Audi e-tron GT Modellpalette / Varianten
Audi e-tron GT concept: das dritte Elektroauto von Audi
Audi präsentiert auf der Los-Angeles-Auto-Show den Audi e-tron GT concept, einen Prototyp, der einen viertürigen elektrischen Gran Turismo vorwegnimmt, der Ende 2020 auf den Markt kommen wird.
Das dritte rein elektrische Auto von Audi wird der Audi e-tron GT concept. Der Marktstart dieser viertürigen Limousine im Coupé-Stil ist für Ende 2020 geplant. Bis dahin wird Audi bereits zwei rein elektrische Modelle im Angebot haben, den bevorstehenden Audi e-tron und den Audi e-tron Sportback.

Und anders als bei diesen beiden Modellen setzt der e-tron GT concept nicht auf das SUV-Format. Seine Proportionen entsprechen denen eines Gran Turismo, mit 4,96 Metern Länge, 1,96 Metern Breite und lediglich 1,38 Metern Höhe.
Die gestreckte viertürige Karosserie ist zumindest beim Prototyp nach dem Multimaterial-Bauprinzip von Audi gefertigt. Hochfester Stahl und Aluminium werden mit Kohlefaser kombiniert, die beim Dach zum Einsatz kommt.
Futuristische Linienführung, aber sehr nah an der Serie
Obwohl er vieles mit dem Porsche Taycan gemeinsam hat, besitzt der Audi e-tron GT concept eine eigene Persönlichkeit und ist sofort als Audi zu erkennen. Zu seinen markantesten Designmerkmalen gehört der Bereich der seitlichen Schweller, der sich im Kontrast zum Rest der Karosserie abhebt und so die flache Zone betont, in der die Batterie untergebracht ist.

Der für Audi typische Singleframe-Kühlergrill fällt hier waagerechter aus. Und die 22-Zoll-Felgen haben ein Fünf-Doppelspeichen-Design, das den aerodynamischen Widerstand senken und gleichzeitig die Bremsen kühlen soll, mit carbonkeramischen Bremsscheiben.
Auf allen vier Rädern kommen Reifen der Dimension 285/30 zum Einsatz. Außerdem gibt es Anspielungen auf andere Elektroprototypen der Marke, etwa den Audi Aicon und den PB18 e-tron, vor allem im Bereich der Motorhaube.

Und die Matrix-LED-Scheinwerfer mit Laserlicht fehlen ebenfalls nicht. Beim Einschalten zeigen sie eine besondere wellenförmige Animation, die wir sehr bald bei weiteren Serienmodellen von Audi sehen werden. Ein weiteres Merkmal des Audi e-tron GT ist die Lackierung der Karosserie. Die Marke nennt sie „Kinetic Dust“, und das Besondere daran ist, dass sich die verschiedenen Karosserieteile je nach Lichteinfall unterschiedlich hervorheben.
Zwei Elektromotoren und quattro-Antrieb
Es kann nun wirklich niemand mehr behaupten, ein Elektroauto könne nicht sportlich sein. Dabei strebt der Audi e-tron GT in diesem Bereich nicht unbedingt die Spitzenposition an; die Elektromodelle mit dem Kürzel „RS“ werden wir noch sehen. Doch mit zwei Elektromotoren, einem an jeder Achse, und einer Gesamtleistung von 434 kW (590 CV) ist der e-tron GT concept keineswegs ein „langsames“ Auto.

Jeder Motor überträgt seine Leistung auf eine Achse, ohne dass beide mechanisch miteinander verbunden sind. Er verfügt daher über elektrischen quattro-Antrieb. Und das verspricht Großartiges, denn der Antrieb jedes Rads lässt sich unabhängig voneinander steuern.
Audi nennt Werte, die für ein Auto dieser Größe überraschen: von 0 auf 100 km/h in 3,5 Sekunden und nur 12 Sekunden bis 200 km/h aus dem Stand. Allerdings wird die Höchstgeschwindigkeit auf 240 km/h begrenzt, um die Reichweite zu schützen.

Wie bei den anderen Elektromodellen von Audi verspricht auch der e-tron GT mehr als 400 km Reichweite nach dem neuen WLTP-Zyklus. Dafür sorgt eine Lithium-Ionen-Batterie mit über 90 kWh Kapazität, die flach gebaut und im Unterboden untergebracht ist. Laut Hersteller ermöglicht diese Konstruktion einen ebenso tiefen Schwerpunkt wie bei einem Audi R8.
Die Größe, die der Agilität eigentlich im Weg stehen könnte, fällt auf kurvigen Landstraßen dank der Allradlenkung kaum ins Gewicht.
Der Audi e-tron GT concept nutzt außerdem alle Technologien zur Energierückgewinnung und zum Laden, die der Audi e-tron eingeführt hat. Er kann Energie zurückgewinnen, wenn er im Segelbetrieb rollt, und der Fahrer wählt die Stärke der Rekuperation über die Schaltwippen am Lenkrad.

Außerdem kann man den prädiktiven Effizienzassistenten automatisch arbeiten lassen. Und das integrierte elektrohydraulische Bremssteuerungssystem gewinnt bei Verzögerungen von bis zu 0,3 g Energie über die Elektromotoren zurück.
Zum Laden am Stromnetz kann der Audi e-tron GT jede Ladesäule nutzen. Dank des 800-Volt-Ladesystems lassen sich mit Schnellladung in 20 Minuten 80 Prozent der Batteriekapazität nachladen. Außerdem ist er für induktives Laden mit 11 kW vorbereitet, sodass man das Auto langsamer, etwa über Nacht, laden kann.
Der Audi e-tron GT von innen
Auch im Innenraum des Audi e-tron GT concept wird das Design der künftigen Serienversion sehr realistisch vorweggenommen. Im Vergleich zu den jüngsten Hochpreismodellen von Audi gibt es nicht viele Überraschungen. Minimalistisches Ambiente, das die hervorragende Verarbeitungsqualität unterstreicht, mit wenigen Bedienelementen und einer Dominanz von Touchscreens.

Den sportlichen Akzent setzen die vom Motorsport inspirierten Sitze. Und man rühmt sich des Einsatzes nachhaltiger Materialien wie Kunstleder, Stoffen aus recycelten Fasern oder Teppichen aus alten Fischernetzen für den Bodenbelag.

Die Insassen können in diesem Gran Turismo ohne Gepäckeinschränkungen reisen, da der Audi e-tron GT einen 450 Liter großen Kofferraum im Heck sowie zusätzliche 100 Liter unter der vorderen Haube bietet.
Bildergalerie Audi e-tron GT
Technische Daten dieses Autos
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