BMW iX3 vs. Mercedes-Benz EQE SUV: Duell der elektrischen Premium-SUVs unter 90.000 Euro

Iván Navarro     1 September 2026     6 min.
BMW iX3 vs. Mercedes-Benz EQE SUV: Duell der elektrischen Premium-SUVs unter 90.000 Euro

Wir vergleichen den neuen BMW iX3 xDrive50 und den Mercedes-Benz EQE SUV 300: zwei elektrische Premium-SUVs aus Deutschland unter 90.000 Euro, mit grundverschiedenen Konzepten bei Leistung, Reichweite und Preis.

Das Segment der elektrischen Premium-SUVs ist kein Experiment mehr, sondern zum eigentlichen Schlachtfeld der deutschen Marken geworden. Hier stellen wir zwei Autos gegenüber, die sehr unterschiedliche Sichtweisen auf dasselbe verkörpern: den neuen BMW iX3 xDrive50, das erste ernsthafte Modell der Neue Klasse, und den Mercedes-Benz EQE SUV 300, den rationaleren Ansatz innerhalb der EQ-Familie. Beide liegen unterhalb der psychologischen Schwelle von 90.000 Euro. Beide spielen auf dem Papier in derselben Liga. In der Praxis nicht ganz.

Dieses Duell lässt bewusst weitere Kandidaten außen vor, die in diesem Segment durchaus antreten. BYD setzt bei der Elektrifizierung weiterhin stark auf Tempo, doch unserer Ansicht nach bietet der Käufer deutscher Premiummarken im Jahr 2026 eine Auswahl an Alternativen, deren technische Integration und wahrgenommene Qualität in einer anderen Liga spielen. Beim Nissan Ariya verhält es sich ähnlich: vernünftige Werte, ja, aber in einem elektrischen Premium-SUV umfasst die Gleichung Geräuschdämmung, Software, Materialien und Komfort, und in diesem Gesamtpaket sehen wir ausgewogenere Angebote. Damit zur Sache.

Warum dieses Duell 2026 wichtig ist

Weil beide Fahrzeuge die Einstiegsklasse der elektrischen deutschen Premium-SUVs repräsentieren. Unterhalb von 90.000 Euro gibt es keinen Spielraum für Halbherzigkeit: Man bietet echte Reichweite, Prestige oder Technik. Idealerweise alles zusammen. Und genau hier beginnen sich iX3 und EQE SUV voneinander zu trennen.

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BMW iX3 xDrive50 (ab ≈69.900 €)

Der iX3 debütiert mit der Plattform Neue Klasse und setzt ein beeindruckendes Zeichen: 469 CV, Allradantrieb und eine nutzbare Batterie von 108,7 kWh, die laut WLTP rund 805 km erreicht. Sollte sich diese Zahl im Alltag bestätigen, würde der BMW eine Stufe über nahezu jedem direkten Konkurrenten im Segment stehen. Es geht nicht nur um rohe Leistung, sondern um die Reichweite eines elektrischen Gran Turismo in der Karosserie eines Mittelklasse-SUV.

Innen markiert der technologische Sprung mit dem Panoramic Vision und der neuen Softwarearchitektur einen deutlichen Abstand zum iX, der im Programm noch parallel existiert. Er ist schnell, effizient und stimmig im Gesamtbild. Allerdings bleibt abzuwarten, wie die Bedienoberfläche altert, wenn der Neuigkeitseffekt verflogen ist.

Leistung (kW) Leistung (CV) Höchstgeschw. Reichweite Verbrauch Effizienzklasse Antrieb
345 kW 469 CV ≈210 km/h 805 km ≈15,1 kWh/100 km CERO Elektro

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Mercedes-Benz EQE SUV 300 (ab ≈83.400 €)

Der EQE SUV verfolgt einen anderen Ansatz. Hier geht es nicht um einen Wettlauf der Zahlen: 265 CV, Heckantrieb und eine Batterie von 90,5 kWh, die laut WLTP rund 587 km erreicht. Er ist der „vernünftige“ Einstieg in die EQ-Familie, eher für lange Strecken und Komfort gedacht als für den Auftritt an der Ampel.

Seine größte Stärke bleibt der Innenraum: MBUX, hochwertig verarbeitete Materialien, Ruhe während der Fahrt und das Gefühl, dass das Auto vom Beifahrersitz aus gedacht wurde. Weniger überzeugend ist allerdings das Verhältnis zwischen Preis und Gebotenem im Vergleich zu Konkurrenten, die frischer auftreten. Auf dem Papier bietet ein iX3, der 13.500 Euro weniger kostet, mehr Leistung und mehr Reichweite. Auf dem Papier.

