Audi A3 Sportback e-tron, Vorstellung und Testfahrt auf Mallorca

Daniel Valdivielso    @valdi92    22 February 2015     7 min.
Audi A3 Sportback e-tron, Vorstellung und Testfahrt auf Mallorca

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Audi hat uns auf den Balearen eingeladen, um aus erster Hand den Auftakt einer Technologie kennenzulernen, die in der Zukunftsvision der Marke eine zentrale Rolle spielen wird.

Wir sprechen von der e-tron-Technologie, deren erste echte Umsetzung im A3 Sportback steckt, den wir auf den Straßen der Inseln probefahren konnten.

Was ist der Audi e-tron?

„e-tron” ist die Bezeichnung, mit der die Marke der vier Ringe die Plug-in-Hybridtechnologie versieht, an der sie seit einiger Zeit arbeitet und deren erster Schritt in der Praxis der A3 ist. Es handelt sich also nicht um ein spezifisches Modell des Kompaktwagens: In den kommenden Monaten wird die e-tron-Palette schrittweise in weitere, sehr unterschiedliche Segmente expandieren, etwa bei den Premium-SUV (der Q7 wird eine e-tron-Variante erhalten) oder bei den Supersportwagen, wo ein voraussichtlicher R8 e-tron erwartet wird.

Innen- und Außendesign

Das Design des A3 e-tron weicht kaum von den konventionellen Versionen ab. Dennoch hat man bei Audi darauf verzichtet, dem Fahrzeug nicht einige unterscheidende Details zu verleihen, die einem geübten Auge zeigen, dass es sich nicht um einen gewöhnlichen A3 handelt. Der Kühlergrill erhält eine eigene Ausführung mit einer größeren Anzahl verchromter Lamellen. Außerdem verfügt die vordere Stoßstange über verchromte Zierleisten an der Unterseite, die sofort ins Auge fallen.

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Die 18-Zoll-Leichtmetallfelgen besitzen ein eigenes Mehrspeichendesign, das im Fahrbetrieb nahezu wie verkleidete Räder wirkt und dem Gesamtbild einen futuristischen Touch verleiht. Die äußeren Modifikationen werden durch eine eigene hintere Stoßstange mit zwei trapezförmigen Zierleisten im unteren Bereich vervollständigt, die zwei Auspuffrohre simulieren. In Wirklichkeit verbergen sie sich hinter der Stoßstange. Die Schriftzüge „e-tron” befinden sich sowohl am Frontgrill als auch an der Heckklappe sowie an den vorderen Kotflügeln.

Im Innenraum gibt es außer einer eigenen Instrumentierung mit einer Anzeige, die statt der Drehzahl die jeweils abgerufene Leistung anzeigt, keine Änderungen. Zudem gibt es anstelle der Temperaturanzeige eine Anzeige aus LED-Balken, die den Ladezustand der Lithium-Ionen-Batterie anzeigt.

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Die Schriftzüge „e-tron” finden sich außerdem am Armaturenbrett, am Schaltknauf und an den Einstiegsleisten. Zusätzlich gibt es einen eigenen Schalter, mit dem die verschiedenen Fahrmodi gewählt werden.

Technik

Die Technik ist einer der zentralen Punkte dieses Modells. Der A3 e-tron weist große Ähnlichkeiten mit einem anderen Modell der VW-Gruppe auf. Ein paar Hinweise gefällig? Ein 1.4 TSI mit 150 PS, eine Batterie mit einer Kapazität für 50 km im Elektrobetrieb, DSG-Getriebe, insgesamt 204 PS … Klingt das bekannt?

Wer nun an den Golf GTE denkt, liegt goldrichtig. Tatsächlich handelt es sich um eine parallele Entwicklung, bei der jede Marke einen anderen Ansatz gewählt hat. Während VW einen sportlicheren Charakter angestrebt hat, hat sich die Marke mit den vier Ringen dafür entschieden, dem A3 e-tron eine eher gediegene Ausrichtung zu geben, ohne dabei die Leistung zu vernachlässigen.

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Die technische Basis des A3 e-tron ist ein Plug-in-Hybrid-Konzept, bei dem ein 1.4 TSI-Verbrennungsmotor mit 150 PS und 250 Nm im Zusammenspiel mit einem Elektromotor mit 102 PS und 330 Nm arbeitet. Beide Antriebe sitzen vorn und wirken gemeinsam über ein Doppelkupplungsautomatikgetriebe S-Tronic mit sechs Gängen.

