Hyundai Tucson 1.7 CRDI 115 CV 4x2 BlueDrive, ein sehr vernünftiger SUV im Test

Diego G. Moreira     4 April 2016     12 min.
Hyundai Tucson 1.7 CRDI 115 CV 4x2 BlueDrive, ein sehr vernünftiger SUV im Test

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Mit der Einführung des Hyundai ix35 vor mehr als zehn Jahren gelang die Quadratur des Kreises. Das Modell markierte einen wichtigen Generationensprung und wurde ein großer Verkaufserfolg. Dasselbe versucht man nun mit dem neuen Hyundai Tucson. Der Nachfolger des ix35 kommt mit wichtigen Neuheiten und deutlichen Verbesserungen, um einen SUV mit robustem Auftritt, einer Innenraumqualität auf dem Niveau jedes deutschen Modells und einer Abstimmung zu bieten, die das Fahrverhalten seines Vorgängers spürbar übertrifft.

Das Testteam von Highmotor hat sich hinter das Steuer einer sehr vernünftigen Version gesetzt: Wir haben den Hyundai Tucson mit dem 1.7-CRDI-Dieselmotor mit 115 CV und Frontantrieb gefahren, die Einstiegsversion der Dieselpalette. Sie wird aber mit Sicherheit auch von den meisten Käufern gewählt werden.

Außendesign, große Veränderung gegenüber dem ix35

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Die Außenlinien des Hyundai Tucson gehören zu seinen Stärken. Die Designer des koreanischen Herstellers haben ein elegantes Design geschaffen, das zugleich die robuste Anmutung eines Geländewagens vermittelt und sich dem Außendesign des Hyundai Santa Fe annähert. Allerdings wirkt das Äußere eher urban als geländetauglich, trotz der großen Radkästen. Vorne fallen der großflächige Kühlergrill und die neuen Scheinwerfer mit LED-Technik für Tagfahrlicht, Positionslicht und Abblendlicht auf (unverständlich ist dagegen, dass das Fernlicht eine Glühbirne nutzt, die nur eine schwache Ausleuchtung bietet).

Seitlich fallen zuerst die Leichtmetallfelgen auf. Serienmäßig sind 16 Zoll montiert, in unserer Ausstattung waren es 17-Zoll-Felgen mit der Reifengröße 225/60 R17. Sie eignen sich gut für einen geländelastigeren Einsatz oder unebene Asphaltstraßen, da das Reifenprofil mehr Komfort bietet (obwohl unser Testwagen ein 4×2 war). Gleichzeitig verlieren sie etwas Wirkung auf schwierigen Landstraßen.

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Hervorzuheben ist das große Glasschiebedach, das sich weiter öffnen lässt als beim ix35 und viel Licht in den Innenraum bringt (allerdings verringert das Dach die Kopffreiheit). Am Heck fallen die große Heckklappe und die Leuchten auf, die für einige Beleuchtungsfunktionen LED-Technik verwenden.

Innendesign, Qualität nach europäischem Geschmack

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Die Hyundai-Gruppe hat ihr Personal seit einigen Jahren durch Neuzugänge von Firmen wie BMW verstärkt, darunter auch ehemalige Mitglieder des Designteams von Audi. All das ist spürbar und zeigt sich sowohl im Exterieur- als auch im Interieurdesign. Ein klares Beispiel dafür ist der Innenraum des Tucson, der eher wie ein deutsches als wie ein koreanisches Modell wirkt. Beim Einsteigen fällt als Erstes der enorme Innenraum auf. Der koreanische SUV überzeugt durch Raumangebot und Geräumigkeit, denn die neue Plattform hat den Radstand vergrößert, was sich direkt in mehr Platz im Innenraum niederschlägt (vor allem auf den Rücksitzen).

Das Armaturenbrett hat harmonische Formen und hochwertige Verarbeitung (fast alle verwendeten Kunststoffe fühlen sich angenehm und weich an). Die Ergonomie und die Anordnung der Bedienelemente sind gut gelöst. Auch die Sitzposition ist bequem, man gewöhnt sich sehr schnell daran, und die Sicht nach außen ist gut. Das Instrumentarium besitzt ein Farbdisplay mit allen Fahrzeuginformationen, dem Multimediasystem und sogar der Navigation.

