Meinung und Test des Mitsubishi Eclipse Cross PHEV, ungewöhnlich und sparsam

Diego G. Moreira     15 May 2022     6 min.
Meinung und Test des Mitsubishi Eclipse Cross PHEV, ungewöhnlich und sparsam

Es gibt viele Plug-in-Hybride (PHEV) auf dem Markt, aber Mitsubishi versteht es, die Energieeffizienz dieser Antriebsart auszureizen; ein Beispiel dafür ist der Eclipse Cross PHEV.

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Der japanische Hersteller Mitsubishi gehört in Sachen Technik und Leistung der Plug-in-Hybridfahrzeuge zu den besten. Mit seinem Flaggschiff, dem Outlander PHEV, ist er der beste Vertreter dieser Klasse. Nun kommt diese Technik in einem anderen Modell zum Einsatz, seinem SUV mit Coupé-Karosserie, das neben sportlichem Auftritt auch sparsam sein soll.

Wir haben uns ans Steuer des Mitsubishi Eclipse Cross PHEV gesetzt, also eines Plug-in-Hybriden mit einer Gesamtleistung von 188 CV und einer elektrischen Reichweite von 50 km.

Design: auffällige Coupé-Außenlinie

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Diese PHEV-Version hat außen eine Überarbeitung erhalten, die dem Eclipse Cross sehr gut steht. Vorne fallen die neuen Scheinwerfer auf, die der DNA der Marke folgen, mit einem sehr auffälligen Design und einer hervorragenden Lichtqualität.

Hinten zeigt sich ein neues Leuchtendesign mit LED-Technik, das die Glasfläche der Heckklappe einfasst. Dazu kommen das Coupé-Design und eine Bodenfreiheit, die etwas über der eines Pkw liegt (tatsächlich wirkt er gar nicht so hoch, aber man spürt es beim Ein- und Aussteigen und in der Sitzposition).

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Das Interieur dieses Eclipse Cross erinnert an andere Modelle der Marke. Es ist traditionell gestaltet, mit guten Verarbeitungsqualitäten, wirkt aber nicht so auffällig wie die Innenräume koreanischer oder europäischer Modelle und bedarf einer Auffrischung. Immerhin stimmen Qualität und Passform.

Die Sitzposition ist erhöht, mit guter Sicht und hohem Komfort; der Fahrersitz ist elektrisch verstellbar. Die hinteren Plätze sind angesichts des Coupé-Designs und der Abmessungen relativ geräumig; die Japaner haben den Platz sowohl für die Füße als auch für den Kopf gut ausgenutzt.

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Der Kofferraum fasst 404 Liter. Er ist durch den Platzbedarf der Batterien deutlich eingeschränkt, was die Ladekante hoch ansetzt und den nutzbaren Stauraum (besonders unterhalb der Rollabdeckung) stark reduziert.

Insgesamt ist das Interieur ordentlich und punktet bei Verarbeitung und Passform (es gibt keine störenden Geräusche, die Materialien sind hochwertig), verliert aber an Eindruck. Der Hauptbildschirm wirkt klein, und die Menüführung ist gegenüber japanischen wie koreanischen Wettbewerbern veraltet.

Motor und Fahrleistungen: 2.4 mit 98 CV

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Bevor ich diesen Eclipse Cross abholte, las ich das Datenblatt, und ein Detail fiel mir sofort auf: der verwendete Verbrennungsmotor ist derselbe wie im Outlander, allerdings mit geringerer Leistung. Es handelt sich um einen Vierzylinder mit großem Hubraum, der aber gut funktioniert.

Er überzeugt durch Laufruhe, Verbrauch und Fahrleistungen. Zusammen mit den beiden Elektromotoren ergibt sich eine Gesamtleistung von 188 CV, wobei sich das Fahrgefühl eher nach einem Auto mit etwa 150 CV anfühlt (es hat keinen Turbo, und das merkt man), doch er reagiert, wenn man es braucht.

Hybridsystem: zwei Elektromotoren und eine Batterie mit 13,8 kWh

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Das Hybridsystem besteht aus dem Verbrennungsmotor, zwei Elektromotoren (jeweils einer pro Achse, die außerdem alle vier Räder antreiben) und einer Batterie mit einer geschätzten Nutzkapazität von 12 kWh.

