Test Hyundai Tucson 2.0 CRDi 185 CV 4x4 AT N-Line, ein sportlicher und mildhybridisierter SUV
Test und Meinung zur sportlichsten Version des Hyundai Tucson mit der N-Line-Ausstattung, die sich durch eigenständige Außenelemente und mehr Sportlichkeit auszeichnet.

Der Hyundai Tucson ist ein echter Verkaufsschlager: Der südkoreanische Hersteller hat die Nachfrage nach SUVs geschickt aufgegriffen, und der Tucson ist für viele Fahrer zur ersten Wahl geworden. Um ihm einen sportlichen Anstrich zu verleihen, erhält der Hyundai nun die N-Line-Ausstattung mit optischen und dynamischen Verbesserungen.
Wir konnten den Hyundai Tucson mit dem stärksten Dieselmotor mit 185 CV testen, der mit Allradantrieb und dem Achtgang-Automatikgetriebe kombiniert ist. In der N-Line-Ausstattung verbessert sich das Fahrverhalten, und er zeigt sich außen in einem sportlicheren Auftritt.
Design: leichte Außenänderungen mit geräumigem und vertrautem Innenraum

Außen fällt vor allem das Erscheinungsbild der N-Line-Ausstattung auf, denn die Designlinien sind altbekannt, auch wenn das Modell leicht überarbeitet wurde. Zu den sportlichen Akzenten gehören 19-Zoll-Leichtmetallfelgen in Schwarz, Außenspiegelgehäuse in glänzendem Schwarz, ein ebenfalls schwarzer Frontgrill sowie ein neu gestalteter, sportlicher geschnittener Frontstoßfänger.
Seitlich fallen neben den großen Felgen auch die getönten Scheiben auf, und heckseitig dominiert wieder der Sportstoßfänger mit zwei Auspuffenden. Was die Geländetauglichkeit angeht, bietet der Wagen trotz seines SUV-Charakters immerhin bodenfreiheit, die recht großzügig ausfällt.

Im Innenraum ist der Tucson sehr geräumig, mit einem harmonischen Design, das wenig Zugeständnisse an den Avantgardismus macht, bei dem aber alles praktisch angeordnet ist. Die Sitzposition ist erhöht und bequem, die Sicht gut, wie man es von einem SUV erwartet. In unserem Testwagen gab es außerdem die für diese Sportausstattung typische Polsterung aus Alcantara und Leder.
Die Rücksitze sind sehr großzügig bemessen und bieten mehr als genug Platz für Füße und Kopf, zudem gibt es Lüftungsdüsen. Der Kofferraum fasst 459 Liter, ein ordentlicher Wert, allerdings liegt die Ladekante etwas hoch.

Motor und Fahrleistungen: 2.0 CRDi mit hoher Leistung und ECO-Plakette

Der meistverkaufte Motor im Tucson-Programm ist dieser Zweiliter-Diesel zwar nicht, doch für alle, die einen SUV mit herausragenden Fahrleistungen suchen, ist er eine interessante Alternative. Der Zweiliter leistet 185 CV und ist ausschließlich mit dem Achtgang-Automatikgetriebe und Allradantrieb erhältlich.
Dieser Motor bietet beachtliche Fahrleistungen, der Wagen beschleunigt dank des Drehmoments von 400 Nm zügig, und der Allradantrieb sorgt in Kurven oder auf schwierigem Gelände abseits der Asphaltstraße für gute Traktion. Er überzeugt also sowohl dynamisch als auch im Gelände.

Dank eines 48-Volt-Mildhybridsystems erhält dieser SUV die ECO-Plakette, was in Städten mit Fahrverboten ein Vorteil ist und zudem zu verschiedenen kommunalen Steuervergünstigungen führen kann.
Fahrverhalten: Dynamik und Vitalität

Die N-Line-Ausstattung verleiht dem Tucson außerdem eine straffere Federung als die übrigen Varianten, was dynamisch deutlich spürbar ist. Ein Teil der Trägheit, die die Standardversion oft aufweist, verschwindet in dieser N-Line-Ausführung. Zusammen mit dem kräftigen Antrieb ergibt sich ein dynamischer SUV mit guter Kurvenstabilität.

Auf der Landstraße fährt sich der Wagen komfortabel, und dank Allradantrieb und Bodenfreiheit sind auch abseits der Straße gewisse Ausflüge möglich. Er verfügt über eine Bergabfahrhilfe und die Möglichkeit, die Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse zu sperren. Damit meistert man Situationen, in denen andere SUVs ohne Allradantrieb oder ohne Sperrmöglichkeit steckenbleiben würden. Trotzdem sitzt man hier in einem SUV und nicht in einem Geländewagen.

Der Wagen hat einen Sportmodus, der das Ansprechverhalten von Getriebe und Gaspedal verbessert. Schließlich vermittelt die Lenkung nicht ganz alles, was an den Rädern passiert. Die Bremsanlage hingegen arbeitet korrekt.
Verbrauch

Der Verbrauch des Hyundai Tucson wird durch den starken Motor, den Allradantrieb und das Automatikgetriebe nach oben getrieben. Auf der Landstraße begnügt er sich dennoch mit 7 Litern auf 100 km, während bei zurückhaltender Fahrweise auch 6,5 l/100 km möglich sind.
Im Mischverbrauch (mit Stadtanteil) steigt der Wert auf 8,5 l/100 km, auf der Autobahn genügen 7,3 Liter auf 100 km.
Ausstattung

Unser Testwagen ist in der N-Line-Ausstattung ausgeführt, die sportliche Elemente mitbringt und auf der Basis der Style-Ausstattung ein sehr umfangreiches Equipment bietet. Zu den N-Line-spezifischen Merkmalen gehören folgende:
- 19-Zoll-Leichtmetallfelgen in Schwarz
- Getönte Heckscheiben
- Außenspiegelgehäuse in glänzendem Schwarz
- Schwarz-verchromter Kühlergrill
- Full-LED-Scheinwerfer
- Sitze mit exklusiver N-Line-Polsterung aus Leder und Alcantara
- Integriertes Navigationssystem mit Touchscreen
- Rückfahrkamera
- Keyless-Entry und Startsystem
- USB-Ladeanschluss für die Passagiere auf den Rücksitzen
- Anfahrassistent am Berg
- Tempomat und Geschwindigkeitsbegrenzer
- Bergabfahrassistent
- Verkehrszeichenerkennung
- Aktiver Spurhalteassistent
Persönliche Meinung und Preis des Hyundai Tucson N-Line

Der Grundpreis des Hyundai Tucson liegt bei 18.300 Euro, während unser Testwagen mit dieser Ausstattung bei 30.750 Euro beginnt und mit Allradantrieb und Automatikgetriebe 38.965 Euro kostet.

Der Tucson ist insgesamt ein rundum gelungenes Produkt, eines dieser Fahrzeuge, die ihren Zweck perfekt erfüllen und mit denen man entspannt und komfortabel fährt.
Die N-Line-Ausstattung verleiht ihm allerdings zusätzlich Persönlichkeit, mit sportlicherer Optik und einer strafferen, wirkungsvolleren Federung als beim Standardmodell. Kurz gesagt wirkt sie wie eine Würze für ein Modell, das insgesamt die Erwartungen durchweg gut erfüllt (weshalb es zu den meistverkauften im SUV-Segment gehört). Zum Zeitpunkt dieses Tests ist bereits eine neue Generation angekündigt, was vermutlich zu größeren Rabatten auf das Auslaufmodell führen dürfte.
Fotos | Diego G. Moreira
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