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Auf den Rücksitzen fällt vor allem der Platz für Füße und Kopf auf: Zwei Erwachsene reisen dort sehr bequem, während der mittlere Rücksitz unbequemer ist, da der Mitteltunnel erhöht ist und die Rückenlehne in der Mitte etwas härter ausfällt.

Stauraum und Kofferraum

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Beim Stauraum hat Hyundai die Alltagstauglichkeit vor allem im vorderen Bereich verbessert: Es gibt ein mittelgroßes Handschuhfach, mehrere Ablagen im Mitteltunnel für kleine Gegenstände, dazu eine Mittelkonsole sowie passend große Türfächer vorne. Hinten fallen die Türfächer kleiner aus, und dort passen gerade einmal zwei Halbliterflaschen Wasser hinein.

Der Kofferraum ist eine weitere Stärke des Fahrzeugs: Er fasst 513 Liter oder 488 Liter, je nachdem, ob ein Reserverad vorhanden ist (damit gehört er zu den besten Werten im Segment, ein Nissan Qashqai kommt auf 430 Liter). Außerdem besitzt er einen doppelten Ladeboden, praktisch zum Verstauen kleinerer Gegenstände im Unterboden, damit sie nicht frei im Kofferraum herumrollen.

Motor und Leistung

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Die Motorenpalette des Hyundai Tucson umfasst drei Diesel: 1.7 CRDi mit 116 CV, 2.0 CRDi mit 136 CV und 2.0 CRDi mit 184 CV, dazu zwei Benziner: 1.6 GDi mit 132 CV und 1.6 TGDi mit 176 CV. Wir haben den bekannten 1.7-CRDI-Motor mit 115 CV gefahren, neben dem 136-CV-Diesel einer der meistgefragten Dieselmotoren.

Der 115-CV-Diesel bewegt den Tucson mit ordentlicher LeichtigkeitReichen 115 CV aus? Auf den ersten Blick lautet die Antwort ja. Wir hatten gewisse Zweifel, ob der kleine 1.7 den Tucson mit einer gewissen Souveränität bewegen kann, doch im Alltag hat uns der Motor überrascht (dieser 1.7 CRDI ist ein wahres Kraftpaket innerhalb der Gruppe Hyundai). In 80 % der Situationen ist die Antwort gut und mehr als ausreichend, um den Hyundai Tucson mit einer gewissen Leichtigkeit zu bewegen.

Der Antrieb setzt bereits bei 1.500 Umdrehungen ein und zieht kräftig bis 3.000 U/min. Danach verliert er an Schwung. Auf Land- oder Stadtstraßen ist er mehr als ausreichend und bewegt den Tucson problemlos. Erwähnenswert ist das Drehmoment von 280 Nm. Die 115 CV spürt man vor allem bei voll beladenem Fahrzeug oder auf der Autobahn bei langen Steigungen. Sind dann drei oder vier Insassen an Bord, muss man ein oder zwei Gänge zurückschalten, um mit mehr Schwung bergauf zu kommen.

Bei einem Überholmanöver oder im gemischten Stadt-Land-Verkehr sind die 115 CV jedoch mehr als genug, und am Steuer fühlt sich das Auto für seine Größe erstaunlich agil an. Das Getriebe, das mit diesem Antrieb kombiniert ist, hat sechs Gänge, die recht lang übersetzt sind, besonders der sechste, und es lässt sich korrekt schalten.

Fahrverhalten

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Am Steuer dominiert das Gefühl von Ruhe und Komfort. Der Tucson fährt sich sehr gelassen. Dazu trägt eine spürbar gute Schalldämmung im Innenraum bei sowie eine Federung, die stets den Komfort der Insassen im Blick hat. Das Auto kommt auch mit unebenen Asphaltstraßen oder den typischen Bodenwellen unserer Landstraßen mühelos zurecht. Allerdings leidet die Dynamik unter dem Streben nach Komfort. Die Reaktionen sind berechenbar, aber sein eigentlicher Lebensraum ist nicht die Gebirgspassstraße.

