfahren mit einer gewissen Geschwindigkeit oder beim Ausweichen deutlich spürbar ist. Obwohl er sich deutlich neigt, gibt es Modelle, die sich noch stärker neigen, wie der Mitsubishi Space Star. Die Fahrwerkskonstruktion ist typisch für diese Fahrzeugklasse: vorne McPherson-Federbeine und hinten eine Verbundlenkerachse mit Drehstab.

Wie bei diesem Fahrzeugtyp üblich, sind alle Bedienelemente weich und servounterstützt abgestimmt. Auch die Lenkung bildet da keine Ausnahme: Sie ist stark unterstützt, elektrisch servounterstützt. Sie vermittelt nicht viel Rückmeldung, aber genug für den Einsatzbereich, für den das Auto vorrangig gedacht ist. Auch das Bremspedal (mit belüfteten Scheiben vorn und Trommeln hinten) fühlt sich weich an; die Bremsen verzögern das Auto sicher, aber ohne allzu große Kraft. Bei der Verzögerung fehlt etwas Bremskraft, was auch mit den schmalen Ökoreifen zusammenhängen kann (165/60 R15).
Sobald man das Tempo etwas mehr erhöht, merkt man ein ausgeprägtes Untersteuern, das vom ESP – serienmäßig und in zwei Stufen abschaltbar – sofort abgefangen wird.
Verbrauch
Wirtschaftlich gesehen ist der Aygo im Unterhalt nicht sehr teuer. Der Hersteller gibt für diese Automatikversion einen Normverbrauch von 4,2 Litern pro 100 km im außerstädtischen Zyklus an. Wie wir alle wissen, sind die Normwerte praktisch unrealistisch. Deshalb belohnt der Aygo im Alltag mit einem Verbrauch von etwa 5–5,2 Litern pro 100 km im Mix aus Stadt- und Landstraßenfahrt.
Wenn man es darauf anlegt, lässt sich der Verbrauch relativ leicht senken. Auf der Landstraße sind Durchschnittswerte von unter 4,5 Litern möglich. So zeigte der Bordcomputer auf einer Fahrt von Valladolid nach Madrid über Landstraße und Autobahn beispielsweise 4,2 Liter pro 100 km an.
Foto | Daniel Valdivielso
Deja un comentario


Peugeot E-208 GTi: ein Spielzeug mit Akku, das den Geist der Sportwagen der Achtzigerjahre wiederbelebt
Neuer Lexus ES: Luxus wächst und wird elektrisch
Erster Kontakt mit dem Dacia Sandero Hybrid 155: Leistung und Effizienz ab 19.890 Euro