Opel Corsa OPC 1.6 Turbo 192 CV, Test (Außendesign, Innenraum und Ausstattung)

Diego G. Moreira     14 January 2012     5 min.
Opel Corsa OPC 1.6 Turbo 192 CV, Test (Außendesign, Innenraum und Ausstattung)

Das Testteam von Highmotor analysiert weiterhin den Opel Corsa OPC mit dem leistungsstarken 1.6-Turbo-Benzinmotor mit 192 CV, ein sportlicher Stadtflitzer, der nun aus Sicht von Design, Platzangebot und Verarbeitung betrachtet wird.

Unser Protagonist ist in diesen Tagen der Opel Corsa OPC, also die sportlichste und radikalste Variante des kleinen Deutschen. Klein, aber nicht in puncto Leistung, denn unter der Haube verfügt er über einen 1,6 Liter großen Turbomotor mit 192 CV.

Alles Wissenswerte über den Motor und darüber, wie viel Spaß er auf der Straße macht, haben wir im ersten Teil des Tests behandelt. Jetzt geht es um das Design, denn äußerlich fällt sofort auf, dass dies kein gewöhnlicher Corsa ist, doch auch die Innenausstattung überrascht, und genau darüber berichten wir heute.

Außendesign

Jedes OPC-Modell (Opel Performance Center) besitzt eine Optik, die diesem Kürzel entspricht, vom kleinsten Modell der Palette bis zum starken Insignia OPC mit 300 CV. Der Corsa OPC unterscheidet sich vom übrigen Programm dadurch, dass er ausschließlich mit der Dreitürer-Karosserie und einer sportlichen Ausstattung erhältlich ist.

Größere Stoßfänger mit luftleitenden Lamellen an den Seiten, sowohl vorn als auch hinten. An der Front fallen die neuen Scheinwerfer der Corsa-Reihe auf, die Tagfahrlicht in Glühlampentechnik und eine Abbiegefunktion integrieren, dazu ein eigenständiges Design der sportlicheren Nebelscheinwerfer.

Seitlich sind es die Schweller und die 18-Zoll-Felgen (serienmäßig sind es 17 Zoll), die ins Auge fallen, besonders das dunkel gehaltene Felgendesign, das die Sportlichkeit des Autos unterstreicht.

Am Heck ist der dreieckige Auspuffendrohr ein Element, das dem Corsa OPC Persönlichkeit verleiht und ihn unverwechselbar von jedem anderen Corsa unterscheidet. Der Heckstoßfänger und die abgedunkelten Rückleuchten bilden zusammen mit dem Spoiler den Abschluss.

Insgesamt erkennt man das Modell außer an all dem Genannten an seiner Farbe OPC-Blau, einem weiteren Erkennungsmerkmal, das im Innenraum in passender blauer Farbe wieder aufgegriffen wird.

Innenraum, Platzangebot und Verarbeitungsqualität

Beim Einsteigen fällt der Blick sofort auf die sportlichen Sitze von „RECARO“, die serienmäßig verbaut sind und zusätzlich einen Seitenairbag besitzen (Sportlichkeit muss nicht auf Kosten der Sicherheit gehen). Für Liebhaber sportlicher Kleinwagen gehören sie zu den besten Sitzen in Halt und Komfort am Lenkrad.

Sie umschließen den Körper perfekt, und die Sitzposition ist sehr bequem, zumal nur wenige Sportkleinwagen serienmäßig über ähnliche Sitze verfügen. Weitere Details, die ins Auge fallen, sind die verschiedenen OPC-Logos am Lenkrad und am Schalthebel sowie die blau abgesetzten Ränder der Lüftungsdüsen, passend zur Außenfarbe.

Das Lenkrad ist groß dimensioniert; ein etwas kleineres, speziell für diese OPC-Version gestaltetes Lenkrad wäre nicht schlecht. Trotzdem besitzt es die Einlagen mit dem OPC-Logo und die blaue Naht am oberen Rand, was dem 192-CV-Stadtflitzer erneut einen Rennsport-Touch verleiht.

Außerdem gibt es eine etwas andere Instrumentierung als beim normalen Corsa, mit blauen Akzenten und einigen sportlichen Anspielungen. Eine Anzeige für Kühlmittel- oder Öltemperatur wäre bei einem so charakterstarken Sportwagen wie diesem jedoch nicht fehl am Platz.

Abgesehen von den typischen OPC-Elementen ist das Armaturenbrett identisch mit dem des Opel normalen Corsa, mit üblichen Materialien und reichlich Kunststoff, aber mit sauberen Passungen, was man bei einem Stadtwagen erwarten darf.

Die Eintönigkeit im Armaturenbrett durchbricht das neue Navigationssystem, das mit dem Facelift des Corsa eingeführt wurde. Ehrlich gesagt hat es uns mit seiner Einfachheit, Übersichtlichkeit und guten Funktion überzeugt (außerdem ist Bluetooth für das Handy integriert).

Nicht optimal gelöst sind allein die zwei Displays, denn einerseits gibt es das Navigationssystem mit Radio, Telefon und Navigation, andererseits das obere Display für Klimaanlage und Bordcomputer. Dieses obere Display ist recht groß und stammt noch aus dem Corsa; es könnte kleiner ausfallen und die Klimaregelung etwas intuitiver gestalten.

Bei der Betrachtung des Innenraums darf der Platz nicht fehlen: Vorn ist er ausreichend, und man reist bequem, doch die hinteren Sitze sind etwas knapper bemessen. Da es beim OPC nur die Dreitürer-Karosserie gibt, ist der Einstieg in die hinteren Plätze zusätzlich erschwert, und hinzu kommt, dass sie keine Rückenstütze haben, was sie bei etwas agilerer Fahrweise unbequem macht.

Ablagen und Kofferraum

Der Bereich der Ablagen ist beim Corsa gut gelöst: Es gibt Türfächer in passender Größe, das Handschuhfach ist nicht riesig, erfüllt seine Aufgabe aber gut. Außerdem gibt es Ablagen im Mitteltunnel, etwa für ein Handy oder den Hausschlüssel.

Schließlich der Kofferraum mit einem Fassungsvermögen von 285 Litern. Er hat regelmäßige Formen, sodass sich das Volumen problemlos nutzen lässt; es ist mehr als beispielsweise bei einem Mini.

Damit schließen wir den Rückblick auf den zweiten Teil des Tests des Opel Corsa OPC, doch wir kommen mit dem dritten Teil zurück, in dem wir uns auf Ausstattung, Sicherheit, Preise und unser Gesamturteil zum kleinen sportlichen Stadtflitzer konzentrieren.

Fotos | David Taboada

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