Die elektrische Reichweite laut WLTP beträgt 45 km. Nach unseren Tests sind jedoch bis zu 50 km im rein elektrischen Modus möglich. Der Schlüssel liegt im Einsatz der Schaltwippen, mit denen man zwischen fünf Rekuperationsstufen wählen kann; so lässt sich der Verbrauch optimieren oder die Energierückgewinnung steigern.

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Ein weiterer Pluspunkt dieses PHEV ist das Schnellladen (praktisch kein Plug-in-Hybrid auf dem Markt verfügt darüber). Mit den zwei Anschlüssen kann man am normalen Anschluss oder per CHAdeMO mit 22 kWh laden.

So liegen die Ladezeiten bei 25 Minuten für 0 bis 80 % Ladestand an CHAdeMO, bei vier Stunden an der Mennekes-Dose (3,7 kWh) oder bei sechs Stunden an einer normalen Haushaltssteckdose.

Fahrverhalten: sehr fan des TARMAC-Modus

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Neben seiner Sparsamkeit hat uns das Fahrverhalten überrascht: wie vielseitig dieser Mitsubishi Eclipse Cross sein kann. Er hilft abseits des Asphalts dank Allradantrieb (mit Schneemodus unter den Fahrprogrammen) aus der Patsche oder bietet mit dem TARMAC-Modus einen verspielteren Charakter.

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Vielleicht kennt nicht jeder diesen Modus, doch dahinter verbirgt sich die Sportlichkeit der japanischen Marke. Das Fahrwerk des Eclipse Cross ist für mehr Leistung ausgelegt, als er hat. Zusammen mit der Spontaneität und dem Schub des Elektrosystems ergibt das ein Auto, das auf kurvigen Strecken mit ständigen Lastwechseln viel Spaß macht, denn es beschleunigt beim Herausbeschleunigen aus Kurven sehr schnell und unerwartet für diese Fahrzeugklasse.

Insgesamt ist es ein souveränes Auto mit einigen positiven Überraschungen in Sachen Sportlichkeit und einem Fahrwerk, das auf anspruchsvollen Straßen überzeugt. Mit guten Reifen kommt man auch abseits des Asphalts zurecht, dank des Allradantriebs durch die beiden Elektromotoren. Ein Geländewagen ist er allerdings nicht und will es auch nicht sein.

Verbrauch

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Je nach Ladezustand fällt der Verbrauch im Alltag mit diesem Mitsubishi niedriger oder höher aus. Mit voller Batterie liegt der Verbrauch auf den ersten 100 km bei 2 Litern auf 100 km.

Auf der Landstraße ohne Batterieunterstützung werden etwa 6 Liter auf 100 km verbraucht, auf der Autobahn ohne Ladung liegt der Durchschnittsverbrauch bei 7 Litern auf 100 km.

Ausstattung

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Die Ausstattung unseres Testwagens in der Variante Kaiteki ist recht umfangreich. Hervorzuheben sind mehrere Assistenzsysteme (Notbremsassistent, Spurhalteassistent, Reifendrucksensor …) sowie schlüsselloser Zugang und Start oder die vollständigen LED-Frontscheinwerfer.

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Besonders hervorzuheben ist die Qualität der serienmäßigen Audioanlage, die für eine Serienausstattung hervorragend ist und von keiner bekannten Audiomarke stammt. Wie bereits im Abschnitt zum Interieur erwähnt, benötigt der Bildschirm für das Multimediasystem dringend ein Update: Er liefert zwar viele Informationen, doch das Design wirkt veraltet.

Meinung und Preis des Mitsubishi Eclipse Cross PHEV

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Wenn man die Erfahrung von Mitsubishi beim Bau von Plug-in-Hybriden mit dem Coupé-Design dieses SUV kombiniert, ergibt sich ein auffälliges und eigenständiges Ergebnis, das tatsächlich Sprit spart. Zu seinen Stärken zählen das sehr gut konzipierte Plug-in-Hybridsystem mit ausgezeichnetem Energiemanagement, von denen es nur wenige Modelle auf dem Markt gibt. Wenn man einen Kritikpunkt nennen muss, dann ist es vielleicht das nüchterne Interieur, das nicht so spektakulär inszeniert ist wie bei aktuellen deutschen oder koreanischen Modellen. Dafür stimmen Qualität und Passform.

Fotos | Testteam

Technische Daten dieses Autos

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