In der Stadt ist er dank der Sitzposition ein komfortables Auto. Er verfügt über Parksensoren und eine Rückfahrkamera, und der Motor setzt sich im Stadtverkehr kraftvoll durch. Auf der Landstraße bietet er den größten Komfort, besonders die elektrische Servolenkung, die verschiedene Modi zur Anpassung der Härte bietet (Normal und Sport). Allerdings ist sie nicht so direkt, wie wir es uns gewünscht hätten.

Verbrauch

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Der Verbrauch dieses 115-CV-Motors liegt deutlich über den homologierten 4,6 Litern je 100 km, bewegt sich aber angesichts von Größe, Gewicht und Leistung in einem recht guten Bereich. Auf der Landstraße liegt der normale Verbrauch meist bei etwa 6 Litern je 100 km, mit einer vorsichtigen Fahrweise lässt er sich relativ leicht auf 5,5 Liter je 100 km senken.

Auf der Autobahn lag der Wert auf unserer üblichen Strecke bei 6,2 Litern je 100 km. In der Stadt, auf unserer üblichen Testrunde in Vigo, lag der Verbrauch bei etwa 7 Litern je 100 km, was ein guter Wert ist.

Ausstattung

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Ein weiterer Pluspunkt des Hyundai Tucson ist die serienmäßige Ausstattung. Es gibt vier Ausstattungslinien – Essence, Klass, Tecno und Style. Schon die Basisausstattung bietet für ihren Preis und ihr Segment alles Nötige. Bei den Sicherheitssystemen fällt die umfangreiche Serienausstattung auf, dazu kommen Extras, wie man sie eher aus dem Premiumsegment kennt (Verkehrszeichenerkennung, automatische Notbremsung, Spurwechselassistent, Totwinkelwarnung und weitere).

Schon die Basisversion Essence –Essence– umfasst: Front-, Seiten- und Kopfairbags, Stabilitätskontrolle, aktive Kopfstützen, Reifendruckkontrolle, Anfahrassistent am Berg, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein Audiosystem mit Bluetooth, USB und AUX mit 6 Lautsprechern, Klimaanlage, hintere Parksensoren, Tempomat, Lichtsensor und LED-Tagfahrlicht, unter anderem.

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Die Ausstattung Klass ergänzt: 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Zweizonenklimaautomatik, vordere Nebelscheinwerfer und LED-Heckleuchten, unter anderem. Die Ausstattung Tecno – unser Testwagen – bietet zusätzlich das Navigationssystem (mit TomTom-Technik), vordere Parksensoren, Regensensor, beheizbare Sitze und einen Spurhalteassistenten, Optional gibt es das Safe-Paket mit verschiedenen Fahrassistenten (1.800 Euro) sowie Verkehrszeichenerkennung, Startknopf und weitere Elemente. Die Topausstattung Style ergänzt schließlich Lederpolster, belüftete und beheizbare Sitze, Totwinkelwarnung, automatische Notbremsung, elektrisch verstellbare Vordersitze, elektrisch öffnende Heckklappe, Glasschiebedach und weitere Elemente.

Das Multimediasystem mit Navigation und das 8-Zoll-Touchscreen-Display sind in den Ausstattungen Tecno und Style erhältlich. Die Navigation stammt von TomTom, und neben der Touch-Bedienung gibt es Tasten im unteren Bereich für eine gemischte Bedienung, was sehr geschickt gelöst ist, da es einfach zu bedienen und recht intuitiv ist. Der Klang der sechs Lautsprecher war mehr als korrekt.

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Unser Testwagen hatte neben der serienmäßigen Sicherheitsausstattung auch das Safe-Paket (1.800 Euro), das die automatische Notbremsung, die Totwinkelüberwachung und die LED-Scheinwerfer umfasst. Es ist ein empfehlenswertes Paket, doch auffällig ist, dass die LED-Technik für das Tagfahrlicht, das Positionslicht und das Abblendlicht verwendet wird, nicht aber für das Fernlicht (das mit einer Glühbirne nur eine schwache Ausleuchtung bot).

Preise des Hyundai Tucson

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Der Hyundai Tucson ist ab 18.900 Euro erhältlich – mit allen anwendbaren Rabatten und dem 131-CV-Benziner –, während der Diesel bei 21.674 Euro (115 CV) beginnt.

