Audi A1 allstreet 30 TFSI S-Tronic: Ist er ein interessanter Premium-Kleinwagen?
Wir haben die geländetauglichste Version des deutschen Kleinwagens analysiert und erzählen dir alles über den Audi A1 Allstreet mit dem Dreizylinder-Benzinmotor 30 TSI mit 116 CV.

Im Segment der Premium-Kleinwagen gibt es nicht besonders viele Alternativen zur Auswahl. Allerdings gibt es einige Modelle, die sehr interessante Details bieten für alle, die ein Stadtauto suchen, mit kompakten Abmessungen, aber Verarbeitung und Fahrverhalten, die einem Premium-Segment entsprechen.
Vor diesem Hintergrund hat das Haus der vier Ringe den A1 geschaffen, der nun eine neue Präsentation erhält und stärker auf die SUV-Seite setzt sowie auf ein persönlicheres Design. Wir analysieren in fünf Punkten, ob dieser Audi A1 allstreet ein Premium-Kleinwagen ist, der sich lohnt.
1. Bekanntes Design in einer anderen Verpackung, das weiterhin auffällt

Der Audi A1 kam 2010 auf den Markt und war die erste Initiative des deutschen Herstellers im Segment der Kleinwagen (ohne den ursprünglichen A2 zu vergessen, der eine andere Geschichte ist). Im Laufe der Jahre hat er sich zu einer echten Premium-Option in der Stadt entwickelt.
Mit der Version allstreet wird er nun aktualisiert und ist wieder zeitgemäß. Gleichzeitig bietet er ein Stadtauto mit einer gewissen Bodenfreiheit, ideal zum Beispiel für Bodenschwellen oder leicht unebene Straßen.
Das Außendesign des A1 allstreet zieht weiterhin die Blicke auf sich, und mit seiner Höhe oder seinen markanten Radkästen entsteht ein sehr persönliches und verjüngtes Design. Schließlich ist das Grün unseres Testwagens (Distrikt-Grün Metallic, ohne Aufpreis) ein echter Volltreffer.
2. Innenraum korrekt, bequem und praktisch

Der Innenraum des Audi A1 allstreet wurde aktualisiert, mit Gestaltungslinien, die man auch im A3 sieht. Ich persönlich finde das Design schlicht, aber sehr praktisch und stimmig. Es gibt ein digitales Instrumentendisplay und einen Touchscreen, ohne auf schlecht integrierte “Tablets” zurückzugreifen, die bei etwas Sonne schlecht zu erkennen sind, und deshalb Bravo an Audi, das Technik und Praktikabilität gut kombiniert.
Details wie die Klimaanlage mit physischen Bedienelementen geben mir den Glauben zurück, dass technologischer Fortschritt nicht gegen die Praktikabilität gehen muss.

Die vorderen Sitze sind in Ordnung, während die hinteren etwas knapp bemessen sind, vor allem für drei Mitfahrer. Zwei reisen aber bequem, mit einem Innenraumplatz im Segmentdurchschnitt.
3. Nur Benziner: 116 oder 150 CV

Das Motorenprogramm des A1 allstreet besteht aus zwei Motorisierungen: 30 TFSI mit 116 CV und 35 TFSI mit 150 CV. Der Unterschied unter der Haube ist beträchtlich, denn der erste setzt auf einen Dreizylindermotor (recht sparsam) und der zweite auf einen leistungsstärkeren Vierzylinder.
Unser Testwagen war der 30 TFSI mit 116 CV mit Doppelkupplungsautomatik S-Tronic und sieben Gängen. Es ist ein in den Leistungswerten zurückhaltender Motor, aber ausgewogen im Ansprechverhalten, der mit moderatem Verbrauch überzeugt (auf der Landstraße etwa 5,5 Liter auf 100 km und in der Stadt etwa 7 Liter auf 100 km).

Der Motor fühlt sich typisch dreizylindrig an, mit einem schwachen Klang und den typischen Eigenschaften eines Dreizylinders, fügt sich aber gut mit dem Automatikgetriebe zusammen, das Komfort und Laufruhe bietet (mit Schaltgetriebe ist er weniger geschmeidig).
4. Relativ dynamisches Fahrverhalten und gut gedämmter Innenraum

Obwohl der 116-CV-Motor nicht gerade sportlich ist, zeigt der A1 allstreet beim maximalen Ausreizen jedes seiner drei Zylinder und jedes Pferdes eine noble und berechenbare Reaktion, er ist ein agiles Auto, wer aber Dynamik sucht, sollte zu den 150 CV greifen.

Das Fahrverhalten ist sehr komfortabel, und besonders gefallen hat uns die Innenraumgeräuschdämmung, wie man sie von einer Premium-Marke erwartet. Er zeichnet sich vor allem durch das Streben nach Komfort aus, ohne übermäßig weich zu sein, mit einem guten Mittelweg.
5. Ab 30.330 Euro, ein etwas hoher Preis

Der Einstiegspreis des Audi A1 allstreet ist leicht erhöht, vor allem wenn man bedenkt, dass die LED-Scheinwerfer oder die Zweizonen-Klimaanlage nicht zur Serienausstattung gehören, wohl aber 16-Zoll-Leichtmetallräder und hintere Parksensoren.
Unser Testwagen mit der Ausstattung “Adrenalin Black Edition” bietet umfangreiche Ausstattung mit schwarzen Details, LED-Scheinwerfern vorn, Zweizonen-Klimaanlage, 17-Zoll-Rädern Audi Sport, digitalem Instrumentendisplay und Sportsitzen. Allerdings steigt der Preis dann auf 35.950 Euro.

Ein Extra unseres Testwagens, sehr empfehlenswert für Liebhaber guten Klangs, ist das Audi Sound System, das für nur 330 Euro 8 Lautsprecher mit 180 W Leistung bietet, mit sehr guter Audioqualität.
Zusammenfassend, dreht der Audi A1 allstreet das urbane Design noch eine Stufe weiter, mit einer sehr persönlichen Note und guter Verarbeitungsqualität sowohl bei den Oberflächen als auch im Fahrverhalten. Ein Auto, das komfortabel und praktisch ist, mit einem Motor, der zwar nicht sportlich, aber für den Alltag ausreichend und zudem sparsam ist. Billig ist er allerdings nicht.
Technische Daten dieses Autos
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