Test Toyota Hilux VX 150D: japanische Power

Daniel Valdivielso    @valdi92    8 February 2018     8 min.
Test Toyota Hilux VX 150D: japanische Power

Pick-ups erleben in Spanien ein zweites Jugend, und die Hilux von Toyota ist dafür ein gutes Beispiel. Wir haben sie bei Highmotor mit dem 150D-Motor und Schaltgetriebe getestet

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Diese Woche haben wir im Testbereich von Highmotor eines dieser Fahrzeuge mit rustikalem und abenteuerlichem Charakter zu Gast.

Ein Werkzeug, das immer weniger als Arbeitsgerät betrachtet und zunehmend als Freizeitfahrzeug wahrgenommen wird: Wir sprechen über den Hilux von Toyota in der Ausstattung 150D VX.

Pick-ups haben in unserem Land Grund zur Freude, denn dank der Gesetzesänderungen gelten sie nicht mehr als Nutzfahrzeuge, sondern können als Pkw zugelassen werden, wodurch die Höchstgeschwindigkeit auf 120 km/h steigen darf, neben weiteren Vorteilen. Das hat zu einem Anstieg der Verkaufszahlen dieser Fahrzeugkategorie geführt.

Ein Design, das keine Zweifel lässt

Das Modell Hilux von Toyota gehört wohl zu den bekanntesten und beliebtesten der Geschichte des japanischen Herstellers. Die japanische Pick-up blickt auf Jahrzehnte der Geschichte zurück, eine Geschichte, die seit jeher mit harter Arbeit, robuster Bauweise und den anspruchsvollen Bedingungen verbunden ist, unter denen sie meist eingesetzt wird.

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Das Erscheinungsbild des Hilux wurde den Linien der aktuellen Modellpalette des Herstellers mäßig angepasst, doch die rauen, kräftigen Konturen lassen sich nicht leicht verbergen (was auch nicht beabsichtigt ist). Der große verchromte Frontgrill verleiht der Front eine sehr markante Präsenz, wozu auch die großzügig dimensionierten Scheinwerfer beitragen.

Unabhängig von der Kabine misst der Hilux 5,33 Meter in der Länge

Der sehr kantige Aufbau ist gut in das Gesamtbild integriert, während die Viertürer-Kabine eine wenig geneigte Frontscheibe besitzt, die die Sicht verbessert, dafür aber die Aerodynamik verschlechtert. Die verchromten Details an den Außenspiegelgehäusen und Türgriffen verstärken den Eindruck von Qualität.

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Die Leichtmetallfelgen mit 17 Zoll sind mit Allwetterreifen von Bridgestone Duele bestückt, mit großem Luftpolster. Am Heck findet sich eine Metallklappe mit Klappöffnung, ohne jede Dämpfung, gehalten von zwei robust wirkenden Metallscharnieren.

Die Ladefläche verfügt über keinerlei zusätzlichen Schutz außer dem Lack der Karosserie. Mit einer Ladefläche von über 1,5 Metern Breite und 1,65 Metern Länge ist die Kapazität außer Frage, zudem verfügt der Boden über eine besonders harte Ausführung, um Einsinken unter Last zu vermeiden. Der Hilux kann in dieser Doppelkabinen-Version außerdem 3,2 Tonnen ziehen.

Ein auffälliges und robustes Interieur

Das Interieur des Toyota Hilux lässt sich ohne Weiteres als auffällig bezeichnen. Sobald man den Innenraum betritt (nicht ohne Mühe, aufgrund der Höhe der Kabine, auch wenn ein Haltegriff an der A-Säule den Einstieg erleichtert), erwartet einen ein angenehmeres Ambiente, als man es von einem eindeutig industriell konzipierten Fahrzeug zunächst erwarten würde.

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Das Armaturenbrett, aus festen, aber gut verarbeiteten Materialien, verfügt über ein horizontales Armaturenbrett mit lackiertem Abschluss, das zusammen mit den seidenmatten Silberdetails ein optisch ansprechendes Erscheinungsbild bietet, eher wie bei einem Pkw als bei einem Nutzfahrzeug.

Die vertrauten Designmerkmale der aktuellen Toyota-Modelle finden sich jedoch in zahlreichen Elementen wieder, etwa in den Bedienelementen der Klimaanlage, dem Lenkrad oder auch der Instrumentierung, mit einer klassischen weißen und blauen Hintergrundbeleuchtung und einem farbigen Multifunktionsdisplay mit vielfältigen Informationen.

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Der Innenraum ist außerdem relativ komfortabel dank gut gestalteter Sitze, die in dieser Ausstattung mit robust wirkendem Stoff bezogen sind. Auch der Platz im Fond ist recht großzügig, wobei die Rückenlehnen der zweiten Reihe etwas aufrechter stehen, als man sich wünschen würde.

Die Praktikabilität ist eine weitere Stärke. Überall finden sich große Ablagefächer, und das untere Handschuhfach, das klassische, das jeder kennt, ist gekühlt. Zweifellos ein sehr positiver Punkt bei einem Fahrzeug dieser Größenordnung.

