Test Suzuki Swift Sport: ein kleiner Sportwagen mit ECO-Plakette. Das perfekte Rezept?

Jaime Avilés     24 July 2023     7 min.
Test Suzuki Swift Sport: ein kleiner Sportwagen mit ECO-Plakette. Das perfekte Rezept?

Wir haben uns ans Steuer der sportlichsten Version des Suzuki Swift gesetzt, eines kompakten, spaßigen, sehr agilen Autos mit einer großzügigen Serienausstattung. Und als wäre das nicht genug, mit leichter Hybridisierung

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Zwischen all den SUVs und Elektroautos voller Bildschirme und sonstigem technischem Krimskrams ist der Suzuki Swift Sport auf dem heutigen Fahrzeugmarkt beinahe eine Seltenheit. Seine Schlichtheit, Agilität, Persönlichkeit und sein so unterhaltsamer Charakter machen ihn auf den ersten Blick zu einer wirklich interessanten Option. Aber ist er auch so gut, wie er klingt? Wir verraten es dir!

Die fünfte Generation des Suzuki Swift, die heute bei uns ist, kam im Jahr 2017 mit zahlreichen Neuerungen gegenüber seinem Vorgänger auf den Markt, angefangen beim Design über den Innenraum, die Motorisierungen bis hin zur Technik. Obwohl der kleine japanische Kompaktwagen in allen Bereichen einen großen Sprung gemacht hat, blieb er – und vor allem seine Sport-Version, unsere heutige Protagonistin – seinem charakteristischen DNA treu.

Nach drei Jahren auf dem Markt wollte Suzuki seinem Swift Sport in Sachen Effizienz einen kleinen Schub geben und rüstete ihn mit einem Mild-Hybrid-System mit 48 V aus. Dieses ermöglicht nicht nur eine leichte Reduzierung von Verbrauch und Emissionen, sondern auch die Erlangung der ECO-Plakette der DGT. Diese befreit unter anderem von der Kfz-Steuer, bietet eine Ermäßigung bei der Zulassungssteuer von bis zu 75 % oder einen 50-prozentigen Rabatt in den Parkzonen mit Parkraumbewirtschaftung.

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Jung und kraftvoll

Ohne weiter abzuschweifen, beginnen wir nun mit der Analyse des Suzuki Swift Sport und seines Designs. Ein Design, das nach sechs Jahren bei uns immer noch modern wirkt und das trotz seiner recht dezenten Art sowohl jüngere als auch ältere Menschen anspricht – durch die 17-Zoll-Leichtmetallfelgen in Schwarz und Aluminiumoptik, die vordere Stoßstange mit großem Lufteinlass, den Frontspoiler, die Schweller und den Heckdiffusor in Carbon-Optik oder die zwei Auspuffendrohre (echte, wohlgemerkt), die ihm ein sehr muskulöses Erscheinungsbild verleihen, ohne ins Proletenhafte abzurutschen.

Mit dem letzten Update, das ihn zu einem „Hybrid“-Modell machte, bekam der Swift Sport auf der Heckklappe das Logo „Hybrid“ verpasst. Das stört nach unserer bescheidenen Meinung die Symmetrie und Sauberkeit des Hecks, auch wenn es als Marketinginstrument durchaus seinen Zweck erfüllt.

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Eine Ausstattung, die alles Notwendige abdeckt

Sowohl die vorderen Scheinwerfer als auch die Rückleuchten des Swift Sport verfügen über LED-Technik. Das sorgt nicht nur für ein moderneres, aktuelleres Erscheinungsbild, sondern bietet auch bei schwachem Licht eine wirklich gute Sicht. In Kombination mit dem automatischen Fernlichtassistenten ermöglicht dies nächtliche Fahrten mit einem sehr hohen Beleuchtungsniveau und größerer Sicherheit.

Im Innenraum finden wir sportliche Sitze mit Stoffbezug, die einen guten Ausgleich zwischen seitlichem Halt und Komfort bieten, ein Multifunktionslenkrad mit roten Ziernähten und Kunstlederbezug in optimaler Dicke, ein manuelles Sechsgang-Schaltgetriebe mit sehr angenehmem mechanischem Schaltgefühl und ein analoges Kombiinstrument mit einem kleinen 4,2-Zoll-Display in der Mitte. Dort lassen sich Fahrzeuginformationen abrufen, etwa der Reifendruck, der Ladezustand der 48-V-Batterie, die eingestellte Geschwindigkeit des adaptiven Tempomaten oder die Erkennung von Verkehrszeichen.

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Gut gelöster Innenraum

Armaturenbrett, Mittelkonsole und Türverkleidungen des Swift Sport sind recht schlicht gehalten. Dominierend sind harte Kunststoffe mit rauer Haptik und ohne gepolsterte Materialien. Das setzt ihn etwas hinter Konkurrenten wie den SEAT Ibiza, den Skoda Fabia oder den Ford Fiesta zurück. Dennoch haben wir bei den über 1.200 Kilometern, die wir mit dem Auto gefahren sind, keinerlei Knarzen oder Innengeräusche bemerkt.