  • TUCSON 1.6 GDI 131 CV 4X2 ESSENCE 23.590 Euro
  • TUCSON 1.7 CRDI 115 CV 4X2 ESSENCE 25.540 Euro
  • TUCSON 1.6 GDI 131 CV 4X2 KLASS 25.290 Euro
  • TUCSON 1.7 CRDI 115 CV 4X2 KLASS 27.240 Euro
  • TUCSON 2.0 CRDI 136 CV 4X2 KLASS 28.940 Euro
  • TUCSON 1.6 GDI 131 CV 4X2 TECNO 27.590 Euro
  • TUCSON 1.7 CRDI 115 CV 4X2 TECNO: 29.540 Euro
  • TUCSON 2.0 CRDI 136 CV 4X2 TECNO 31.240 Euro
  • TUCSON 2.0 CRDI 136 CV 4X4 TECNO 33.340 Euro
  • TUCSON 2.0 CRDI 136 CV 4X4 Aut. TECNO 35.540 Euro
  • TUCSON 1.6 TGDI 176 CV 4X4 STYLE 38.440 Euro
  • TUCSON 2.0 CRDI 136 CV 4X4 STYLE 37.990 Euro
  • TUCSON 2.0 CRDI 186 CV 4X4 AUT. STYLE 41.990 Euro

Meinung und persönliche Bewertung

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Der Hyundai Tucson hat uns als Testteam überzeugt. Außen auffallend gestaltet, bietet er auch innen einiges und gehört zu den geräumigsten SUVs seines Segments, mit ausreichend Platz für Füße und Kopf sowohl vorne als auch hinten (für große Personen interessant, allerdings ohne Panoramadach, da es Höhe kostet). Er ist auf Komfort ausgelegt; die Dynamik ist nicht seine Stärke. Der Tucson eignet sich ideal, um auf Landstraßen oder Autobahnen komfortabel lange Strecken zurückzulegen, und die gute Schalldämmung im Innenraum fällt positiv auf.

115 CV oder 136 CV? Entscheidet man sich für die Basisausstattung Essence, beginnt der Preis bei 21.674 Euro (mit allen Rabatten und PIVE), gegenüber 25.575 Euro für den 136-CV-Motor in der Ausstattung Klass (Essence gibt es mit 136 CV nicht). Ein so großer Unterschied lohnt sich bei der Basisausstattung nicht allein wegen des Motors. Bei gleicher Ausstattung Klass beträgt der Unterschied zwischen dem 115-CV- und dem 136-CV-Modell etwa 2.000 Euro, was sich amortisieren kann, wenn man viel auf der Autobahn fährt oder das Auto voll beladen ist (Situationen, in denen die 115 CV deutlich spürbar sind).

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4×2 oder 4×4? Trotz seines Äußeren ist der Tucson ein SUV mit automatisch zuschaltbarem Allradantrieb, der echte Geländeeigenschaften bietet. Um die 4×4-Version wählen zu können, muss der Motor mindestens der 136-CV-Diesel sein, und der Verbrauch steigt mit Allradantrieb ebenfalls. Sofern man nicht in Regionen mit widrigem oder dauerhaft schlechtem Wetter sowie auf Wegen und Untergründen mit schlechtem Halt unterwegs ist, wo der Allrad zum Verbündeten wird, reicht für den übrigen Einsatz und den gelegentlichen Befahrung von Schotterpisten der Tucson 4×2 völlig aus.

Gefallen hat uns die umfangreiche Ausstattung, sowohl serienmäßig als auch bei den optionalen Sicherheitssystemen. Diese Systeme sind sonst im Premiumsegment verfügbar, und dass man sie in einem SUV ab 18.900 Euro bestellen kann, spricht für ihn.

Technische Daten dieses Autos


un comentario

  1. Neymar says:

    Me gusta mucho el aspecto de este coche, se ve muy atmosférica. Diseñador con mucho cuidado, teniendo plenamente en cuenta las necesidades de los pasajeros. Y relativamente el pasado, el rendimiento del coche también se ha mejorado en gran medida. Este coche es una buena opción.

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