Mercedes-Benz EQS: Der elektrifizierte Luxus hat die Marke mit dem Stern erreicht

Mónica Redondo    @MonicaRedondoD    10 September 2019     4 min.
Mercedes-Benz EQS: Der elektrifizierte Luxus hat die Marke mit dem Stern erreicht

Der Mercedes-Benz Vision EQS ist zur ersten Elektrolimousine der Marke geworden. Außerdem ist er mit autonomer Fahrtechnologie der Stufe 3 ausgestattet.

Mercedes Benz Vision Eqs 2019 Mercedes Benz Vision Eqs 2019

Der Mercedes-Benz Vision EQS ist da und soll in nicht allzu ferner Zukunft Fragen zu Luxusfahrzeugen beantworten, die dann allerdings mit Technologie vollgepackt sein werden. Der neue Mercedes-Benz Vision EQS ist vollelektrisch und verfügt über eine 100-kWh-Batterie. Er leistet insgesamt rund 476 CV. Laut Herstellerangaben beschleunigt die Marke mit dem Stern in unter 4,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h, und die rein elektrische Reichweite beträgt bis zu 700 km.

Daimler hat sich für eine fließend geformte, aber kraftvolle Außengestaltung mit einer durchgehenden ‘Lichtleiste‘ entschieden, die das Außendesign nahezu perfekt wirken lässt. Der deutsche Automobilhersteller beschreibt den Mercedes-Benz Vision EQS als „sinnlich elegant und dramatisch aufgeladen“. Unabhängig davon, wie man zu seinem Aussehen steht, gehört er zweifellos zu den interessantesten Fahrzeugen auf der diesjährigen Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt.

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Zu den Außenmerkmalen gehören digitale Leuchten, jeweils mit zwei holografischen Linsenmodulen, die in die oben erwähnte Lichtleiste integriert sind. Dadurch sind nahezu unbegrenzt viele Lichtvariationen möglich, die andeuten, wie künftige Modelle von Mercedes in Sachen Lichtkonfigurationen aussehen könnten.

Besonders innovativ ist das Heck mit 229 einzeln beleuchteten Sternen, während der Frontgrill eine Lichtmatrix aus 188 einzelnen LEDs beherbergt, die einen dreidimensionalen Effekt erzeugen können. Im Innenraum ist das Konzept von Luxusyachten inspiriert. Das Armaturenbrett geht fließend in die Verkleidung des vorderen Bereichs über, während die gesamte Kabine die Insassen wie das Deck eines Bootes zu umschließen scheint. Diese Designphilosophie wird auch in den künftigen Luxuslimousinen von Mercedes-Benz zu finden sein.

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Mercedes-Benz Vision EQS: So sieht die Elektrolimousine der Marke mit dem Stern aus

Bei den Materialien kommt das Showcar mit hochwertiger, kristallweißer dynamischer Mikrofaser zum Einsatz, kombiniert mit Ahornholzverkleidungen mit nativen Figuren aus recycelten PET-Flaschen. Auch Kunstleder wird verwendet, dessen fein strukturierte Oberfläche dem Nappaleder ähneln soll. Der Dachhimmel besteht aus einem hochwertigen Textil, das aus recyceltem Kunststoff aus „Meeresabfällen“ hergestellt wurde.

Zur Bordtechnologie gehört insbesondere das fortschrittliche MBUX-System. Im Vision EQS lassen sich digitale Inhalte über die gesamte Kabinenoberfläche erleben. Organisch auftauchende Displays und Projektionsflächen bieten zahlreiche Anzeigeflächen, ebenso wie das intelligent vernetzte Ambientelicht, das die Insassen umgibt.

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Weitere Innenausstattungsmerkmale sind die in dekorative Elemente wie Einlagen integrierten Luftauslässe, die Abdeckungen der Lautsprecher aus Roségold und das juwelenförmige Duftfläschchen, das in einer dekorativen Halterung eingefasst ist. Beim Antrieb verfügt der Vision EQS Concept über Elektromotoren an Vorder- und Hinterachse. Zusammen mit der im Bodenbereich integrierten Batterie ergibt sich ein elektrisches Allradsystem mit variabler Drehmomentverteilung pro Achse. Die Systemleistung liegt bei gut 476 CV, mit rund 760 Nm sofort verfügbarem Drehmoment. Das reicht, um das Konzept in unter 4,5 Sekunden von null auf 100 km/h zu beschleunigen und eine Höchstgeschwindigkeit von über 200 km/h zu erreichen.

Abgesehen von der Geradeausleistung bietet der Vision EQS außerdem eine Reichweite von bis zu 700 km nach WLTP-Norm. Der Showcar lädt seine Batterie zudem in „deutlich weniger als 20 Minuten“ auf 80 % auf, vorausgesetzt, es wird ein 350-kW-Schnelllader verwendet.

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„Mit der Technologieplattform Vision EQS setzt Mercedes-Benz auf eine völlig neue und vollständig variable batterieelektrische Antriebsplattform. In vielerlei Hinsicht ist diese skalierbar und modellübergreifend einsetzbar: Dank des modernen modularen Systems sind Radstand und Spurweite sowie alle übrigen Systemkomponenten, insbesondere die Batterie, variabel und damit für eine breite Palette unterschiedlicher Fahrzeugkonzepte geeignet“, erklärte der Automobilhersteller.

Was die Fahrerassistenz betrifft, ist das Showcar Vision EQS mit autonomer Fahrtechnologie der Stufe 3 ausgestattet, die auf längere Autobahnfahrten ausgelegt ist. Dank seines modularen Sensorsystems lässt sich der Autonomiegrad jedoch künftig bis zur vollständigen Automatisierung erweitern.

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