Autos mit Geschichte: Mercedes-Benz W125

Fernando Alvarez     8 December 2011     2 min.
Autos mit Geschichte: Mercedes-Benz W125

In „Autos mit Geschichte” werfen wir einen Blick auf den „Silberpfeil”. Der Mercedes-Benz W125 von 1937 gehört zu den beeindruckendsten Rennwagen der Geschichte.

Kurz vor dem Zweiten Weltkrieg wollte Deutschland unter Adolf Hitler eine Großmacht sein, die nicht nur in allen Sportarten, sondern auch im Rennsport dominiert. Deshalb gewährte er 1934 eine Subvention an Mercedes-Benz und an Auto Union, die es beiden Marken ermöglichte, sich voll in den Bereich der internationalen Motorsportwettbewerbe einzubringen und diese fast nach Belieben zu dominieren.

Obwohl der Mercedes W25 und der Auto Union Typ C 1935 viele Rennen der internationalen Saison gewonnen hatten, war das Jahr 1936 für die Wagen des Sterns nicht sehr günstig. Die deutschen Ingenieure begannen daher, den Nachfolger des W25 ins Auge zu fassen. Begünstigt durch die äußerst großzügigen Regeln jener Jahre (die Vorgabe lautete, dass die Wagen weniger als 750 Kilogramm wiegen mussten), gab es keine Begrenzung der Leistung. Für 1937 präsentierte Mercedes einen neuen Wagen mit einem 5,7-Liter-Achtzylinder-Reihenmotor mit Kompressoraufladung.

Das Einhalten des Höchstgewichts dieser Mercedes war eine große technologische Herausforderung, die den Vorsprung Deutschlands in der Ingenieurskunst gegenüber seinen erbitterten Rivalen, den Italienern, oder auch Auto Union (der Marke, die Audi vorausging) zeigte. Dank der Verwendung von Aluminium und Nickel-Chrom-Molybdän-Stahl waren die W125 leicht, trotz des wuchtigen Motors, und dabei von beneidenswerter Steifigkeit. Mit Einzelradaufhängung vorne und insgesamt weicherer Abstimmung als in der Saison 1935 trat der W125 1937 an, um die Saison zu dominieren.

Mit Rudolf Caracciola, Manfred von Brauchitsch, Hermann Lang, Richard Seaman und Christian Kautz gewannen die deutschen Wagen fast alle Rennen des Jahres, dazu auch jene, die keine Punkte brachten. Nur der Sieg in Belgien entging ihnen. Auf schnellen Strecken wie der AVUS kam eine Sonderversion mit Stromlinienkarosserie zum Einsatz, mit der sie eine Höchstgeschwindigkeit von 380 km/h erreichten. Zweifellos wurden solche Geschwindigkeiten und eine derartige Leistung erst viele Jahre später in der Formel 1 erreicht.

Mit der Begrenzung des Motorhubraums für die folgenden Jahre wurde der W125 aus dem Wettbewerb genommen, doch blieb noch ein weiterer Rekord, den sich der W125 sichern sollte: der Weltgeschwindigkeitsrekord auf der Straße. 1938 stellte eine Sonderversion des W125 mit Stromlinienkarosserie und einem V12-Motor mit fast 750 PS die Höchstgeschwindigkeit von 433 km/h auf, ein Rekord, der bis heute Bestand hat.

Quelle | Ultimate Car Page, Supercars

un comentario

  1. Antonio says:

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