Laut und etwas unbeholfen, aber mit Kraft und Charme

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Der Hilux von Toyota ist in unserem Land ausschließlich mit einem vierzylindrigen Dieselmotor mit 2,4 Litern Hubraum erhältlich. Es handelt sich um ein Aggregat mit Common-Rail-Direkteinspritzung, das 150 PS bei 3.400 U/min und ein maximales Drehmoment von 400 Nm bei 1.600 U/min bietet.

Längs vorne eingebaut, ist dieser Motor mit Block aus Gusseisen und Zylinderkopf aus Aluminium mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe kombiniert. Der offizielle Normverbrauch liegt bei 7,0 l/100 km, auf Landstraßen sinkt er auf 6,3 l/100 km und im Stadtverkehr steigt er auf 8,2 l/100 km.

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Laut offiziellen Angaben beschleunigt der Hilux in unserer Version in 13,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h. Das Fahrgestell ist noch nach altem Muster konstruiert: ein Leiterrahmen aus Querträgern, auf dem die Karosserie aus Stahl sitzt. Für die Radaufhängung kommt vorne eine Doppelquerlenker-Konstruktion mit Rohrstoßdämpfern zum Einsatz, hinten eine starre Achse mit Blattfedern als Dämpfungselement.

Die Bremsanlage besteht aus belüfteten Scheiben mit Doppelkolben-Sattel an den Vorderrädern sowie einem Trommelsystem hinten. Selbstverständlich fehlen ABS sowie eine Traktions- und Stabilitätskontrolle, die sich vollständig deaktivieren lassen, nicht.

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Das Antriebssystem wird über einen Drehregler im Innenraum bedient (in der Nähe der Klimabedienelemente) und bietet drei Betriebsmodi: Hinterradantrieb (Werkseinstellung), Allradantrieb (für rutschige Fahrbahnen, bis 50 km/h zuschaltbar) und Allradantrieb mit Untersetzung. Zusätzlich gibt es eine Sperre des Hinterachsdifferenzials für extreme Situationen.

Im Alltag verhält sich das Fahrzeug, bei aller Vergleichbarkeit, wie ein Geländewagen “der alten Schule”. Die Dämpfung ist weich, doch aufgrund der Blattfederkonstruktion neigt das Heck bei leerer Ladefläche übermäßig zum Nachfedern. Das ist ein inhärentes Problem dieser Fahrzeuge, das alle betrifft außer denen mit Schraubenfeder-Stoßdämpfer-Systemen.

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Die Lenkung ist etwas schwergängig, was zusammen mit einer sehr großen Übersetzung ein “Lkw-Gefühl” beim Fahren erzeugt. Dazu trägt auch die Bedienung des Schaltgetriebes bei, sowohl durch das Gefühl und die (großen) Wege des Schalthebels als auch durch die Härte des Kupplungspedals. Man sollte im Stau also gut gefrühstückt haben …

Die Motorgeräusche sind vor allem im kalten Zustand deutlich wahrnehmbar, während sie im warmen Zustand weniger auffallen, zumindest im Innenraum. Auch die Vibrationen gelangen deutlich in den Innenraum, sind während der Fahrt jedoch weniger spürbar. Die langen Übersetzungen des Getriebes (der 6. Gang überschreitet bei 1.000 U/min die 60 km/h) ermöglichen geräuscharme Reisegeschwindigkeiten und senken auch den Kraftstoffverbrauch, der unter realen Bedingungen bei etwa 9 Litern liegt.

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Verlassen wir den Asphalt, wird das Fahren mit der japanischen Pick-up zu einem echten Abenteuer. Jedes Hindernis wirkt am Steuer klein, und wer Spaß haben will, muss nur die Traktionskontrolle deaktivieren und die Kraft auf die Hinterachse bringen, um professionelle Drifts zu genießen (auf geeignetem Gelände, versteht sich). Der gewaltige Federweg der Achsen macht es nahezu unmöglich, ein Rad in die Luft zu bringen, und sorgt so für hervorragende Traktion.

Ausstattung und Versionen: Was kostet das Fahrzeug, das du siehst?

Das Hilux-Programm dreht sich immer um den 150D-Motor, ist aber mit Einzelkabine (Ausstattung GX, 30.468 €), Erweiterter Kabine (Ausstattung GX, 31.603 €) und der bereits erwähnten Doppelkabine erhältlich, der beliebtesten Variante mit einer großen Auswahl an Ausstattungen. Vom Basismodell GX (32.500 €) bis zur höchsten Ausstattung Limited.

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In unserem Fall entspricht das getestete Fahrzeug der mittleren Ausstattung VX, mit einem Grundpreis von 34.000 € inklusive Rabatte. Zur Serienausstattung gehören unter anderem Tempomat, 7 Airbags, Rückfahrkamera, Lichtsensor, ISOFIX-Halterungen sowie ein mit Leder bezogenes Lenkrad und Schaltknauf.

Die in diesem Fahrzeug enthaltenen Optionen sind das Paket für aktive Sicherheit Toyota Safety Sense (600 €), das Multimediasystem mit Navigation Toyota Touch 2 & Go (800 €) und die Metallic-Lackierung Rot Vulcano (500 €). Der Endpreis, einschließlich Aktionen, beträgt 34.265 € für ein echtes Rundum-Paket.

Technische Daten dieses Autos

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