Captur Renault Hybridautos SUV
Aus diesen drei Gründen halte ich den neuen Renault Captur für eines der besten SUVs seiner Kategorie.

Der Renault Captur ist bereits zehn Jahre auf dem Markt, und weltweit wurden in mehr als 90 Ländern rund 2,2 Millionen Fahrzeuge verkauft. Übrigens werden alle in der Fabrik von Renault in Valladolid gebaut, wo auch der neue Renault Captur exklusiv für die ganze Welt weiterhin produziert wird; das muss man sich mal vorstellen. Und im Zyklus der Produkteinführungen und Modellerneuerungen, in dem sich Renault gerade befindet, ist nun das urbane SUV an der Reihe, das grundlegend überarbeitet wird, um, meiner Meinung nach, eine der besten Kaufoptionen seiner Kategorie zu bleiben.
Das könnte man auch über das auslaufende Modell sagen. Nachdem ich den neuen Captur bei einer ersten statischen Präsentation live gesehen und alle Details dessen kennengelernt habe, was dieser neue Captur bietet, muss ich sagen, dass der kleine SUV alle Trümpfe in der Hand hat, um der Marke weiterhin Freude zu bereiten. Tatsächlich ist der Renault Captur in den letzten Jahren das meistverkaufte Modell von Renault in Spanien an Privatkunden. Und der Markt für urbane SUVs wächst ununterbrochen und hält bereits 50 % der Verkäufe im B-Segment.
Doch kommen wir nun zur Sache, denn ich möchte dir in drei Punkten erklären, warum ich glaube, dass der Captur jetzt mehr denn je eines der besten Autos seiner Kategorie ist.
1.- Weit mehr als ein urbanes SUV
Es wird immer üblicher, die SUVs des B-Segments als “urbane SUVs” zu bezeichnen. Doch in Wirklichkeit ist der Captur weit mehr als das. Bei gerade einmal 4,24 Metern Länge bietet der Captur einen geräumigeren und vielseitigeren Innenraum als die meisten Kompaktwagen, denen diese “urbanen SUVs” zunehmend Boden abgenommen haben. Er bietet nicht nur sehr bequeme Vordersitze, die überhaupt nicht den Eindruck erwecken, dass man ein “kleines” Auto fährt, sondern auch der Platz für die Passagiere auf den Rücksitzen und für das Gepäck ist sehr großzügig … und variabel.

Selbstverständlich behält Renault die Funktionalität der verschiebbaren Rückbank bei, und zwar um beachtliche 16 Zentimeter. Das bietet viel Spielraum bei der Gestaltung des Beinraums der Passagiere oder des Ladevolumens, das je nach Position der Rückbank bei den Benziner- und LPG-Versionen zwischen 422 und 536 Litern liegt und beim E-TECH Hybrid zwischen 326 und 440 Litern. Außerdem: Wenn der bisherige Captur schon durch seine Handlichkeit im Alltag und seine Reisequalitäten bei langen Fahrten überzeugte, verstärkt der neue Captur diese Tugenden durch Verbesserungen am Fahrwerk, darunter neue Abstimmungen der Servolenkung und neue Stoßdämpfer.

Zunächst nur für die E-TECH-Hybrid-Versionen mit 18-Zoll-Felgen erhältlich, gibt es auch den Extended Grip, eine erweiterte Traktionskontrolle mit speziellen Modi für Schnee und Gelände, die im Wesentlichen die Funktionsweise des ESP verändert. Der Captur hat sich nie durch Geländetauglichkeit ausgezeichnet, und das wird auch so bleiben: ein SUV … aber für den Asphalt.
2.- Das Beste bei der Konnektivität und das Neueste bei den Fahrassistenzsystemen
Im Innenraum gibt es keinen so großen Designsprung wie außen, wohl aber wurden Materialien und Polsterungen erneuert. Das Highlight ist jedoch die erstmalige Einführung in dieser Klasse des Multimediasystems openR link mit integriertem Google samt allen Vorteilen des Betriebssystems Android Automotive 12 sowie des charakteristischen vertikalen Touchscreens, der auf 10,4 Zoll wächst.

Konnektivität gewinnt für Käufer bei der Entscheidung für ein neues Auto immer mehr an Bedeutung, und die Vorteile des Google-Ökosystems sind stets ein Pluspunkt. Ich hebe das bei jeder Probefahrt mit dieser Technik hervor. Hier kann man neben Diensten wie Google Maps oder Google Assistant – mit dem man sogar den Fahrmodus per Sprachbefehl wechseln kann, ohne sich durch Menüs zu klicken oder Tasten zu suchen – direkt auf dem Display des Autos bis zu 50 Apps aus dem Google Play Store nutzen. So lassen sich beispielsweise Amazon Music oder Waze verwenden, ohne das Telefon zu benutzen oder mit dem Auto zu koppeln.

