Test Audi Q3 Sportback Black Line 35 TDI quattro S-Tronic, unvergleichlich
Hier ist unsere Analyse des Audi Q3 Sportback mit dem Einstiegsdieselmotor der Modellpalette, dem 35 TDI mit 150 CV und Quattro-Antrieb.

Vor knapp einem Jahr brachte Audi eine Version des Audi Q3 mit dem Namen Sportback auf den Markt, die im Grunde die Coupé-Variante des bekannten deutschen SUV ist. Wir haben den Einstiegsdieselmotor mit der Bezeichnung 35 TDI getestet, der 150 CV leistet, aber mit Quattro-Allradantrieb und dem automatischen Doppelkupplungsgetriebe kombiniert ist.
Dieser Q3 Sportback richtet sich an alle, die ein SUV suchen, das sich von den übrigen Modellen auf dem Markt unterscheidet, und dank der guten Abstimmung des Fahrwerks auch eine gewisse sportliche Note bietet.
Design: Coupé-Linien für ein komplett überarbeitetes SUV

Der Audi Q3 wurde in dieser neuen Generation intensiv überarbeitet, wodurch das Design dieses bekannten SUV der Marke mit den vier Ringen sowohl außen als auch innen komplett erneuert wurde.
Die markanten Außenlinien wirken robust, zweifellos geländegängig und muskulös, und haben mit der Vorgängergeneration nichts mehr gemein. Vorne fällt der riesige Kühlergrill auf (durch den hochglänzenden schwarzen Ausführung noch stärker betont), und seitlich sind vor allem die großen Radkästen markant.
Seine Visitenkarte ist das Heck, bei dem sich das Coupé-Design mit der Stoßstange verbindet, die eine Höhenwirkung erzeugt, und die unteren Zierleisten (ebenfalls in Schwarz) den sportlichen Charakter unterstreichen.

Der Innenraum übernimmt das neue, avantgardistische Designkonzept der Marke, das bereits bei anderen Modellen zu sehen war, mit einem gewissen markanten Akzent, und erreicht eine perfekte Balance zwischen Eleganz und der rauen Linienführung, die für ein SUV typisch ist.
Als Krönung des Designs dient das Finish in grauem Velours auf der Mittelkonsole. Für dieses Finish hat Audi verschiedene Farben getestet und diejenigen gewählt, die am besten altern und dem Verschleiß durch Zeit oder Sonneneinstrahlung standhalten, sodass nur noch drei Farben übrig bleiben.
Die schwarze Mittelkonsole wurde von den übrigen Modellen der deutschen Marke übernommen, ebenso wie der Touchscreen mit hervorragender Bedienbarkeit. Insgesamt sind die Verarbeitung und die Materialien einem Modell dieser Klasse angemessen.
Die Sitzposition ist erhöht, mit Sitzen, die in unserem Testwagen elektrisch verstellbar und beheizt waren (und aus Leder bestanden, wobei eine Belüftung oder mikroperforiertes Leder für heiße Tage fehlt). Das Instrumentarium ist vollständig digital und erlaubt die Darstellung vieler Informationen; man kann zwischen einer traditionelleren oder einer avantgardistischen Anzeige wählen (etwa mit der Navigation, die einen großen Teil der Instrumente einnimmt).

Der Platz auf den Rücksitzen ist ausreichend. Allerdings ist der Einstieg wegen der Höhe und des geringen Türöffnungswinkels nicht sehr bequem. Es gibt Luftausströmer im Fond, und der Kopfraum ist aufgrund des Designs nicht besonders großzügig. Der Kofferraum fasst 530 Liter.
Motor und Leistung: der Einstiegsdiesel mit besserem Schaltgetriebe

Obwohl auf der Heckklappe 35 TDI steht, verbirgt sich unter der Haube tatsächlich der 2.0 TDI mit 150 CV, also der Einstiegsdiesel der Modellreihe.
Dieser Motor ist ein altbekannter Antrieb des deutschen Herstellers und ist für ein SUV dieser Größe in seinen Leistungswerten eher zurückhaltend (und mit 20-Zoll-Felgen erst recht), reicht aber für die meisten Fahrer aus, die kein sportliches Fahrverhalten suchen. Allerdings ist die Kombination aus S-Tronic-Getriebe und Motorblock nicht so fein und weich, wie sie sein sollte; mit einem manuellen Schaltgetriebe ließen sich die 150 CV besser ausnutzen.