Beim Infotainmentsystem verfügt der Swift über einen 7-Zoll-Touchscreen mit einem verbesserungswürdigen, wenig intuitiven und ziemlich unattraktiven Bedienkonzept. Diese Schwäche wird jedoch durch die Kompatibilität mit Apple CarPlay, Android Auto und MirrorLink per Kabel ausgeglichen, sodass man alles Nötige für den Alltag an Bord hat.

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Platzangebot und Kofferraum

Ähnlich wie auf den vorderen Plätzen bieten die hinteren Sitze des Swift ein großzügiges Platzangebot, sowohl in der Kopffreiheit als auch bei der Beinfreiheit, wenn man bedenkt, dass es sich um ein Auto mit 3,89 Metern Länge und 1,49 Metern Höhe handelt.

Der Kofferraum des Swift gehört in seinem Segment nicht zu den größten, er fasst 265 Liter. Dank seiner Form lässt sich der Platz aber gut ausnutzen, sodass zwei Personen problemlos Gepäck für mehrere Tage mitnehmen können, ohne sich beim Packen den Kopf zerbrechen zu müssen.

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Unter der Haube…

Zum Antrieb: Der Suzuki Swift Sport verfügt über einen 1,4-Liter-Boosterjet-Motor mit 129 PS und 235 Nm Drehmoment, kombiniert mit einem Sechsstufen-Automatikgetriebe. Unterstützt wird er von einem kleinen Elektromotor mit 14 PS, der aus einer 0,38-kWh-Batterie gespeist wird und für die ECO-Plakette verantwortlich ist.

Obwohl er gegenüber der Version ohne Mild-Hybrid-Technik 11 PS verloren und gut 50 kg zugelegt hat (die Testfahrt mit diesem Modell könnt ihr hier nachlesen), hat der kleine Sportwagen an Fahrspaß und Fähigkeiten nichts eingebüßt. Er hat einen sehr willigen Antritt ab 1.800 U/min, eine sehr lineare Leistungsentfaltung und eine Getriebeabstimmung, die dazu einlädt, den Spaß auf kurvenreichen Strecken voll auszukosten.

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Gesegnetes Leichtgewicht!

Die Kombination aus der Härte und Präzision der Lenkung, der Abstimmung des Fahrwerks, der verspielten Hinterachse, wenn man es darauf anlegt, und den 129 PS des Motors (mehr als genug für dieses Kompaktauto mit gut 1.000 kg) machen den Swift Sport zu einem Spielzeug, in das man sich verliebt und das einen sogar dazu bringt, den Gebrauchtwagenmarkt mit dem Gedanken zu durchstöbern, selbst eines zu kaufen.

Man kann sich viele Optionen ausdenken, mit denen man schneller fahren oder einen hochwertigeren Innenraum bekommen könnte. Doch nur wenige Autos bieten so viel für so wenig Geld wie der Suzuki Swift Sport: mit einer Schaltung im Stil von früher, einem Sound, der auffällt, ohne zu sehr aufzufallen, und einer Abstimmung, die ihn zu einem sehr alltagstauglichen Auto macht. Im Mischbetrieb sind Verbräuche von etwa 6 Litern/100 km möglich, wenn man den Gasfuß im Zaum hält. Dazu kommen fünf Sitzplätze, ein Kofferraum, der für den Einkauf oder einen Urlaub zu zweit reicht, und ein Paket an Fahrassistenzsystemen mit Totwinkelwarner, Spurwechselassistent, Verkehrszeichenerkennung und Warnung vor dem Querverkehr im Heck.´

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Sein Preis

Wie bei anderen Modellen ist auch der Preis des Suzuki Swift Sport im Zuge der allgemeinen Preissteigerungen deutlich gestiegen. Wenn wir ins Jahr 2020 zurückblicken, bekam man einen Swift Sport mit 140 PS für rund 19.300 Euro. Heute muss man etwa 24.000 Euro auf den Tisch legen. Das ist deutlich weniger wettbewerbsfähig, doch angesichts der aktuellen Marktlage und dessen, was man dafür bekommt, bleibt es eine interessante Option.

Fazit: Der Suzuki Swift Sport ist ein Auto mit einem besonderen Charisma, mit dem heute nur wenige Modelle aufwarten können. Seine Leichtigkeit, Schlichtheit und analoge Erfahrung lassen dich die kleinen Bildschirme vergessen und einfach das Fahren genießen, ohne dabei auf Alltagstauglichkeit zu verzichten. Denn neben Spaß und günstigen Unterhaltskosten ist er, von welcher Seite man ihn auch betrachtet, ein sehr vernünftiges Auto.

Technische Daten dieses Autos


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