BMW X5 xDrive40d mit 306 CV, Test (Außendesign, Innenraum und Ausstattung)

Zuerst haben wir euch alles rund um Motor und Fahrleistungen dieses untypischen Crossovers erzählt, der BMW X5 xDrive40d mit 306 CV ist eher für kurvenreiche Landstraßen gemacht als für Bergregionen. Wie wir im ersten Teil des Tests erklärt haben, verfügt er über ein hervorragendes Fahrverhalten auf der Straße, während sein 306-CV-Motor unermüdlich diesen über zwei Tonnen schweren X5 vorantreibt.
Jetzt widmen wir uns dem Außendesign, bei dem das Sportpaket M ins Auge sticht, und wir analysieren auch gründlich den Innenraum des Autos, mit Blick auf Geräumigkeit, Verarbeitungsqualität und den Komfort der sieben Sitzplätze.
Außendesign

Seit Jahren wird das Design des BMW X5 mit kleinen Retuschen aktualisiert, ohne jemals einen tiefgreifenden Wandel zu erfahren, ein Design, das seit 2008 unverändert geblieben ist und den Zahn der Zeit hervorragend übersteht, ohne sein Alter allzu sehr erkennen zu lassen.
An unserem Testwagen fällt vor allem die Sportlichkeit auf. Die Außenfarbe ist bereits eine Kampfansage, denn wir stehen nicht vor dem typischen dunklen Farbton, der eleganten und großen Geländewagen meist vorbehalten ist.
Hier sehen wir das Sportpaket M, in Außenfarbe Weiß, und es umfasst größere Stoßfänger, spezifische 19-Zoll-Leichtmetallfelgen, ein Sportfahrwerk und sportliche Innenelemente (Sitze, Lenkrad, Aluminiumeinlagen …), und das alles zu einem Endpreis von 7.940 Euro.

Ein weiteres Detail, das außen auffällt, sind seine fünf Kameras: eine hinten, zwei seitlich und zwei weitere unterhalb der Außenspiegel. Die Heckkamera ist sehr praktisch beim Einparken, die beiden vorderen Seitenkameras helfen bei Kreuzungen ohne Sicht und ersparen einem das Herausfahren halb auf die Straße, um etwas zu sehen. Und die beiden unter den Außenspiegeln sind nützlich beim Offroad-Fahren oder Einparken, denn man sieht den Seitenbereich des Autos perfekt (etwa um zu erkennen, ob man beim Einparken zu weit vom Bordstein entfernt ist).
Außen dürfen wir auch die Bi-Xenon-Scheinwerfer nicht vergessen, ebenso die großzügig dimensionierten Außenspiegel, mit denen die Sicht wirklich gut war, und unter anderem verfügte er über eine elektrische Heckklappe.

Am Heck zeigte sich die Sportlichkeit nicht nur im größeren Stoßfänger, sondern auch die beiden verchromten Auspuffendrohre unterstreichen den Charakter des Autos.
Die LED-Technik ist bei den Tagfahrleuchten vertreten, die traditionellen Ringe sind nun LED, ebenso wie die Rückleuchten und die Türgriffbeleuchtung. Apropos Türen: Uns hat ein Detail überrascht: Man konnte sie unmöglich falsch schließen. Warum sage ich das? Weil die Schließung elektrisch erfolgt, das heißt, sobald man die Türen zuzieht, werden sie elektrisch vollständig verriegelt, und selbst wenn man sie falsch zuzieht, schließen sie sich automatisch richtig (ein kurioses Detail ohne große Bedeutung).
Innendesign, Platzangebot und Verarbeitungsqualität

Das Auffälligste am Innenraum sind der Platz und vor allem die Schlichtheit. Da unser Testwagen einen sportlichen Charakter hat, waren die Innenfarben dunkel, und Schwarz dominierte. Das Design ist typisch für den BMW mit korrekten Passungen und Materialien, das gesamte Armaturenbrett ist aus angenehm weichem, gepolstertem Kunststoff, aber ohne große gestalterische Ambitionen und mit der für die deutsche Marke typischen Zurückhaltung.
Ein kurioses Detail ist das Handschuhfach, das per Knopf geöffnet wird, etwas, das auch beim Audi Q7 vorkommt. Die Instrumentierung ist einfach, aber sehr umfangreich und lässt keine Einzelheit aus. Die Materialqualität ist gut, für einen X5 könnten aber einige Bereiche mit Leder bezogen sein oder eine höhere Materialqualität aufweisen. Das schmälert allerdings nicht die korrekten Passungen.

Die Vordersitze bieten mehr als genug Platz für Füße und Kopf, es ist ein sehr komfortables Auto zum Fahren, verfügt über eine erhöhte Sitzposition mit guter Sicht (teilweise dank der hinteren Außenspiegel), und die Sitze umschlossen den Körper sehr gut; sie waren elektrisch verstellbar mit Lendenwirbelstütze sowie einstellbarer seitlicher Führung dank zweier Kissen, die sich nach Belieben aufpumpen ließen.
Die Rücksitze überzeugten ebenfalls durch Komfort, außerdem könnten drei Erwachsene problemlos mitfahren, und da kein Mitteltunnel vorhanden ist, ist der Mittelplatz recht geräumig und bietet ausreichend Fußraum.

Wie ich eingangs erwähnt habe, verfügt der BMW X5 über sieben Sitzplätze. Im Kofferraum verbergen sich zwei zusätzliche Sitze, die sehr einfach aufzubauen sind und sogar eine regelbare Klimatisierung nur für diese beiden Plätze haben. Der einzige Haken ist der Platz, denn nur Kinder und kleinere Erwachsene können dort sitzen, da für die Füße nicht viel Raum bleibt.
Ablagen und Kofferraum
Bei den Ablagen bietet der X5 große und praktische Türfächer, sogar hinten, und auch Ablagen in der dritten Sitzreihe. Dazu kommen mehrere Fächer im Mitteltunnel und in der Mittelkonsole. Das Handschuhfach hat eine kuriose Öffnung per Knopf von oben, ist aber wirklich nicht sehr geräumig.

Der Kofferraum fasst 620 Liter, eine mehr als ausreichende Zahl. Er ist nicht besonders tief, verfügt aber über ein sehr praktisches Zubehör zum Sichern der Ladung sowie ein ausziehbares Netz, um den Kofferraum vom Rest des Innenraums zu trennen, wenn man zum Beispiel den Hund hinten mitnehmen möchte.
Nach der Analyse des Designs widmen wir uns im dritten Teil des Tests der Serienausstattung, den Preisen und unserer Gesamtbewertung.

Fotos | David Taboada, Testteam
Dank an die Mitwirkenden bei der Fotosession und den Offroad-Tests des Modells
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