Das Getriebe lässt den Motor zeitweise zu stark drehen und nimmt dem Fahren etwas von seiner Feinheit. Der Motor reagiert innerhalb seiner Grenzen kräftig, vor allem im Modus Dynamic.
Es stehen mehrere Fahrmodi zur Verfügung: Off-Road, Efficiency, Auto, Dynamic, Comfort und Individual. Der Modus Off-Road verbessert die Reaktion von Antrieb, Motor und Getriebe auf Fahrten abseits der Asphaltstraße, während der Q3 Sportback im Modus Dynamic sein Bestes gibt.
Fahrverhalten: bitte mehr Pferdestärken

Am Steuer dieses deutschen Autos fällt zuerst die gute Abstimmung des Fahrwerks auf, das ohne Zweifel nach mehr Pferdestärken verlangt, mit hervorragender Stabilität in Kurven.
Er läuft sehr stabil, ist komfortabel und kann auch mit diesem Dieselmotor sehr sanft sein. Ich betone nochmals: Wer ruhig fahren möchte, dem werden seine 150 CV mehr als genügen und sogar sportliche Ausflüge erlauben, solange der Modus Dynamic aktiviert ist.
Der Allradantrieb ist ein wesentlicher Bestandteil dieses bemerkenswerten Fahrverhaltens, wobei man nicht vergessen darf, dass dieser Q3 Sportback vor allem ein SUV ist.
Verbrauch

Auf den ersten Blick scheint die Kombination aus 20-Zoll-Felgen, permanentem Allradantrieb und Automatikgetriebe nicht besonders sparsam zu sein, doch nach mehreren Tagen am Steuer dieses Audi hat er uns angenehm überrascht.
Auf der Landstraße liegt der Durchschnittsverbrauch bei etwa 6,5 Litern auf 100 km, ein sehr vernünftiger Wert, während er auf der Autobahn auf unserer üblichen Strecke bei 7 Litern auf 100 km lag. In der Stadt steigt der Verbrauch, in diesem Fall auf 9,2 Liter auf 100 km auf unserer üblichen Strecke durch Vigo.
Ausstattung

Unser Testwagen trug das auffällige Finish Black Line Edition, das auf Basis der Ausstattungslinie S-Line die Sportlichkeit durch schwarze Anbauteile, 20-Zoll-Leichtmetallfelgen und ein sportlich geschnittenes Interieur weiter steigert.
Die übrige Ausstattung teilt sich allerdings auf verschiedene Optionen und Pakete auf, von der digitalen Instrumentierung bis zum Hochleistungs-Soundsystem von B&O.
Zu den herausragenden Optionen gehören die Matrix-LED-Scheinwerfer – 905 Euro –, die auf jeder Art von Straße, auch auf kurvigen und schlecht beleuchteten Landstraßen, hervorragend ausleuchten.

Auch das Soundsystem ist bemerkenswert: Bang & Olufsen Premium Sound System mit 3D-Sound, bestehend aus 15 Lautsprechern mit Subwoofer und einem 16-Kanal-Verstärker mit einer Gesamtleistung von 680 W. Die Klangqualität ist hervorragend (sie erreicht nicht die Perfektion, die andere höherwertige Modelle wie A6, A7, A8, Q5 und Q8 bieten), doch objektiv betrachtet ist es ein sehr empfehlenswertes Extra für 645 Euro (zuzüglich des Technikpakets).
Unter den Assistenzsystemen sind einige serienmäßig, etwa das Pre-Collision-System, und andere optional erhältlich, wie die Verkehrszeichenerkennung, der adaptive Geschwindigkeitsassistent, der Fernlichtassistent und weitere.
Persönliche Meinung und Preis des Audi Q3 Sportback Black Line Edition

Dieser Audi Q3 Sportback ist ein Auto, das in seinem Design Stil ausstrahlt. Die Marke mit den vier Ringen hat ein Modell, das sich gut verkauft hat, aktualisiert und ihm gleichzeitig ein sehr eigenständiges und auffälliges Design verliehen.
Rechnet man dazu eine Dynamik, die eher einem Pkw als einem SUV entspricht, verlangt es einen nach mehr Pferdestärken, um auf kurvigen Landstraßen mit diesem Q3 Sportback Freude zu haben. Das vorausgeschickt: Sind 150 PS ausreichend? Das hängt von der Fahrweise ab. Es handelt sich um die Einstiegsversion, und das Auto verlangt nach mehr Leistung, doch objektiv betrachtet genügt es in 90 % der Situationen völlig, selbst beim Überholen auf der Autobahn oder auf einer kurvigen Landstraße.
Verbesserungsbedürftig ist der Innenraum, vor allem hinten, wo das Design einen Teil des Platzes wegnimmt. Der Einstieg ist weder bequem noch besonders breit, was bei Coupé-Designs dieser Art jedoch normal ist.
Der Audi Q3 Sportback ist ab 40.340 Euro erhältlich, während unser Testwagen mit dem Finish Black Line Edition und verschiedenen Optionen einen Preis von 56.525 Euro erreicht.
Fotos | Testteam
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