Im Zusammenspiel leistet der A3 e-tron insgesamt 204 PS und 350 Nm, sofern die Batterie ausreichend geladen ist. Die auf der Hinterachse angeordnete Lithium-Ionen-Batterie bietet eine Kapazität von 8,8 kWh, die theoretisch für rund 50 km rein elektrische Fahrt reichen. Sie lädt sich an einer herkömmlichen Steckdose in 3 Stunden und 45 Minuten auf, an einer Industriesteckdose dauert es etwas mehr als zwei Stunden. Eine Schnellladung ist nicht möglich.

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Die Fahrleistungen sind mehr als beachtlich, mit einer Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 7,6 Sekunden und einer Höchstgeschwindigkeit von 222 km/h. Dabei liegt der homologierte Verbrauch bei 1,6 Litern auf 100 km. Man muss sich darüber im Klaren sein, dass sich diese Werte unter normalen Bedingungen kaum erreichen lassen, da der Homologationszyklus von Plug-in-Hybriden das Erzielen dieser beeindruckenden Zahlen begünstigt.

Fahren: Wie fährt sich der A3 e-tron?

Wenn wir im Innenraum des A3 Platz genommen haben, ändert sich beim Anfahren mit dem e-tron kaum etwas. Man muss nur die Bremse treten und die Taste „Start&Stop” drücken, damit der deutsche Kompaktwagen erwacht und uns über eine Meldung im Zentraldisplay mitteilt, dass wir losfahren können.

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Zu keinem Zeitpunkt hat man das Gefühl, ein „seltsames” oder besonderes Fahrzeug zu bewegen. Das Fahren bei niedrigen Geschwindigkeiten erfolgt in fast allen Situationen rein elektrisch, was einen äußerst angenehmen Zugewinn an Laufruhe und Stille bietet. Die Bremsung ist rekuperativ: Wenn man das Pedal sanft betätigt, übernimmt das elektrische System die Verzögerung. Verlangt man mehr Bremskraft, greifen die herkömmlichen Scheiben und Beläge.

Auf der Landstraße zeigt der A3 e-tron dank der 1.540 Kilo, die gut auf beide Achsen verteilt sind, ein solides Fahrverhalten, was unter anderem auf die Anordnung der Batterien und des Tanks an der Hinterachse zurückzuführen ist. Das Gewicht ist für das Segment, in dem dieses Modell antritt, etwas hoch, doch wenn man bedenkt, was sich „unter der Haube” verbirgt, wirkt es gar nicht mehr so schwer.

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Auf kurvigen Straßen zeigt der A3 bei etwas zügigerer Gangart sehr viel Souveränität. Die Reaktion ist dank der großen Leistungsreserven des Systems jederzeit mehr als ausreichend, sodass man die Geschwindigkeit steigern kann, wenn die Bedingungen es zulassen. Das Kurvenverhalten unterscheidet sich kaum von dem eines anderen A3; vielleicht gibt es etwas mehr Trägheit durch das höhere Gewicht, die das straffer abgestimmte Fahrwerk jedoch problemlos kompensiert. Schmerzlich vermisst werden Schaltwippen am Lenkrad – die sein „Bruder” Golf GTE immerhin besitzt –, mit denen sich die sechs Gänge bequemer wechseln ließen.

Der A3 e-tron bietet vier verschiedene Fahrmodi: den EV für rein elektrisches Fahren, den Hybrid Auto, bei dem das Fahrzeug stets die optimale Kombination aus Leistung und Verbrauch wählt, den Modus Hybrid Hold, mit dem der Batterieladestand gehalten wird, und den Modus Hybrid Charge, bei dem der TSI-Motor neben dem Antrieb der Räder zusätzlich als Generator arbeitet und die Batterien auflädt.
Diese vier Modi lassen sich anschließend mit den Fahrprofilen (Efficiency, Comfort, Dynamic, Individual) des Audi Drive Select kombinieren, die man bereits aus anderen Modellen der Marke kennt.

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Der Verbrauch hängt stark von der Strecke ab – und davon, wie man sie fährt. Das Fahrzeug reagiert sehr sensibel auf die Fahrweise: Bei unbeschwertem, normalem Fahren im Modus Hybrid Auto lassen sich ohne große Mühe Werte um die 4 bis 5 Liter erreichen. Als Referenz: Auf einer rund 100 km langen Strecke über Bergstraßen mit recht zügigem Tempo zeigte der Bordcomputer einen Durchschnittsverbrauch von 8,6 Litern. Auf einer gemischten Strecke von 30 km, die überwiegend im Elektromodus gefahren wurde, lag der Endwert dagegen bei nur 2,3 Litern auf 100 km.

Fotografie | Daniel Valdivielso

Technische Daten dieses Autos

LimousineAudi A337 Varianten · ab 34.010 €

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