Leistung (kW) Leistung (CV) Höchstgeschw. Reichweite Verbrauch Effizienzklasse Antrieb
195 kW 265 CV ≈210 km/h ≈587 km ≈18,7 kWh/100 km CERO Elektro

Reichweite und Batterie: wer kommt weiter

Hier gibt es keine Debatte. Der iX3 xDrive50 gibt mit seiner 108,7-kWh-Batterie 805 km WLTP an; der EQE SUV 300 kommt mit 90,5 kWh auf etwa 587 km. Das sind rund 236 km Differenz auf dem Papier, und selbst wenn man die reale Einbuße im Mischbetrieb abzieht, spielt der BMW beim Reisen in einer anderen Liga. Die 800-Volt-Architektur des iX3 bietet zudem einen offensichtlichen Vorteil beim Schnellladen.

Leistung und Fahrleistungen: zwei gegensätzliche Philosophien

469 CV mit Allradantrieb gegen 265 CV mit Hinterradantrieb. Der iX3 ist schlicht etwas anderes: nahezu die doppelte Leistung. Der EQE SUV 300 will in dieser Disziplin nicht konkurrieren, er setzt auf verfeinertes Fahren. Das ist eine legitime Entscheidung, doch wenn der direkte Konkurrent weniger kostet und mehr bietet, müssen die Vorzüge schon sehr klar sein.

Preis, Ausstattung und tatsächliche Kosten

Der iX3 startet bei etwa 69.900 €. Der EQE SUV 300 bei etwa 83.400 €. Dreizehntausendfünfhundert Euro Unterschied – so viel wie ein neuer Kleinwagen – zugunsten des BMW. Die Preise sind unverbindliche Herstellerempfehlungen ohne Händlerrabatte, zeitlich begrenzte Aktionen oder Förderungen. Die Höhe etwaiger Prämien sollte man vor dem Kauf stets auf der offiziellen Website prüfen.

Wer einen breiteren Überblick über das Segment sucht, findet nützlichen Kontext in unserem Ranking der elektrischen Premium-SUVs unter 70.000 Euro, in dem der iX3 stark vertreten ist.

Bmw Ix3 16

Innenraum, Technik und Erlebnis an Bord

Der EQE SUV behält in Sachen klassischem Premium-Gefühl die Nase vorn: MBUX ist ausgereift, die Geräuschdämmung ist Referenz und die Verarbeitung vermittelt Handwerkskunst. Der iX3 setzt mit der Neue Klasse auf eine klarere Bedienoberfläche und die Panorama-Projektion auf die Windschutzscheibe. Er ist radikaler, aber auch riskanter. Über diesen Epochenwechsel haben wir bereits gesprochen, als es um die Technik der Neuen Klasse von BMW ging.

Vergleichstabelle und redaktionelle Bewertung

Modell Leistung Reichweite Batterie Preis ab Effizienzklasse Note /10
BMW iX3 xDrive50 469 CV 805 km 113,4 kWh brutto / 108,7 kWh netto ≈69.900 € CERO 9,2
Mercedes-Benz EQE SUV 300 265 CV 587 km ≈90,5 kWh ≈83.400 € CERO 7,6

Für welches Fahrerprofil passt welches Modell

Der iX3 ist das Auto für alle, die die technische Messlatte hoch legen: Vielfahrer auf langen Strecken, Fahrfreunde und Käufer, die das Neueste und Umfangreichste zu einem günstigeren Preis wollen. Der EQE SUV 300 richtet sich an alle, denen komfortables Reisen, Laufruhe und die klassische Ästhetik wichtiger sind, auch wenn sie für diese Verfeinerung einen Aufpreis zahlen. Lohnt sich dieser Aufpreis? Das hängt davon ab, ob das Auto zum Reisen oder zum Ankommen genutzt wird.

Unsere redaktionelle Empfehlung

Mit Blick auf die Daten ist der BMW iX3 xDrive50 die rationalste Wahl in diesem Duell unter 90.000 Euro. Mehr Leistung, deutlich mehr Reichweite und ein niedrigerer Einstiegspreis. Der EQE SUV punktet weiterhin mit Komfort und Markenwahrnehmung, braucht aber echte Händlerrabatte, um die Waage gegenüber einem Konkurrenten auszugleichen, der seine Hausaufgaben gemacht hat.

FAQ

Welcher hat mehr Reichweite, der BMW iX3 oder der Mercedes EQE SUV?
Der BMW iX3 xDrive50 gibt 805 km WLTP an, der Mercedes EQE SUV 300 rund 587 km. Ein klarer Vorsprung für den BMW.

Welcher ist leistungsstärker?
Der iX3 xDrive50 mit rund 469 CV und Allradantrieb liefert nahezu das Doppelte der 265 CV des heckgetriebenen EQE SUV 300.

Welcher ist günstiger?
Der BMW iX3 beginnt bei etwa 69.900 €, während der Mercedes EQE SUV 300 bei etwa 83.400 € startet. Ein Unterschied von rund 13.500 € vor Rabatten.

Welches Modell bietet das bessere Verhältnis von Leistung zu Preis?
Der iX3 xDrive50, ohne Diskussion, wenn man die offiziellen Zahlen betrachtet: mehr Leistung und mehr Reichweite für weniger Geld beim Einstieg.

Technische Daten der Autos in diesem Artikel

CrossoverBMW iX3 Varianten · ab 88.700 €
CrossoverBMW iX32 Varianten · ab 62.900 €

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