Weitere Neuerungen des aktualisierten Captur betreffen die Fahrassistenzsysteme. Der neue prädiktive Assistent für das Hybridfahren hilft dir, den Verbrauch zu senken – bei der E-TECH-Hybrid-Version –, indem er anhand der vernetzten Navigationsdaten bis zu sieben Kilometer vorausschaut, damit das Batteriemanagement je nach Streckenverlauf die elektrische Energie optimal nutzt. Ebenfalls neu im Captur ist der Active Driver Assist, der aktive Fahrassistent, der die Funktion des intelligenten adaptiven Geschwindigkeitsreglers mit dem Spurhaltesystem und dem Stop & Go kombiniert. Eine Funktion, die man oft unterschätzt … bis man sie ausprobiert und die Sicherheit und den Komfort erlebt, den sie insbesondere auf langen Autobahnfahrten bietet.
3.- Motoren: Benzin, LPG, MHEV, E-TECH-Hybrid …
Und wir kommen zu einem weiteren Stärkenbereich des Captur, seinem Motorenangebot. Renault nennt es “Multienergie-Angebot”. Hier gibt es keine Neuheiten, da die Dieselmotoren und die Plug-in-Hybridvariante des Captur bereits aus dem Programm verschwunden waren. Im ersten Fall liegt der Anteil der Dieselmotoren in dieser Klasse nur noch bei etwa 8 %, und beim Plug-in-Hybrid hat Renault entschieden, dass seine E-TECH-Hybridtechnik schon so effizient ist, dass sich der Preisaufschlag eines PHEV in dieser Klasse nicht lohnt.
Im Programm bleibt somit der 1.0 TCe Benzinmotor mit 90 PS als Einstiegsvariante und einziger Motor im Programm ohne ECO-Plakette. Auch die für den Betrieb mit LPG angepasste Version desselben Motors mit 100 PS bleibt eine gute Wahl für alle, die möglichst günstig Kilometer zurücklegen wollen. Darüber liegen zwei Versionen des 1.3 TCE mit leichter Hybridisierungstechnik: eine mit 140 PS in Verbindung mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe und eine mit 160 PS und Doppelkupplungsgetriebe.
https://www.youtube.com/watch?si=sOJMfmeQOFPzbwfx&v=e1hPUnct9WE&feature=youtu.be
Doch der wahre “Star” ist der E-TECH Full Hybrid, der die bereits im Clio E-TECH eingeführten Verbesserungen erhält: Die Leistung steigt auf 145 PS, und die Effizienz wurde verbessert, sodass ein durchschnittlicher Verbrauch von 4,7 bis 4,9 l/100 km homologiert wird. Mit dem E-SAVE-Knopf am Armaturenbrett hält das System den Ladestand der Batterie nun über 40 %, sodass diese Energie für den zusätzlichen Schub des Elektromotors bei der Bewältigung eines Bergpasses aufgespart werden kann.
Neben diesen drei genannten Punkten gibt es zweifellos noch viele weitere Tugenden des neuen Captur, die er vom Vorgänger übernimmt und sogar verstärkt und die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Das Design zum Beispiel war schon immer einer seiner Stärken. Und jetzt, vor allem mit der neuen Front, hat er meiner Meinung nach an Präsenz und Format gewonnen; er wirkt “mehr wie ein Auto”. Selbstverständlich bleibt eines der Markenzeichen des Captur seit seinem Start erhalten, die Möglichkeit einer zweifarbigen Lackierung mit Dach und Außenspiegeln in drei Kontrastfarben, die nun Grau, Schwarz oder ein neues Perlgrau sind. Insgesamt sind bis zu 14 Konfigurationen möglich.

Ein weiterer Pluspunkt der neuen Modellreihe ist die Einführung der Ausstattungsvariante esprit Alpine, die Renault in alle seine Modelle integriert. Mit sportlicher Ausrichtung bei Außen- und Innengestaltung und eindeutigen Anspielungen auf die Marke Alpine sowie erstmals beim Captur mit 225/45er-Reifen auf 19-Zoll-Felgen wird sie mit den beiden stärksten Motoren kombiniert. Zum Preis: Wie die Modellreihe für Spanien konfiguriert sein wird, erfahren wir in Kürze. Alles deutet jedoch darauf hin, dass das günstige Verhältnis zwischen dem, was man bezahlt, und dem, was man dafür bekommt, weiterhin eine der Hauptwaffen des neuen Captur sein wird, um ein “Bestseller” zu bleiben.
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Technische Daten dieses Autos
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