Mercedes-Benz F100, das Konzeptfahrzeug von 1991, das die Zukunft vorwegnahm
Das Mercedes-Benz F100 Concept nahm die Zukunft des Automobils bereits 1991 vorweg. Seine Technik und seine Sicherheit haben es in die Geschichte eingehen lassen. Kennen wir es?

Der Mercedes-Benz F100 ist ein Konzeptfahrzeug der Marke mit dem Stern, das 1991 vorgestellt wurde, und zwar genau während der Automobilausstellung in Detroit im selben Jahr. Es erhielt die F als Kennzeichnung für die Zukunft, und sein Ziel war es, der Welt zu zeigen, wie die Zukunft des Automobils aussehen würde. Die für das Konzeptfahrzeug F100 von Mercedes-Benz verantwortlichen Ingenieure und Designer setzten alles daran, sämtliche Technik in das Modell zu integrieren, um es zum bis dahin gewagtesten Automobil zu machen.

Dieser auffällige Mercedes-Benz F100 verfügte über Bedienelemente für das Telefon am Lenkrad, eine Abstandsregelung und sogar ein System, das den Reifendruck überwachen konnte. Ideen, die 1991 als verrückt galten und die wir heute in praktisch allen Fahrzeugen als selbstverständlich betrachten.

Ein Vorstoß in Sachen Sichtbarkeit
Eine der neuartigsten Technologien, die der Mercedes-Benz F100 enthielt, ist die Gasentladung der Scheinwerfer. Diese Innovation, die bei diesem Konzept vorgestellt wurde, bekam vier Jahre später der Mercedes-Benz Clase E W210 in Form von Xenonscheinwerfern. Heute verwendet man meist LED-Scheinwerfer, doch damals revolutionierten die Xenonscheinwerfer den Markt. Eine weitere Neuerung des F100 sind die Scheibenwischer mit Regensensor. Das erste Mal wurde dies in einem Serienfahrzeug im Mercedes-Benz CL 140 von 1996 verwendet.

Komfort und Innenausstattung
Eines der Hauptziele dieses Konzepts war es, dass die Insassen bequem sitzen und jede erdenkliche Information in Reichweite haben. Es verfügte über Bedienelemente für Mobiltelefone am Lenkrad, die später 1998 in Serienmodellen umgesetzt wurden, konkret im Mercedes-Benz Clase S W220. Das System zum schlüssellosen Öffnen und Starten war ebenfalls beim Mercedes-Benz F100 zu finden, wurde aber erst 1999 in der S-Klasse der Marke mit dem Stern vorgestellt. Es erhielt die Bezeichnung Keyless-Go. Auch die Reifendrucküberwachung darf man nicht vergessen, die 1999 in den Mercedes-Benz CL-Klasse C215 eingeführt wurde.

Antrieb und Sicherheit
Der Mercedes-Benz F100 hatte Vorderradantrieb und verfügte über einen Antriebsstrang, der Energie aus Wasserstoff nutzte, kombiniert mit einem Solarpaneel auf dem Dach. 1991 war das in diesen Jahren nahezu unerhört. Was die Sicherheit betrifft, war der F100 mit einer revolutionären Abstandsregelung ausgestattet, die den heutigen adaptiven Tempomaten sehr ähnlich war, die wir heute verwenden. Sie wurde Distronic genannt und 1998 in der Mercedes-Benz S-Klasse W220 eingeführt.

Dieses Konzept verfügte außerdem über weitere Fahrassistenzsysteme wie den Totwinkel-Assistenten und Rückfahrkameras. Diese wurden in den Serienmodellen 2007 bzw. 2005 eingeführt, beide in der Mercedes-Benz S-Klasse W221. Wie du siehst, sind das Assistenten, die man heute in modernen Autos findet, doch die Marke mit dem Stern dachte schon vor 30 Jahren daran. Neben den Sicherheitstechnologien und den Maßnahmen zur Unfallvermeidung hat Mercedes-Benz den Konzeptwagen F100 auch mit vielen körperlich widerstandsfähigen Merkmalen gegen mögliche Stöße konzipiert. Der mittig angeordnete Fahrersitz, Türen, die sich leicht öffnen lassen, und ein größerer Abstand zu den Innenflächen helfen dem F100, seine Insassen bei einem Unfall zu schützen, und ermöglichen ihnen außerdem ein einfaches Aussteigen.

Das ist aber noch nicht alles: Der Mercedes-Benz F100 war zwar ein revolutionäres und futuristisches Auto, vor allem aber setzte er auf den Einsatz und die Entwicklung der vernetzten Technik in einem Automobil.
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